Erst mit der rich­ti­gen Tech­nik kommt Be­we­gung ins Spiel

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✓­He­ben-­und­Um­le­gen Wich­tig ist für uns, dass wir un­se­ren

rü­cken­ent­las­ten. Da­zu schaf­fen wir ei­ne gro­ße Stand­flä­che: Bei­ne grät­schen, so­dass wir si­cher und kraft­voll ste­hen kön­nen, den Rü­cken ge­ra­de hal­ten und bei He­be­vor­gän­gen dar­auf ach­ten, dass wir uns nah am Kör­per des Pfle­ge­be­dürf­ti­gen fin­den. Wich­tig: Bauch- und Be­cken­mus­ku­la­tur an­span­nen, Atem nicht an­hal­ten, son­dern aus­at­men. Tipp: Ein hö­hen­ver­stell­ba­res Bett er­leich­tert uns die Ar­beit zu­sätz­lich.

✓­Kom­plet­te ­Kör­per­pfle­ge­und­Hy­gie­ne Klappt­am­bes­ten,­wenn­der­Pf­le

ge­be­dürf­ti­ge­liegt – so kann er sich ent­span­nen, und auch wir scho­nen Kräf­te und Rü­cken. Nicht zu ver­ges­sen ist hier­bei die Hy­gie­ne. Für uns gilt: Pfle­ge- oder Ein­mal­hand­schu­he tra­gen so­wie vor und nach dem Wa­schen Des­in­fek­ti­ons­mit­tel ver­wen­den. Lei­den Pfle­ge­be­dürf­ti­ge an Harn- und/oder Stuhlin­kon­ti­nenz, sind sie für Hau­tir­ri­ta­tio­nen an­fäl­lig. Des­halb tra­gen wir ei­ne feuch­tig­keits­sp en­de Lot ion auf, wenn wir die Haut ge­rei­nigt und ab­ge­trock­net ha­ben. Bei au­ßer­ge­wöhn­li­chen Be­las­tun­gen, zum Bei­spiel ei­ner Stuhlin­kon­ti­nenz mit Ma­gen-Dar­mEf­fekt, kön­nen wir zu­sätz­lich ei­ne Bar­rie­re­creme auf­tra­gen (In­for­ma­tio­nen da­zu gibt es in der Apo­the­ke). ✓­Die­bes­ten­Hilfs­mit­tel Bei der Aus­wahl kommt es dar­auf an, ob sich der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge noch selbst be­hel­fen kann. Ein In­stru­ment, das et­wa die Selbst­stän­dig­keit för­dert, ist ei­ne Auf­richt­hil­fe,­ei­ne Art Strick­lei­ter (schon ab 20 Eu­ro), an der sich der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge hoch­zieht. Um vom Bett in den Roll­stuhl und dann ins Au­to zu kom­men, kann ein rutsch

brett­(schon ab 40 Eu­ro) hel­fen. Ide­al ist auch ei­ne Dreh­schei­be­(schon ab ca. 25 Eu­ro). So muss ei­ne Dreh­be­we­gung von 90 oder 180 Grad (zum Bei­spiel vom Toi­let­ten­stuhl in den Stuhl und dann ins Bett) nicht mehr selbst ge­macht wer­den, son­dern wir dre­hen in die rich­ti­ge Po­si­ti­on. Auf­richt­hil­fe, Rutsch­brett und Dreh­schei­be be­kom­men wir u. a. im Sa­ni­täts­haus. ✓­Was­tun­bei­Os­teo­po­ro­se­und­De­menz? Bei Os­teo­po­ro­se ist Vor­sicht ge­bo­ten, weil die Kno­chen brü­chig sind. Spe­zi­el­le Kur­se – zum Bei­spiel zur Ki­n­äs­the­tik – hel­fen uns, si­che­re Tech­ni­ken zu er­ler­nen. Hat der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge

De­menz, ani­mie­ren wir ihn zur Selbst­stän­dig­keit und tei­len die Be­we­gung in Ab­schnit­te. Die Mus­ter füh­ren wir im­mer in der glei­chen Rei­hen­fol­ge durch. Das er­höht die Chan­ce, dass un­ser An­ge­hö­ri­ger weiß, was als Nächs­tes kommt, sich si­che­rer fühlt und ei­gen­stän­dig mit­ma­chen kann.

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