Sen­f­ö­le heil­ten mei­ne Bla­se

Jah­re­lang litt Sa­bi­ne Schaub an In­fek­ten der Harn­we­ge. Ei­ne neue The­ra­pie half ihr: Denn ge­gen die läs­ti­gen Bak­te­ri­en sind ei­ni­ge Kräu­ter ge­wach­sen …

Meins - - Meine Gesundheit -

Als wür­den man­che Be­schwer­den nur kom­men, um zu blei­ben … Bla­sen­ent­zün­dun­gen ge­hö­ren de­fi­ni­tiv da­zu. Ha­ben sie uns erst ein­mal ge­fun­den, füh­len sie sich pu­del­wohl und kom­men gern wie­der. So auch bei Sa­bi­ne Schaub, die über zehn Jah­re an chro­ni­scher Bla­sen­ent­zün­dung litt. Oft reich­ten schon kal­te Fü­ße, und es ging los: stän­di­ger Harn­drang, star­kes Bren­nen beim Was­ser­las­sen, da­zu Schmer­zen im Bauch­raum. Die 48-Jäh­ri­ge aus Rö­der­mark bei Frank­furt am Main geht schließ­lich nach Fei­er­abend kaum noch vor die Tür. So­gar Ein­la­dun­gen ins Ki­no oder ins Re­stau­rant sagt sie ab – aus Angst, sich auf frem­den Toi­let­ten die nächs­te In­fek­ti­on ein­zu­fan­gen. Al­le Vor­beu­gung hilft nichts! Die In­fek­te keh­ren stän­dig zu­rück … Na­he­zu je­den Mo­nat sucht Sa­bi­ne den Uro­lo­gen auf. „Meist be­kam ich An­ti­bio­ti­ka ver­ord­net, die auch re­la­tiv schnell hal­fen. Doch zu­frie­den war ich über­haupt nicht“, sagt die Chef­se­kre­tä­rin. „An­statt stän­dig an den In­fek­ten her­um­zu­dok­tern, wä­re es mir lie­ber ge­we­sen, als aus­the­ra­piert zu gel­ten.“Auch tra­di­tio­nel­le Vor­sichts­maß­nah­men wie war­me Un­ter­wä­sche hel­fen nichts. „Schließ­lich war ich so ge­nervt, dass ich mei­ner Nach­ba­rin mein Leid klag­te. Sie riet mir, den Arzt zu wech­seln, und emp­fahl mir ei­nen Uro­lo­gen.“Bei Dr. Andre­as Lu­cas fühlt sich Sa­bi­ne zum ers­ten Mal gut auf­ge­ho­ben. Er be­stärkt sei­ne neue Pa­ti­en­tin in ih­rer Skep­sis ge­gen­über An­ti­bio­ti­ka und prä­sen­tiert ihr Al­ter­na­ti­ven.

Sanf­te Pflan­zen­arz­nei statt

schwe­rer Ge­schüt­ze! „Das schnel­le Ver­ord­nen die­ser Me­di­ka­men­te hat in den letz­ten Jah­ren zu be­sorg­nis­er­re­gen­den Re­sis­ten­zen ge­gen Bak­te­ri­en ge­führt“, warnt Dr. Lu­cas. „An­ti­bio­ti­ka be­kom­men die Kei­me zwar schnell in den Griff, doch ha­ben die che­misch-syn­the­ti­schen Prä­pa­ra­te häu­fig er­heb­li­che Ne­ben­wir­kun­gen auf den Ma­gen-Darm-Trakt.“Är­ger­lich ist oben­drein, dass die Zys­ti­tis bei rund je­der vier­ten Frau zu­rück­kehrt.

„Da­bei las­sen sich Harn­weg­sin­fek­te

sanft und den­noch ef­fek­tiv be­han­deln“, er­klärt Dr. Lu­cas aus dem hes­si­schen Diet­zen­bach. „Es gibt ein pflanz­li­ches Arz­nei­mit­tel, das ähn­lich wirk­sam ist wie An­ti­bio­ti­ka, aber oh­ne Ne­ben­wir­kun­gen: die kon­zen­trier­ten Sen­f­ö­le aus Meer­ret­tich und Ka­pu­zi­ner­kres­se.“Der Trick die­ser kraft­vol­len Kräu­ter-Kom­bi:

Die Scharfstof­fe wer­den vom Kör­per gut auf­ge­nom­men, aber nicht ver­daut!

Statt­des­sen rei­chern sie sich genau da an, wo die In­fek­ti­on er­folgt – näm­lich in der Bla­se. Dort ent­fal­ten die hoch ef­fek­ti­ven In­halts­stof­fe nach­hal­tig ih­re Keim hem­men­de und Bak­te­ri­en ab­tö­ten­de Wir­kung. Der Uro­lo­ge: „Sen­f­ö­le schä­di­gen nicht wie An­ti­bio­ti­ka un­se­re Darm­flo­ra, da sie be­reits im Dünn­darm ins Blut über­ge­hen – den Dick­darm er­rei­chen sie gar nicht.“

Auch Sa­bi­ne pro­biert es mit der Kraft der Na­tur­me­di­zin. Der Arzt emp­fiehlt ihr, nach je­der „brenz­li­gen“Si­tua­ti­on für ei­ne An­ste­ckung, et­wa Schwimm­bad- und Sau­na­be­su­che – oder auch Ge­schlechts­ver­kehr –, vor­beu­gend ein paar Sen­f­öl­ta­blet­ten über den Tag ein­zu­neh­men. „Soll­ten aku­te Be­schwer­den auf­tre­ten, kann die Do­sis auf bis zu fünf­mal fünf Ta­blet­ten pro Tag er­höht wer­den.“

Ver­blüf­fend ein­fach und ver­blüf­fend ge­sund!

Bei Sa­bi­ne hat die grü­ne The­ra­pie auf An­hieb an­ge­schla­gen. Zu­dem trinkt sie seit dem Be­such bei Dr. Lu­cas viel mehr Was­ser und Schor­le als frü­her – min­des­tens zwei Li­ter am Tag. Das ist enorm wich­tig, um mög­li­che krank ma­chen­de Kei­me gleich wie­der aus dem Kör­per zu spü­len. „Mit nur klei­nen Än­de­run­gen im Le­bens­stil und der Sen­f­öl-Be­hand­lung ist das The­ma Harn­weg­sin­fekt für mich in­zwi­schen Ge­schich­te“, sagt Sa­bi­ne. „Ich bin wie­der ak­tiv, ge­he re­gel­mä­ßig wal­ken oder schwim­men – und abends end­lich wie­der aus. Ich füh­le mich ein­fach groß­ar­tig.“•

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