Mein Ehe­re­zept? Wir neh­men Her­aus­for­de­run­gen an!

Er ist ein­fach ein Traum von ei­nem Mann: Co­lin Firth, 56. Nach zwölf Jah­ren Pau­se küsst er im Ki­no wie­der Bridget Jo­nes – und im wah­ren Le­ben seit 19 Jah­ren die­sel­be Frau …

Meins - - Mein Star -

Schier end­los er­schei­nen­de zwölf Jah­re ist es her, als uns Co­lin Firth, 56, als Mark Dar­cy im Ki­no­hit „Bridget Jo­nes“zum Träu­men brach­te. Am 20. Ok­to­ber kommt jetzt Teil drei in die Ki­nos, und die­ser bri­ti­sche Gen­tle­man hat nichts von sei­nem Charme ver­lo­ren. Auch wenn er zum MEINS-In­ter­view ein we­nig mü­de er­scheint. Ge­hen wir’s lang­sam an – schließ­lich ist er ge­ra­de von Lon­don nach Los An­ge­les ein­ge­flo­gen und lei­det un­ter Jet­lag …

MEINS: Zwölf Jah­re nach dem letz­ten „Bridget Jo­nes“-Hit keh­ren Sie als Mark Dar­cy zu­rück. Hat­ten Sie kei­ne Ban­ge, dass das Pu­bli­kum Sie in die­ser Rol­le gar nicht mehr se­hen will?

Co­lin Firth: Na­tür­lich dach­te ich mir, dass die Leu­te sich das Maul zer­rei­ßen. Ist ja klar. Es gibt so vie­le Fort­set­zun­gen, nur weil je­mand den gro­ßen Rei­bach ma­chen will. Dann war ich sehr über­rascht, wie be­geis­tert die Re­ak­tio­nen wa­ren. Viel­leicht hat es ge­hol­fen, dass der letz­te Teil schon so lan­ge zu­rück­lag – die Zu­schau­er wol­len wis­sen, was mit den Fi­gu­ren pas­siert ist. Ich selbst ha­be nie ge­zö­gert – VON Rü­di­gER STuRM

das Dreh­buch war ein­fach so gut!

Meins: ih­re film­lie­be re­née zell­we­ger hat sich seit­her in je­dem fall op­tisch ver­än­dert. Wie neh­men sie das wahr?

Co­lin firth: Ich ha­be Re­née seit dem letz­ten Film we­nig ge­se­hen, auch wenn wir na­tür­lich in Ver­bin­dung blie­ben. Ich wür­de mal be­to­nen wol­len, was sich bei ihr nicht ver­än­dert hat: näm­lich ih­re un­bän­di­ge Ener­gie und gu­te Lau­ne. Das hat es mir rich­tig leicht ge­macht, mich wie­der in die Rol­le ein­zu­fin­den.

Meins: dies­mal geht es ja ums Kin­der­krie­gen. ha­ben sie ih­re er­fah­run­gen als Va­ter ge­prägt?

Co­lin firth: Was soll ich sa­gen? Ich wid­me mei­ne freie Zeit mei­ner Fa­mi­lie, mei­nen Söh­nen Lu­ca (15, Anm. d. Red.) und Mat­teo (13, Anm. d. Red.). Aber es ist trotz­dem so (lacht), dass sich die Kin­der auf mich ein­stel­len müs­sen, wenn ich mich in ei­ne Rol­le hin­ein­ver­tie­fe. Da wird der Um­gang mit mir für mei­ne Fa­mi­lie im­mer ein we­nig stres­sig.

Meins: das klingt nach Är­ger …

Co­lin firth: Das nicht ge­ra­de, aber ich ha­be we­ni­ger Zeit und bin, sa­gen wir, selt­sam drauf. Mei­ne Kin­der ha­ben sich aber dar­an ge­wöhnt. Wenn sie mys­te­riö­se Ge­räu­sche aus dem Ba­de­zim­mer hö­ren, dann wis­sen sie: Pa­pa spricht mit sich selbst …

Meins: das pas­siert tat­säch­lich?

Co­lin firth: Ge­le­gent­lich schon. Und ich mer­ke das lus­ti­ger­wei­se selbst erst, wenn man mich dar­auf hin­weist. Aber ich ha­be wirk­lich Glück, denn mei­ne Fa­mi­lie nimmt in sol­chen Si­tua­tio­nen Rück­sicht auf mich.

Meins: sie dre­hen prak­tisch je­des Jahr min­des­tens zwei fil­me. das ist ganz schön viel …

Co­lin firth: Der Ein­druck trügt. Ich neh­me mir schon mei­ne Pau­sen. Wenn ich kei­nen gro­ßen Hun­ger auf Rol­len ha­be, dann dre­he ich eben nicht. Es gibt Jah­re, in de­nen ich gar nicht ar­bei­te. Oder ich ha­be nur we­ni­ge Dreh­ta­ge, es sieht nur so aus, als wä­re ich stän­dig in Ak­ti­on.

Meins: das heißt, sie brau­chen kei­ne aus­zei­ten wie re­née zell­we­ger, die ein paar Jah­re aus­setz­te?

Co­lin firth: Nein. Wo­bei das teil­wei­se falsch dar­ge­stellt wird. Ein­mal sag­te ich ei­nem Jour­na­lis­ten, dass ich viel­leicht ein hal­bes Jahr pau­sie­re. Als er das Zi­tat ver­öf­fent­lich­te, hieß es plötz­lich: Co­lin Firth macht ein Sab­ba­ti­cal.

Meins: Wie dür­fen wir uns ih­re frei­zeit vor­stel­len? Was tun sie gern?

Co­lin firth: Ich ge­he gern ins Thea­ter, le­se viel. Ich ma­che auch Mu­sik, spie­le Gi­tar­re.

Meins: ach! steckt in ih­nen ein ver­kapp­ter Mu­si­ker?

Co­lin firth: Ha­ben Sie mich in „Mam­ma Mia“sin­gen ge­hört (lacht laut)? Na, dann wis­sen Sie, wie schreck­lich das klingt. Am bes­ten bin ich ei­gent­lich beim Luft­gi­tar­re-Spie­len. Lan­ge Re­de, kur­zer Sinn: Ich ha­be kei­ner­lei mu­si­ka­li­sches Ta­lent und ma­che al­les nur zur ei­ge­nen Un­ter­hal­tung.

Meins: sie en­ga­gie­ren sich auch für ka­ri­ta­ti­ve Or­ga­ni­sa­tio­nen wie Ox­fam oder das re­fu­gee Coun­cil und ei­nen gro­ßen lon­do­ner fair­tra­de-han­del ...

Co­lin firth: Das ist das Min­des­te, was ich tun kann! Ich ge­nie­ße in mei­nem Le­ben so vie­le An­nehm­lich­kei­ten und Pri­vi­le­gi­en, da se­he ich kei­nen Grund, war­um ich nicht et­was da­von an die Ge­sell­schaft zu­rück­ge­ben soll­te.

Meins: und nicht zu­letzt sind sie ein glück­li­cher ehe­mann: seit 19 Jah­ren sind sie mit ih­rer frau li­via ver­hei­ra­tet. Wie lau­tet ihr re­zept?

Co­lin firth: Ich weiß, das ist ei­ne ziem­lich stol­ze Zahl. Wir lie­ben ein­an­der. Das Re­zept be­steht ein­fach da­rin, dass wir je­den Tag neu an­ge­hen und uns sei­ne Her­aus­for­de­run­gen der Rei­he nach vor­neh­men. Mei­ne Frau ist ein ganz au­ßer­ge­wöhn­li­cher Mensch – ich lie­be ih­ren Scharf­sinn, ih­re Of­fen­heit und Re­ak­ti­ons­schnel­lig­keit.

Meins: das klingt, als sei ih­re frau ih­nen über­le­gen? nagt das nicht ein biss­chen an Mr. firths stolz?

Co­lin firth: Nein! Sol­che Ei­gen­schaf­ten fin­de ich höchst at­trak­tiv. Hö­ren Sie, ich bin Schau­spie­ler! Wer groß­ar­ti­gen Stolz mit sich bringt, ist in die­sem Be­ruf to­tal falsch! Es ist schlimm ge­nug, wenn du dich auf der Lein­wand siehst. Wenn du ei­ne Rol­le spielst, dann darfst du ei­nes gleich an der Tür ab­ge­ben: dei­ne Wür­de … •

Mei­ne Rol­len ler­ne ich gern mal im Bad

MR . DaR­cy ist wie­deR da. Und wiR … schmel­zen da­hin

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