Weiß un­ser Herz, was Lie­be ist?

Meins - - Meine Gesundheit -

Am liebs­ten brin­gen wir das Herz na­tür­lich mit dem Ver­liebt­sein in Ver­bin­dung. „Als Mus­kel kann es aber nur auf Im­pul­se aus ei­nem Teil des Ge­hirns, der Amyg­da­la, re­agie­ren. Und die in­ter­es­siert nur die Art­er­hal­tung“, klärt der Ham­bur­ger Kar­dio­lo­ge Dr. Bo­ris Leit­häu­ser den Lie­bes-My­thos auf. Die ro­man­ti­sche Vor­stel­lung, das Herz als „Lie­be­s­an­ten­ne“zu fei­ern, stammt aus dem Al­ter­tum: Da­mals wuss­ten die Hei­ler nichts von Ana­to­mie; Leich­na­me zu öff­nen, das war ta­bu! Doch: Sie be­ob­ach­te­ten im­mer dann ein Be­ben im Brus­t­raum, wenn je­mand glück­lich – oder un­glück­lich – ver­liebt war. Aber auch der mo­der­ne Me­di­zi­ner gibt zu: „Tat­säch­lich macht un­ser Herz den Tanz um die Lie­be erst mög­lich.“Denn: Se­hen wir et­was, das uns gut ge­fällt, schüt­tet die Amyg­da­la ei­ne gro­ße Men­ge Rausch­hor­mo­ne aus, von de­nen z. B. das Ad­re­na­lin schnell an die Herz­mus­kel­zel­len an­dockt. Da­durch steigt der Blut­druck – und dem Kör­per steht ge­nau die Ener­gie zur Ver­fü­gung, die er für das Um­wer­ben des bzw. der An­ge­be­ten – und für den er­war­te­ten Lie­bes­akt braucht!

Dr. Bo­ris Leit­häu­ser aus Ham­burg

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