Tin­ni­tus

Wie wir ihn wie­der los­wer­den kön­nen

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Es ist mal wie­der ei­ner die­ser Ta­ge, an de­nen wir zu viel um die Oh­ren ha­ben, ein Är­ger­nis dem an­de­ren folgt. Und plötz­lich ist es da: ein Pfei­fen oder auch ein Rau­schen im Ohr, das al­le an­de­ren Ge­räu­sche über­tönt. Meist ist der Spuk nach ein paar St­un­den oder spä­tes­tens am nächs­ten Mor­gen wie­der vor­bei. Aber was, wenn nicht? Dann ist es für un­se­re Ärz­te ein kla­rer Fall von Tin­ni­tus. Die häu­figs­te Ur­sa­che für den quä­len­den Dau­er­ton: ei­ne man­geln­de Durch­blu­tung des In­nen­ohrs – oft aus­ge­löst durch Stress. Doch auch an­de­re Aus­lö­ser kom­men in­fra­ge. Um so wich­ti­ger, dass wir den Stör­fel­dern im Ohr auf die Spur kom­men und sie aus­schal­ten kön­nen.

Kie­fer­pro­ble­me kön­nen un­ser Ohr „blo­ckie­ren“

Me­di­zi­ner ent­deck­ten, dass bei 30 Pro­zent al­ler Ohr­ge­räu­sche un­se­re Zäh­ne die Haupt­rol­le spie­len. Wie kann das sein? Das Mit­tel­ohr sitzt sehr nah am Kie­fer­ge­lenk. Füh­ren kran­ke Zäh­ne, falsch ein­ge­setz­te oder feh­ler­haf­te Pro­the­sen zu ei­ner Fehl­stel­lung zwi­schen Ober- und Un­ter­kie­fer, ge­ra­ten die be­trof­fe­nen Blut­ge­fä­ße und Ner­ven un­ter Druck. Fol­ge: Das In­nen­ohr wird nicht mehr aus­rei­chend mit Blut ver­sorgt. Auch Zäh­ne­knir­schen kann zu Kie­fer­fehl­stel­lun­gen füh­ren. Lei­den wir un­ter Oh­ren­sau­sen, soll­ten wir uns al­so beim Zahn­arzt un­ter­su­chen las­sen. Denn liegt ei­ne Fehl­stel­lung vor, kann die­se mit der ent­spre­chen­den Be­hand­lung (z. B. Auf­biss-Schie­ne) be­ho­ben wer­den.

Stör­ge­räu­sche neh­men wir nicht auf die leich­te Schul­ter

Ob­wohl Ärz­te nicht bei je­dem Tin­ni­tus die Ur­sa­che auf An­hieb fest­stel­len, ist die schnel­le Be­hand­lung wich­tig! „Ohr­ge­räu­sche, die län­ger als ei­nen Tag an­hal­ten, sind ein me­di­zi­ni­scher Not­fall und er­for­dern ra­sches Han­deln“, be­tont HNO-Arzt Prof. Mat­thi­as Tisch. „Je frü­her die Be­hand­lung be­ginnt, des­to bes­ser sind die Chan­cen auf Hei­lung.“

Mit Pflan­zen-Po­wer för­dern wir die Durch­blu­tung

Das A und O bei der The­ra­pie ist es, die Durch­blu­tung im In­nen­ohr zu ver­bes­sern, um die Ge­hör­zel­len zu schüt­zen. Da­bei kann uns ein Gink­go-Spe­zi­alex­trakt (z. B. „Te­bo­nin“, re­zept­frei, Apo­the­ke) un­ter­stüt­zen, des­sen Wir­kung bei Tin­ni­tus be­legt ist. „Der Pflan­zen­ex­trakt macht ro­te Blut­kör­per­chen elas­ti­scher und ver­bes­sert die Durch­blu­tung kleins­ter Ge­fä­ße“, er­klärt Prof. Tisch. Und er stei­gert die Sau­er­stoff­ver­sor­gung der Zel­len. Auch wenn wir be­reits län­ger als drei Mo­na­te an Ohr­ge­räu­schen lei­den, kann das Gink­goPrä­pa­rat noch hel­fen. Denn es för­dert die Ver­net­zung von Ner­ven­zel­len und die Si­gnal­ver­ar­bei­tung im Ge­hirn – ge­nau dort, wo die Phan­tom­ge­räu­sche ent­ste­hen. Der Tin­ni­tus-Teu­fels­kreis wird durch­bro­chen! Un­se­re Ohr­ge­räu- sche ver­schwin­den. •

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