Der letz­te Wil­le si­cher ver­fasst

Oh­ne gül­ti­ges Tes­ta­ment pro­fi­tie­ren even­tu­ell auch man­che von un­se­rem Nach­lass, die nichts be­kom­men sol­len

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Da­mit un­ser Er­be auch spä­ter an die Rich­ti­gen geht, soll­ten wir al­le, die wir be­güns­ti­gen wol­len, kon­kret in ei­nem Tes­ta­ment fest­hal­ten. So geht es rich­tig, und das gibt’s zu be­ach­ten.

Was muss ein Tes­ta­ment ha­ben, um gül­tig zu sein?

Wir soll­ten z. B. „Mein letz­ter Wil­le“ oder „Mein Tes­ta­ment“über das Do­ku­ment set­zen. Da­mit ist klar, dass es sich wirk­lich um un­se­ren letz­ten Wil­len han­delt. Da­tum und Un­ter­schrift sind Pflicht, wo­bei letz­te­re zwin­gend ei­gen­hän­gig sein muss. Es geht nicht, dass wir sie z. B. per Com­pu­ter ein­set­zen. Es ist nicht vor­teil­haft, al­les, was wir ha­ben, an un­se­re Lie­ben zu ver­tei­len. Hier er­gibt sich näm­lich ei­ne recht­li­che Ab­wei­chung. In solch ei­nem Fall ver­er­ben wir nicht, son­dern ver­ma­chen. Dann ist aber noch kein ein­deu­ti­ger Er­be be­stimmt, und oh­ne den kann das Nach­lass­ge­richt kei­nen Erb­schein aus­stel­len. Das Ge­richt muss dann erst per Quo­te er­rech­nen, wer nach zu­ge­wand­tem Ver­mö­gens­wert als (Al­lein-)Er­be in­fra­ge kommt. In­fo: Kei­ne Rechts­be­grif­fe ein­set­zen, die wir nicht ken­nen. Sie be­deu­ten oft et­was an­de­res, als wir dar­un­ter zu ver­ste­hen glau­ben.

Sind Ko­pi­en wirk­sam?

Ko­pi­en kön­nen wirk­sam sein. Da­mit das der Fall ist, muss aber un­ter Um­stän­den ein Sach­ver­stän­di­ger erst die Un­ter­schrift prü­fen. Trotz­dem soll­ten wir uns nicht al­lein auf ei­ne Ko­pie ver­las­sen. Bes­ser ist das Ori­gi­nal.

Wann ist ein Tes­ta­ment un­wirk­sam?

Es kommt oft ge­nug vor, dass es nur Ent­wür­fe gibt. Al­les, was z. B. mit „Ide­en zu mei­nem Tes­ta­ment“be­ti­telt ist, ist grund­sätz­lich un­wirk­sam. Hier ist näm­lich ein­deu­tig, dass es sich nicht um un­se­ren letz­ten Wil­len han­delt. Ein Tes­ta­ment darf au­ßer­dem nicht ma­schi­nen­schrift­lich ver­fasst wer­den, auch nicht, wenn wir hand­schrift­lich un­ter­schrei­ben. Wich­tig ist zu­dem, dass es le­ser­lich ge­schrie­ben ist. Soll­ten wir nicht mehr schrei­ben kön­nen, be­auf­tra­gen wir ei­nen No­tar, der un­se­ren letz­ten Wil­len pro­to­kol­liert. Das geht, so­lan­ge wir Hand­zei­chen ma­chen kön­nen, die un­se­re Ge­schäfts­fä­hig­keit be­wei­sen.

AL­LES GE­RE­GELT! Ein schö­nes Ge­fühl, wenn wir un­se­ren En­keln ein Stück Si­cher­heit hin­ter­las­sen kön­nen

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