Die Milch macht’s? Na­tür­li­cher Fit­ma­cher

Ak­tu­el­le Stu­di­en zei­gen: Das viel dis­ku­tier­te Le­bens­mit­tel ist echt ein Ge­sund­ma­cher VON MEI­KE GÜN­THER

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Schon un­se­re Groß­müt­ter ha­ben uns ge­lehrt: Je­den Tag ein Glas Milch – das stärkt Kno­chen und Zäh­ne. Doch im­mer wie­der tau­chen Ge­sund-News auf, die das be­lieb­te Le­bens­mit­tel in ein schlech­tes Licht rü­cken. Milch steht im Ver­dacht, Hau­t­un­rein­hei­ten zu be­güns­ti­gen, Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen oder so­gar

Krebs zu för­dern. Doch stimmt das wirk­lich? MEINS hat die be­kann­tes­ten Vor­ur­tei­le un­ter die Lu­pe ge­nom­men.

Ver­ur­sacht Milch Pi­ckel?

Wie For­scher fest­stell­ten, gibt es tat­säch­lich ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Milch­kon­sum und der Ent­ste­hung von Ak­ne. Grund: Milch be­ein­flusst die Hor­mo­ne In­su­lin und IGF-1, die Hau­t­un­rein­hei­ten auch im Er­wach­se­nen­al­ter be­güns­ti­gen.

Was hat sie mit Krebs zu tun?

Uns Frau­en kann die Milch in Sa­chen Krebs gar nichts an­ha­ben. Im Ge­gen­teil: Ihr wur­de so­gar ein schüt­zen­der Ef­fekt ge­gen Brust-, Darm- und Bla­sen­krebs at­tes­tiert. Män­ner al­ler- dings soll­ten et­was auf ih­ren Milch­kon­sum ach­ten. Trin­ken sie täg­lich mehr als ei­nen Li­ter, steigt ihr Ri­si­ko für Pro­sta­ta­krebs. Bei nor­ma­len Men­gen hat der Liebs­te nichts zu be­fürch­ten.

Ver­schleimt Milch un­se­re Atem­we­ge?

Nein – auch wenn sich die­ses Ge­rücht hart­nä­ckig hält: Es gibt kei­ne me­di­zi­ni­schen Be­wei­se, dass Milch die Schle­im­pro­duk­ti­on der Atem­we­ge bei Er­käl­tun­gen ver­stärkt. Ur­sa­che für das schlei­mi­ge Ge­fühl ist der Fett­ge­halt.

Wirkt sie sich auf Herz oder Stoff­wech­sel aus?

„Nehmt fett­ar­me Milch“, heißt es im­mer wie­der – weil die Voll­fett- Va­ri­an­te an­geb­lich das Herz-Kreis­lau­fund Dia­be­tes-Ri­si­ko er­hö­he. Schau­en wir uns al­ler­dings die ak­tu­el­le Stu­di­en­la­ge an, ist es eher an­ders­her­um: So deu­tet ei­ne nie­der­län­di­sche Stu­die dar­auf hin, dass Milch und Milch­pro­duk­te ho­hem Blut­druck vor­beu­gen. Und ei­ne schwe­di­sche Stu­die be­sagt, dass meh­re­re Por­tio­nen fett­rei­cher Milch­pro­duk­te täg­lich das Ri­si­ko für Dia­be­tes Typ 2 um 23 Pro­zent ver­rin­gern!

Ist die Bio-Va­ri­an­te ge­sün­der?

Ja, denn sie ent­hält et­was mehr wert­vol­le Ome­ga-3-Fett­säu­ren. Wor­an das liegt? Die Bio-Kuh ver­bringt ins­ge­samt mehr Zeit auf der Wei­de als die her­kömm­li­che Kuh – und frisst da­her auch mehr fri­sches ome­ga-3-hal­ti­ges Gras. An­sons­ten hat Bio-Milch kei­ne ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­le.

Sind So­ja­milch und Co. bes­ser?

Nein. Pflanz­li­che Al­ter­na­ti­ven wie So­ja-, Ha­fer- oder Reis-Drinks sind zwar le­cker – sie ent­hal­ten aber we­ni­ger wert­vol­le Pro­te­ine und Kal­zi­um. •

Milch ist reich an Kal­zi­um – und dar­um gut für un­se­re Zäh­ne

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