Was Gink­go mit De­menz zu tun hat

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D ie Angst vor dem Ver­ges­sen ist groß. Je­der zwei­te Deut­sche fürch­tet sich laut ei­ner ak­tu­el­len For­sa-Um­fra­ge vor ei­ner De­menz-Er­kran­kung. Gera­de bei An­ge­hö­ri­gen von Alz­hei­mer-Pa­ti­en­ten ist die­se Sor­ge al­les an­de­re als un­be­grün­det, be­stä­ti­gen Wis­sen­schaft­ler (s. In­ter­view). Die Pfle­ge ei­nes Fa­mi­li­en­mit­glieds be­deu­tet ei­ne enor­me Be­las­tung. Zur phy­si­schen und psy­chi­schen Über­for­de­rung kom­men meist noch der Ver­lust von Frei­zeit, we­ni­ger so­zia­le Kon­tak­te und fi­nan­zi­el­le Ein­bu­ßen. Mit enor­men Aus­wir­kun­gen: Ei­ne ak­tu­el­le Stu­die aus Ame­ri­ka zeigt, dass das Alz­hei­mer­ri­si­ko von Frau­en, die et­wa ih­ren an De­menz er­krank­ten Mann pfle­gen, um das Zwölf­fa­che er­höht ist. Be­treu­en Män­ner ih­re Part­ne­rin, steigt das Ri­si­ko um den Fak­tor drei. Bei Kin­dern spielt zu­sätz­lich die Ge­wiss­heit ei­ne Rol­le, dass die Er­kran­kung ver­erb­bar ist: Ver­wand­te ers­ten Gra­des von Alz­hei­mer-Pa­ti­en­ten tra­gen selbst ein vier­fach er­höh­tes Ri­si­ko für die­se Er­kran­kung. Da­zu kommt, dass durch die Sor­ge über den Ver­lust der geis­ti­gen Leis­tungs­fä­hig­keit selbst schon die Wahr­schein­lich­keit für die­se Krank­heit steigt.

Wie ein pflanz­li­ches Ex­trakt auch An­ge­hö­ri­gen hel­fen kann

In­for­ma­ti­on über die Er­kran­kung und ei­ne Un­ter­su­chung beim Arzt kön­nen die Angst neh­men. Was vie­le nicht wis­sen: De­menz ist zwar nicht heil­bar, aber es gibt gu­te The­ra­pie­mög­lich­kei­ten. Stu­di­en ha­ben nach­ge­wie­sen, dass die täg­li­che Ein­nah­me von 240 mg des Gink­go-Spe­zi­alex­trak­tes EGb 761 (ent­hal­ten in Te­bo­nin, Apo­the­ke) die geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit und die Be­wäl­ti­gung des täg­li­chen Le­bens ver­bes­sert. Mehr noch: Neue Un­ter­su­chun­gen zei­gen, dass nicht nur Er­krank­te von Gink­go-Prä­pa­ra­ten pro­fi­tie­ren. Son­dern Ex­per­ten emp­feh­len auch An­ge­hö­ri­gen, den Spe­zi­alex­trakt ein­zu­neh­men. Nach­weis­lich er­höht sich da­durch ihr Wohl­be­fin­den – und wirkt be­reits ge­rin­gen Leis­tungs­ein­bu­ßen ent­ge­gen.

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