Ex­tra: La­ven­del Bal­sam für star­ke Ner­ven

Pflan­zen-Po­wer für un­se­re Ner­ven

Meins - - Inhalt -

Die Na­tur hat sich die Furcht für uns als le­bens­ret­ten­den Schutz­me­cha­nis­mus aus­ge­dacht: Wer Angst hat, ist wach­sa­mer, er­kennt Ge­fah­ren schnel­ler und kann dar­auf re­agie­ren. Steigt Pa­nik auf, mo­bi­li­siert der Kör­per sämt­li­che Ener­gi­en, um sich ent­we­der der Be­dro­hung zu stel­len oder ei­ne ra­san­te Flucht an­zu­tre­ten. Das al­les ha­ben wir dem Stress­hor­mon Ad­re­na­lin zu ver­dan­ken, das un­ser Kör­per als Kon­se­quenz des furcht­ein­flö­ßen­den Ge­fühls aus­schüt­tet. So­bald die Ge­fahr vor­über ist und wir uns in Si­cher­heit wäh­nen, klingt die Stress­pha­se ab. Der Kör­per be­ru­higt sich, wir füh­len uns ent­spannt.

Doch viel­fach blei­ben wir von mor­gens bis abends im Stress­mo­dus. Das fängt mit den Ran­ge­lei­en im Be­rufs­ver­kehr an, geht wei­ter mit dem wach­sen­den Ak­ten­berg auf dem Schreib­tisch und en­det beim Zu­bett­ge­hen mit Sor­gen um die Fa­mi­lie. Wer jetzt noch ei­nen span­nen­den Kri­mi liest, ist schnell um den Schlaf ge­bracht. Der Weg von der kurz un­ter­bro­che­nen Nacht­ru­he hin zu chro­ni­schem Schlaf­man­gel ist dann nicht mehr weit. Die Fol­gen sind tags­über Mü­dig­keit und Kon­zen­tra­ti­ons­man­gel. Es pas­sie­ren ver­mehrt Feh­ler, was er­neut zu Stress und in­ne­rer An­span­nung führt.

Wenn Angst zu ei­ner Krank­heit wird Die­ser dau­ern­de Reiz­zu­stand kann schwer­wie­gen­de ge­sund­heit­li­che Stö­run­gen her­vor­ru­fen: Wir wer­den an­fäl­li­ger für In­fek­tio­nen, da das Im­mun­sys­tem un­ter dem Stress lei­det, und das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem ge­rät im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes un­ter Druck. Denn wer sich fürch­tet, hat ei­nen hö­he­ren Blut­druck, und die Herz­fre­quenz steigt an. „Angst wird zur Krank­heit, wenn sie un­an­ge­mes­sen stark ist, zu häu­fig und zu lan­ge auf­tritt, zu Kon­troll­ver­lust führt und wenn furcht­ein­flö­ßen­de Si­tua­tio­nen zu Ver­mei­dungs­stra­te­gi­en füh­ren“, sagt Prof. Dr. Sieg­fried Kas­per von der Me­di­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wi­en. Da­mit ne­ga­ti­ve Ge­füh­le uns nicht krank ma­chen, kön­nen na­tür­li­che Angst­lö­ser das nerv­li­che Gleich­ge­wicht wie­der­her­stel­len. So ent­hal­ten La­ven­del­blü­ten Wirk­stof­fe, die be­ru­hi­gen, Schlaf­stö­run­gen ent­ge­gen­wir­ken und Ängs­te ver­trei­ben. „Im Ver­gleich zu an­de­ren pflanz­li­chen Prä­pa­ra­ten wie et­wa Bal­dri­an ist die angst­lö­sen­de Wirk­sam­keit des La­ven­dels durch Stu­di­en be­legt“, er­klärt Pro­fes­sor Dr. Hans-Pe­ter Volz vom Kran­ken­haus Schloss Wer­neck.

Aus La­ven­del lässt sich ein wert­vol­les Öl de­stil­lie­ren, das den Wirk­stoff Si­lex­an ent­hält. Wis­sen­schaft­li­che Un­ter­su­chun­gen konn­ten be­le­gen, dass die­ses Öl die Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen wie zum Bei­spiel Cor­ti­sol schon bei ein­ma­li­ger An­wen­dung dros­seln kann.

La­ven­del­öl sorgt für ei­nen er­hol­sa­men Schlaf Die Heil­kraft des pro­ven­za­li­schen Mul­ti­ta­l­ents, das auch keim­tö­tend und schmerz­stil­lend wirkt, ist in spe­zi­el­len Prä­pa­ra­ten ent­hal­ten, die aus dem Öl der La­ven­del­blü­ten her­ge­stellt wer­den (z. B. in „La­sea“, Apo­the­ke). De­ren Wirk­sam­keit ist ge­prüft: Angst­pa­ti­en­ten, die mit dem Na­tur­prä­pa­rat be­han­delt wur­den, fühl­ten sich be­reits nach we­ni­gen Ta­gen aus­ge­gli­che­ner und konn­ten bes­ser schla­fen. Im Ge­gen­satz zu Schlaf- oder Be­ru­hi­gungs­mit­teln macht La­ven­del nicht ab­hän­gig oder tags­über mü­de und ver­trägt sich mit an­de­ren Me­di­ka­men­ten – völ­lig ne­ben­wir­kungs­frei. •

Tief durch­at­men: Schon sein zar­ter und Blü­ten­duft be­ru­higt Als hebt un­se­re Stim­mung. noch Öl ist La­ven­del uns wirk­sa­mer und kann vor Krank­hei­ten schüt­zen

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