Mein Zu­hau­se

Ei­ne sou­ve­rä­ne Ba­lan­ce von Kunst und An­ti­qui­tä­ten – die Woh­nung von Star­Fri­seur Udo Walz, 72, er­in­nert an ei­ne Lu­xusSui­te im Grand­ho­tel

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Zu Gast bei Udo Walz

Ob Sa­bi­ne Chris­ti­an­sen, Bar­ba­ra Be­cker oder Ur­su­la Kar­ven – sie al­le wa­ren be­reits bei Udo Walz, 72, zu Gast und schät­zen ihn als Freund, Be­ra­ter und per­sön­li­chen Coif­feur. Der Grund für sei­ne Be­liebt­heit? „Ich glau­be, es liegt dar­an, dass ich ein Ge­nuss­mensch und ein ge­nia­ler Gast­ge­ber bin“, ist Walz über­zeugt. MEINS woll­te sei­nen Gast­ge­ber­qua­li­tä­ten auf den Grund ge­hen und her­aus­fin­den, wie der Fi­ga­ro, dem die Stars al­les an­ver­trau­en, in sei­ner 280 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nung in Ber­linChar­lot­ten­burg wohnt. Ge­schäf­te, Re­stau­rants, Lärm – Udo Walz’ ele­gan­te Alt­bau­woh­nung, in der er zu­sam­men mit Ehe­mann Cars­ten Thamm, 46, und den zwei Hun­den Os­car und Lo­la lebt, be­fin­det sich be­wusst in ei­nem leb­haf­ten Vier­tel. „Ich will Berlin rie­chen, füh­len, hö­ren“, schwärmt Deutsch­lands be­kann­tes­ter Pro­mi-Fri­seur.

Durch ein Mar­mor-Trep­pen­haus und ei­ne wei­ße Rund­bo­gen­tür ge­lan­gen wir im drit­ten Stock­werk in das Walz-Reich. Der Ein­gangs­be­reich emp­fängt uns mit üp­pi­gen Stuck­de­cken und ei­er­scha­len­far­be­nen Wän­den, an de­nen über­lap­pend vie­le Ge­mäl­de leh­nen. „Ich lie­be Kunst und wechs­le Bil­der je nach Stim­mung. Mein Flur dient als Ga­le­rieSchleu­se“, er­klärt der Coif­feur. Sie­ben Zim­mer, feins­tes Ei­chen-Par­kett, schwe­re Sei­den­vor­hän­ge, sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Kunst und An­ti­qui­tä­ten, exo­ti­sche Zim­mer­pflan­zen, un­zäh­li­ge Fo­tos in ed­len Sil­ber­rah­men so­wie viel Art dé­co im Mix mit Mö­beln im mo­der­nen Cot­ta­geund Ba­rock-Look – wir füh­len uns wie in der Lu­xussui­te ei­nes Grand­ho­tels! Und das ist kei­nes­wegs das Werk ei­nes In­nen­ar­chi­tek­ten, das Paar hat al­les selbst lie­be­voll ein­ge­rich­tet. „Ei­ne Ein­rich­tung

muss ste­tig wach­sen. Ich fin­de es ganz gräss­lich, wenn man sich so­fort kom­plett aus ei­nem Mö­bel­haus ein­rich­tet. Da fehlt doch die per­sön­li­che No­te“, meint der ge­bür­ti­ge Schwa­be.

Udos gro­ße Lei­den­schaft: sonn­tags auf dem Floh­markt zu stö­bern und zu früh­stü­cken. „Ich träu­me vom Mi­ni­ma­lis­mus, aber ich krie­ge es ein­fach nicht hin! Mein Sinn für Schö­nes und mein Samm­ler-Gen sind ein­fach zu stark aus­ge­prägt“, scherzt der HaarS­ty­list. So hän­gen Art-dé­co-Lam­pen, die ei­gent­lich für den Sperr­müll ge­dacht wa­ren, in ei­nem Gang, und ei­nes sei­ner zwei Wohn­zim­mer ziert ei­ne ech­te Lou­is-XVI-Kom­mo­de, die Udo für nur 100 Eu­ro von ei­nem Pforz­hei­mer Tröd­ler er­gat­tern konn­te. Be­son­ders: Es gibt fast in je­dem Raum bis auf die Ba­de­zim­mer ei­nen Fern­se­her. „Ich lie­be es, mich nach ei­nem hek­ti­schen Sa­lon-Tag durchs TV-Pro­gramm zu zap­pen und be­rie­seln zu las­sen. Das macht Cars­ten ver­rückt, des­halb ha­ben wir auch zwei Wohn­zim­mer“, schmun­zelt Udo. •

Mei­ne gro­ße Lei­den­schaft? Sonn­tags auf dem Floh­markt zu stö­bern!

Ein faR blich haR mo­ni­sches In­teR ieuR ist die bes­te Büh­ne füR Kun­st­ob­jek­te

ASI­EN TRIFFT JAHRHUNDERTWENDE TRAUM-ZIM­MER Der Top-Fri­seur schläft am liebs­ten in sei­ner knal­li­gen Patch­work-Bett­wä­sche aus ja­pa­ni­scher Ki­mo­no-Sei­de. Vom Bett aus blickt er auf lau­ter Er­in­ne­run­gen sei­nes Le­bens. In ei­nem of­fe­nen Glas­re­gal ste­hen Fo­tos von Udo mit Welt­stars und Freun­den. Ein mo­dern in­ter­pre­tier­ter Ba­rock-Spie­gel hängt nach den Feng-ShuiEin­rich­tungs­re­geln über dem Bett­kopf an der Wand und hält Stör-Ener­gi­en ab.

KUL­TUR-AUS­TAUSCH Un­ter­schied­li­che Licht­quel­len zau­bern stim­mungs­vol­les Am­bi­en­te und rü­cken De­tails ins Licht. Die Kom­bi aus Ba­rock-Ses­seln mit ei­nem Opi­um-Tisch und asia­ti­schen Sof­a­pols­tern wirkt har­mo­nisch und exo­tisch zugleich. Der Clou un­ter Udos Samm­ler­stü­cken: Ein mo­der­nes Kunst­werk dient als Pa­ra­vent.

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