Die wich­tigs­ten Be­grif­fe kurz er­klärt!

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Was be­deu­tet Ge­schäfts­un­fä­hig­keit?

Je­mand gilt als ge­schäfts­un­fä­hig, wenn er ei­ne krank­haf­te Stö­rung der Geis­tes­tä­tig­keit hat und des­halb in sei­ner frei­en Wil­lens­be­stim­mung ein­ge­schränkt ist. In der Pra­xis trifft das z. B. auf Men­schen mit De­menz oder mit schwe­ren psy­chi­schen Er­kran­kun­gen zu. Wenn wir mei­nen, dass un­se­re Lie­ben Hil­fe brau­chen, kön­nen wir sie aber nicht ein­fach als ge­schäfts­un­fä­hig er­klä­ren las­sen. Das muss durch ein fach­ärzt­li­ches

Gut­ach­ten be­stä­tigt wer­den.

Was be­deu­tet recht­li­che Be­treu­ung?

Ei­ne recht­li­che Be­treu­ung wird im­mer

vom Ge­richt an­ge­ord­net. Ein Rechts­pfle­ger macht sich ei­nen per­sön­li­chen Ein­druck von dem Be­trof­fe­nen. Die Be­treu­ung um­fasst aus­schließ­lich die Le­bens­be­rei­che, die die Be­trof­fe­nen nicht mehr ei­gen­stän­dig re­geln kön­nen, z. B. Ver­mö­gens­an­ge­le­gen­hei­ten und Ge­sund­heits­sor­ge. Be­treu­er kön­nen Be­rufs­be­treu­er, Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge oder Be­kann­te sein. Der Be­treu­er wird im­mer vom Ge­richt kon­trol­liert.

Was ist ei­ne Be­treu­ungs­ver­fü­gung?

Da­rin legt der Be­trof­fe­ne fest, wer im Ernst­fall vor Ge­richt als Be­treu­er be­stellt wer­den soll. Zu­dem kann fest­ge­hal­ten wer­den, was in wel­cher Form ge­re­gelt wer­den soll, z. B. wel­che Ver­sor­gungs­form der Be­trof­fe­ne im Not­fall wünscht oder in wel­chem Pfle­ge­heim er le­ben möch­te. Ist das in einer Voll­macht vor­ge­se­hen, muss sich der Be­treu­er dann bei Ent­schei­dun­gen, die er trifft, im­mer nach dem er­klär­ten Wil­len der be­treu­ten Per­son rich­ten.

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