Vit­amin d – Ener­gie­quel­le für al­le Sin­ne

War­um der Po­wer­stoff für un­se­re Ge­sund­heit so wich­tig ist – und wie wir un­se­re Spei­cher auf­fül­len kön­nen

Meins - - Inhalt - VON ALEX­AN­DRA SUHLING

Klar könn­ten wir zu­frie­den sein. Mit durch­schnitt­lich 175 Son­nen­stun­den im Win­ter kom­men wir hier­zu­lan­de im­mer­hin noch bes­ser weg als al­le un­se­re Nach­barn in den skan­di­na­vi­schen Län­dern. Den­noch sind rund zwei St­un­den Son­ne pro Tag – wenn sie denn mal scheint – zu we­nig, um op­ti­mal mit Vit­amin D ver­sorgt zu sein. Das kann zum Pro­blem wer­den, denn Vit­amin D spielt bei rund 6000 Stoff­wech­sel­pro­zes­sen im Kör­per ei­ne gro­ße Rol­le und ak­ti­viert Tau­sen­de Ge­ne. „Ei­ne un­zu­rei­chen­de Ver­sor­gung ist folg­lich ein Ri­si­ko­fak­tor für fast al­le Zi­vi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten“, mahnt der Münch­ner Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­ler Prof. Dr. Ni­co­lai Worm. Denn ei­gent­lich han­delt es sich bei dem Po­wer­stoff gar nicht um ein Vit­amin, son­dern um die Vor­stu­fe ei­nes Hor­mons, das un­ser Kör­per selbst her­stel­len kann: und zwar durch Son­nen­licht auf der Haut und ent­spre­chen­de Er­näh­rung!

Ex­per­ten sa­gen: Über 70 Pro­zent von uns lei­den an Vit­amin-DMan­gel.

Der Grund: Wir tan­ken selbst im Som­mer viel zu we­nig Son­ne. Und auch über ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung lässt sich die op­ti­ma­le Men­ge kaum er­rei­chen. „Da­für müss­ten wir täg­lich ki­lo­wei­se fet­ten See­fisch es­sen“, so Worm. Aber wo­her wis­sen wir, wie hoch un­ser „D-Fak­tor“im Kör­per ist? Das kann un­ser Haus­arzt durch ei­ne ein­fa­che Blut­ab­nah­me fest­stel­len. Die­se kos­tet uns zwi­schen 30 und 60 Eu­ro. Un­ser Wert soll­te idea­ler­wei­se bei et­wa 30 ng/ml lie­gen. Ist er dar­un­ter, soll­ten wir mit un­se­rem Arzt er­ör­tern, wie wir un­se­re Spei­cher mit Vit­amin-D-Prä­pa­ra­ten auf­fül­len kön­nen. Doch hier ge­hen die Mei­nun­gen über ge­naue Men­gen­an­ga­ben aus­ein­an­der: Wäh­rend die Deut­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung ei­ne Zu­fuhr von 800 I. E.* pro Tag für aus­rei­chend hält, rät Prof. Worm zu 1000–2500 I. E. pro Tag. Nur so er­zie­len wir sei­ner An­sicht nach ei­nen Wert, der das Ri­si­ko für Krank­hei­ten ein­dämmt.

Mul­ti­ta­lent Mi­ni­for­mat im Vit­amin D macht uns ge­sün­der und glück­li­cher! Im Win­ter fehlt uns nur lei­der die zur Va­tamin-D-Pro­duk­ti­on nö­ti­ge Son­ne. Da hel­fen wir eben ein biss­chen nach...

Star­ker Stoff Für sta­bi­le Kno­chen und Stim­mun­gen.

Na­tür­lich ist uns das Mul­ti­ta­lent längst auch als „Kno­chen­vit­amin“be­kannt! Es för­dert die Auf­nah­me von Kal­zi­um im Darm, wo­durch das Mi­ne­ral­salz zu den Kno­chen­zel­len ge­langt, die­se fes­tigt und uns vor Os­teo­po­ro­se schützt. Auch un­se­re Lau­ne wird von Vit­amin D be­ein­flusst! Stim­mungs­schwan­kun­gen, Mü­dig­keit und Leis­tungs­tiefs kön­nen Zei­chen ei­nes Man­gels sein. Und: Es re­gu­liert un­se­ren Blut­zu­cker­spie­gel. Des­we­gen gilt ei­ne aus­rei­chen­de Ver­sor­gung als wich­ti­ger Schutz­fak­tor vor Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen wie Dia­be­tes eben­so wie vor Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen! Denn laut Wis­sen­schaft­lern hält das Su­per­vit­amin die Ge­fäß­wän­de fle­xi­bel. So­gar die Hei­lungs­chan­cen bei Krebs stei­gen, wenn ge­nü­gend Vit­amin D zur Ver­fü­gung steht. Das konn­ten Ex­per­ten des Deut­schen Krebs­for­schungs­zen­trums (DKFZ) be­le­gen. •

EN­ER­GISCH

Gera­de im Win­ter lohnt es sich, je­den Son­nen­strahl ein­zu­fan­gen, um ak­tiv zu blei­ben

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