Was uns be­wegt Ste­fan Mross, 40, trenn­te sich von der Mut­ter sei­ner Kin­der

Tschüss, das war’s. Klappt nicht. Ste­fan Mross, 40, trenn­te sich nach drei Jah­ren von sei­ner Frau. Die Kin­der sind 1 und 2 Jah­re alt

Meins - - Inhalt - VON KATH­RIN BEHR

Die Lie­be ist ein selt­sa­mes Spiel“, heißt es in dem al­ten Song von Con­nie Fran­cis. Wir wis­sen längst, wie wahr das ist. Und trotz­dem sind wir im­mer wie­der über­rascht, nein, so­gar ent­setzt, wie lau­nisch sie sein kann, die Lie­be. Und wie schnell sie kommt und war­um sie im­mer häu­fi­ger nicht lan­ge bleibt. Und stets blei­ben wir rat­los zu­rück, wenn wie­der ei­ne Ehe zer­bro­chen ist. So wie jetzt die von Ste­fan Mross, 40, und sei­ner Frau Su­san­ne, 35. Nur drei Jah­re nach der Hoch­zeit. Die ge­mein­sa­men Kin­der Pau­la und Va­len­tin sind ge­ra­de mal ein und zwei Jah­re alt.

Al­les sah nach Bil­der­buchFa­mi­lie aus. Ein at­trak­ti­ves Paar, das sich Hals über Kopf ver­liebt hat­te. Sie bild­hübsch, klug, Auf­nah­me­lei­te­rin. Er ei­ner un­se­rer be­kann­tes­ten Volks­mu­si­ker und Mo­de­ra­to­ren. Und jetzt ste­hen sie schon vor den Trüm­mern ih­rer Wün­sche und Träu­me. Mit dün­nen Wor­ten kom­men­tiert Mross sein Ehe-Aus: „Die Lie­be ist ir­gend­wann auf der Stre­cke ge­blie­ben.“Wir hö­ren die Wor­te, aber ver­ste­hen kön­nen wir sie nicht. Was heißt denn „ir­gend­wann“? Das klingt nach ei­ner sehr lan­gen Zeit. Da­bei hei­ra­ten sie erst 2013, die Ehe wird so­fort von zwei sü­ßen Kin­dern ge­krönt, „un­se­re Wunsch­kin­der“, wie er sagt. Wie kann die Lie­be in so kur­zer Zeit „auf der Stre­cke blei­ben“? Wor­an sei­ne Ehe

ge­schei­tert ist, weiß Ste­fan Mross an­geb­lich nicht: „Tja, wenn man das wüss­te. Vie­les ist ein­fach pas­siert. Je­den­falls ist das kei­ne leich­te Si­tua­ti­on, wer ei­ne Tren­nung er­lebt hat, weiß das.“Na­tür­lich ist ei­ne Tren­nung schlimm, man fragt sich nur: War­um ge­ben sie so schnell auf? Ge­ra­de, wo die Kin­der noch so klein sind? Va­len­tin ist ge­ra­de mal vor ei­nem Jahr auf die Welt ge­kom­men. Sieht fast aus, als zö­gen auch hier in Deutsch­land ame­ri­ka­ni­sche Ver­hält­nis­se ein. Nicht zu ver­ges­sen: Auch sei­ne ers­te Ehe mit Ste­fa­nie Her­tel, mit der er Toch­ter Jo­han­na hat, hielt nur sechs Jah­re …

Wird die Ehe ein Weg­wer­fAr­ti­kel wie Bil­lig­klei­dung

oder Papp­be­cher? Ist der Lack ein we­nig ab? Weg da­mit! Neue Fa­mi­lie, neu­es Glück. Noch nie gab es in Deutsch­land so vie­le Patch­wor­kFa­mi­li­en, so vie­le Kin­der, die je­des zwei­te Wo­che­n­en­de mit Bahn oder Bus auf dem Weg sind zu Pa­pa, zu ih­rer zweiten Fa­mi­lie.

War­um kämpft heu­te kei­ner mehr um sei­ne Ehe? War­um mus­tern wir den Part­ner so schnell aus? Weil wir es kön­nen, ist ei­ne Ant­wort. Frü­her dien­ten die Part­ner vor­nehm­lich der Exis­tenz­si­che­rung und Fa­mi­li­en­grün­dung. Heu­te ha­ben die Frau­en eben­falls ei­nen Be­ruf, sind un­ab­hän­gi­ger. „Von ei­ner Part­ner­schaft er­war­tet man heu­te an­de­re Din­ge“, er­klärt Paarthe­ra­peut Diet­mar Stie­mer­ling. „Die Lie­be ist heu­te die wich­tigs­te Glücks­quel­le im Le­ben der meis­ten Men­schen. Ist die Be­zie­hung nicht mehr le­ben­dig ge­nug, geht man aus­ein­an­der.“Ist der Qu­ell nicht mehr ganz so spru­de­lig wie zu Be­ginn, schlei­chen sich All­tags­ma­cken ein, bit­tet man „Bringst du Wasch­mit­tel mit?“statt „Küss mich!“, dann ist das Mo­dell Ehe ganz schnell auf der Ab­schuss­ram­pe.

„Die Be­reit­schaft, auch schwie­ri­ge Zei­ten mit­ein­an­der durch­zu­ste­hen, ist heu­te viel we­ni­ger stark,“sagt Diet­mar Stie­mer­ling. Sol­che schwie­ri­gen Zei­ten kön­nen Pro­ble­me im Job sein, aber auch, wenn Kin­der die Be­zie­hung auf den Kopf stel­len. Häu­fig emp­fin­den Män­ner die Zeit nach der Ge­burt ei­nes Kin­des als be­son­ders frus­trie­rend, weil sie nicht mehr im Mit­tel­punkt ste­hen. „Das ist der häu­figs­te Aus­lö­ser für Män­ner, fremd­zu­ge­hen“, sagt Stie­mer­ling. Was nun ge­nau bei Ste­fan Mross und sei­ner Frau der wah­re Grund für das Ehe-Aus war, dar­über kön­nen wir nur spe­ku­lie­ren. Aber wür­den wir un­se­re le­bens­klu­gen Groß­müt­ter be­fra­gen, hät­ten sie viel­leicht die­se Ant­wort pa­rat: „De­nen ging es wohl zu gut.“•

Die Lie­be ist auf der Stre­cke ge­blie­ben Ste­fan Mross

Fa­mi­li­en-idyll Ste­fan Mross und sei­ne zwei­te Frau Su­san­ne mit Ba­by Pau­la und Da­ckel­da­me Zen­zi

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So süß ist der klei­ne Va­len­tin: Der Mo­de­ra­tor zeigt das Ba­by­fo­to

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