Pfle­ge

Ob un­se­re Lie­ben nur et­was ge­han­di­capt sind oder be­son­de­rer Pfle­ge be­dür­fen – auf je­den Fall ha­ben sie An­spruch auf Hil­fen

Meins - - Inhalt - VON SA­BI­NE KÄMPER

Wel­che Zu­schüs­se uns jetzt zu­ste­hen

Das Ge­hör lässt lang­sam et­was nach, oder die Schrit­te wer­den un­si­che­rer … Es muss nicht gleich Pfle­ge­stu­fe drei sein, um Un­ter­stüt­zung auf Kas­sen­kos­ten zu be­kom­men. Im­mer dann, wenn es den Er­folg ei­ner Be­hand­lung si­chert, ei­ner Be­hin­de­rung vor­beugt oder sie aus­gleicht, hat je­der An­spruch auf Hilfs­mit­tel – so steht es im So­zi­al­ge­setz­buch. Das Spek­trum reicht von Rol­la­to­ren und Roll­stüh­len über Hör­hil­fen und Pro­the­sen bis zu Kom­pres­si­ons­strümp­fen, In­kon­ti­nenz­hil­fen oder Sitzer­hö­hung fürs WC. Auch die An­pas­sung oder War­tung, z. B. von me­di­zi­ni­schen Ge­rä­ten, ist ein­ge­schlos­sen. Ei­ne ge­naue Lis­te fin­den wir un­ter hilfs­mit­tel.gkv-spit­zen­ver­band.de. Für preis­wer­te Pro­duk­te brau­chen wir meist nur ei­ne Ver­ord­nung, al­so ein Rezept vom Arzt, das wir im Sa­ni­täts­haus ein­lö­sen. Bei grö­ße­ren An­schaf­fun­gen stel­len wir ei­nen An­trag (sie­he Kas­ten).

PflEGEPERSONEN DIE Ar­beit er­leich­tern

An­ders sieht es bei den so­ge­nann­ten Pfle­ge­hilfs­mit­teln aus. „Dar­un­ter fällt al­les, was ei­nem Pfle­gen­den die Ar­beit er­leich­tert“, er­klärt Olaf Chris­ten vom So­zi­al­ver­band VdK. Das spe­zi­el­le Bett ge­nau­so wie bei­spiels­wei­se Ein­mal­hand­schu­he. Die Kos­ten da­für trägt die Pfle­ge­ver­si­che­rung. Vor­aus­set­zung: Es muss ei­ne Pfle­ge­stu­fe vor­lie­gen. Wel­che, ist al­ler­dings nicht aus­schlag­ge­bend. Auch Men­schen mit Stu­fe null ha­ben An­spruch auf Pfle­ge­hilfs­mit­tel. „Oft stellt schon der Gut­ach­ter bei der Ein­stu­fung fest, wel­che Mit­tel nö­tig sind“, er­klärt der Ex­per­te. Tech­ni­sche Hilfs­mit­tel, wie Bett oder La­ge­rungs­hil­fen, kön­nen wir leih­wei­se zur Ver­fü­gung ge­stellt be­kom­men. Für Ver­brauchs­ma­te­ri­al gibt es meist Lie­fer­ver­trä­ge, ähn­lich wie ein Abo. Sind un­se­re Lie­ben in ei­ner Pfle­ge­ein­rich­tung, brau­chen wir uns zu­min­dest über Pfle­ge­hilfs­mit­tel kei­ne Ge­dan­ken zu ma­chen, dar­um küm­mert sich das Haus.

ZU­SCHüS­SE FüR WOHN­UM­FELD­VER­BES­SERN­DE MAß­NAH­MEN

Trep­pen­lift, Hand­läu­fe an den Wän­den oder ein bar­rie­re­frei­es Bad – auch Um­bau­maß­nah­men in und an Haus und Woh­nung sind auf Kas­sen­kos­ten mög­lich. „Pro Maß­nah­me zahlt die

Pfle­ge­kas­se bis zu 4000 Eu­ro da­zu“, weiß Olaf Chris­ten. Auch ein Um­zug kann üb­ri­gens als Maß­nah­me zur Wohn­um­feld­ver­bes­se­rung gel­ten … Vor­aus­set­zung ist auch hier ei­ne Pfle­ge­stu­fe. Be­son­ders wich­tig, so der Ex­per­te: „Die Maß­nah­men im­mer mit dem Ver­mie­ter vor­her ab­spre­chen. Denn es wird zwar der Um­bau be­zu­schusst, für ei­nen mög­li­chen spä­te­ren Rück­bau gibt es aber kei­ne fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung.“Bei der Pla­nung und beim An­trag hel­fen uns Be­ra­tungs­stel­len wie ört­li­che Pfle­ge­stütz­punk­te. •

hat Hilfs­mit­tel FüR als deR ARzt, an­deRs und bei ARz­nei- kein Heil­mit­teln, Bud­get. li­mi­tieR­tes auch Es kann al­so am En­de des QuaR­tals kei­nes sein … aus­ge­schöpft

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