Schö­ne Zäh­ne

Heu­te gibt es vie­le mög­lich­kei­ten, sich ein mit­rei­ßen­des La­chen zu be­wah­ren. Doch was ist für uns bes­ser: ei­ne Brü­cke oder ein Im­plan­tat?

Meins - - Inhalt - VON aLeX­aN­Dra Su­hLING

Lie­ber Brü­cke oder Im­plan­tat?

Es zieht und pocht im Kie­fer? Klar ma­chen wir so­fort ei­nen Ter­min beim Zahn­arzt! Denn der be­freit uns zum Bei­spiel mit ei­ner Wur­zel­be­hand­lung vom fie­sen Zahn­weh. Doch manch­mal hilft kei­ne The­ra­pie mehr, und der kran­ke Zahn muss ge­zo­gen wer­den. Ei­ne Lü­cke ist für uns na­tür­lich kei­ne Lö­sung, des­halb wol­len wir so­fort wis­sen, wel­cher Zahn­er­satz der bes­te für uns ist: die Brü­cke oder das Im­plan­tat. Un­se­re Ex­per­tin Dr. Dia­na Svo­bo­da von der diPu­ra

Zahn­kli­nik in Es­sen hat uns die Un­ter­schie­de er­klärt, da­mit wir per­fekt kau­en, spre­chen und la­chen kön­nen.

star­kes stück mit rie­senVor­teil und Mi­ni-schwä­chen

„Zahn­er­satz ge­hört zur Re­gel­ver­sor­gung und wird von der ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se fest be­zu­schusst“, sagt Dr. Svo­bo­da. „Zu­vor muss die­se je­doch den in­di­vi­du­el­len Heil- und Kos­ten­plan ab­ge­nickt ha­ben.“Die Kas­se über­nimmt al­ler­dings nur den Teil, den die ein­fachs­te Lö­sung für den Be­hand­lungs­er­folg ma­xi­mal kos­tet. „Die Brü­cke schont den Geld­beu­tel, weil sie güns­ti­ger ist als das Im­plan­tat.“Der Vor­teil ist da­her: Be­reits über­kron­te bzw. be­schä­dig­te Nach­bar­zäh­ne (An­ker­zäh­ne, s. links) kön­nen durch das Schlei­fen oh­ne Mehr­kos­ten gleich mit­ver­sorgt wer­den. Au­ßer­dem kann der mehr­glied­ri­ge Zahn­er­satz bei ge­wis­sen­haf­ter Pfle­ge so­gar bis zu 20 Jah­re hal­ten. Dr. Svo­bo­da: „Klar be­deu­tet das für uns gründ­li­ches Rei­ni­gen des Zahn­fleisch­saums, z. B. mit Floss-Zahn­sei­de und fei­nen In­ter­den­tal­bürs­ten mor­gens und abends, so­wie die pro­fes­sio­nel­le Zahn­rei­ni­gung in der Arzt­pra­xis al­le sechs Mo­na­te.“

Ei­ne Brü­cke bie­tet al­ler­dings nur ge­nug Halt, wenn die Lü­cke nicht zu groß ist (bis max. drei feh­len­de Zäh­ne). Und lei­der kann es pas­sie­ren, dass uns der Er­satz ir­gend­wann doch wie ein Fremd­kör­per im Mund vor­kommt: et­wa weil sich der Kie­fer­kno­chen samt Zahn­fleisch an der Stel­le des feh­len­den Zahns zu­rück­bil­det, die Brü­cke nicht mehr sitzt und zu wa­ckeln be­ginnt. Das be­ein­träch­tigt nicht nur das Kau­en, son­dern auch das Spre­chen. Be­son­ders pro­ble­ma­tisch wird es, wenn sich Bak­te­ri­en dar­un­ter ein­nis­ten. Die Fol­ge sind dann Zahn­flei­schent­zün­dun­gen (Par­odon­ti­tis),

Ka­ries­be­fall der An­ker­zäh­ne bis hin zum Ver­lust der Brü­cke.

ein klei­ner schnitt für den Arzt, ein gro­ßes Plus für uns

Sind die Zäh­ne ne­ben der Lü­cke ge­sund, rät die Ex­per­tin zum Im­plan­tat. Hier­bei wird der Er­satz­zahn von ei­ner künst­li­chen Zahn­wur­zel aus Ti­tan oder Ke­ra­mik ge­hal­ten, die ca. sechs bis zwölf Wo­chen zu­vor in den Kie­fer ge­bohrt wur­de und fest mit dem Kno­chen­ge­we­be ver­wach­sen ist. Der Mi­niEin­griff wird un­ter lo­ka­ler Be­täu­bung von Zahn­ärz­ten mit ei­ner Zu­satz­aus­bil­dung Im­plan­to­lo­gie durch­ge­führt. Der Vor­teil laut Dr. Svo­bo­da: „Das Im­plan­tat kann bei rich­ti­ger Pfle­ge ein Le­ben lang hal­ten. Zu­dem wird nichts ab­ge­schlif­fen und da­mit ver­hin­dert, dass 70 Pro­zent Zahn­sub­stanz ver­lo­ren ge­hen.“Ein wei­te­res Plus: Den Kau­druck müs­sen nicht an­gren­zen­de An­ker­zäh­ne auf­fan­gen, er wird di­rekt auf das Im­plan­tat und den Kie­fer­kno­chen über­tra­gen. Da­durch blei­ben Kno­chen­mas­se und Zahn­fleisch er­hal­ten! Doch es gibt auch ein paar Wer­muts­trop­fen. Bei Er­kran­kun­gen wie z. B. Dia­be­tes oder Herz­lei­den muss der Spe­zia­list ge­nau ab­wä­gen, ob ein Im­plan­tat ein­ge­setzt wer­den darf. Und: Die Kas­se über­nimmt zwar ei­nen Teil der Kos­ten, aber weil Im­plan­ta­te auf­grund hö­he­rer Ent­wick­lungs- und Ma­te­ri­al­kos­ten teu­rer sind, müs­sen wir die Dif­fe­renz selbst tra­gen. Da­her lohnt es sich, ei­ne neu­tra­le Zweit­mei­nung für den Kos­ten­ver­gleich ein­zu­ho­len, so­bald uns der Heil- und Kos­ten­plan vor­liegt. Tipp: Auf der Sei­te der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung fin­den wir al­le wich­ti­gen In­fos zu Zahn­er­satz: www.zahn­arzt-zweit­mei­nung.de •

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