Was be­deu­tet uns der Weih­nachts­markt? … mit 50, 60, 70

Es glit­zert, es duf­tet, Klin­ge­ling al­ler­or­ten. Und wir? Ob mit 50, 60 oder 70 – wir schau­en mit stau­nen­den Kin­der­au­gen ins Weih­nachts­wun­der­land

Meins - - Inhalt - Re­bec­ca, 63

ich glau­be, ih­re größ­te Sor­ge war, ich könn­te ei­nes Tages dem Bei­spiel mei­ner Tan­te fol­gen und ei­nen Schau­stel­ler hei­ra­ten. Da­mit war sie ja das schwar­ze Schaf in un­se­rer Be­am­ten­fa­mi­lie. Und als mein On­kel starb, ha­ben al­le da­mit ge­rech­net, dass die ver­lo­re­ne Toch­ter heim­kehrt. Tat sie aber nicht. Ich glau­be, sie hat das Ge­schäft aus Trotz wei­ter­ge­führt. Weil mei­ne Mut­ter ih­rer klei­nen Schwes­ter nichts ab­schla­gen konn­te, durf­te ich in den Fe­ri­en mit, vor­aus­ge­setzt, die No­ten stimm­ten. Wenn ich heu­te auf den Weih­nachts­markt ge­he, ist das für mich ein biss­chen wie nach Hau­se kom­men, ob­wohl es et­was Glanz ver­lo­ren hat. Weil al­les kom­mer­zi­el­ler ist und man­ches an­ge­bo­ten wird, das da nicht hin­ge­hört. Aber wenn ich an all den duf­ten­den Sü­ßig­kei­ten vor­bei­ge­he und in ei­nen Krap­fen bei­ße, kommt die Er­in­ne­rung zu­rück, und dann füh­le ich mich wie­der wie ein Kind, das stau­nend in der Weih­nachts­welt steht und auf den Weih­nachts­mann war­tet.

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