Schnee­flöck­chen, Weiß­röck­chen …

Meins - - Mein Leben -

Dass uns die Welt so still und fried­lich er­scheint, wenn der Schnee rie­selt, ist kei­ne Ein­bil­dung. Son­dern ein phy­si­ka­li­sches phä­no­men: Schnee schluckt den Schall. Denn gro­ße Schnee­flo­cken ent­hal­ten bis zu 90 Pro­zent Luft, der Rest sind Eis­kris­tal­le. Wenn sie zu Bo­den sin­ken und zu ei­ner pu­sche­li­gen Schnee­de­cke ver­schmel­zen, bil­det sich ein La­by­rinth von Luft­kam­mern, in de­nen sich der Schall ver­liert. Be­ru­hi­gend wirkt die Schnee­de­cke auf uns auch, weil dar­un­ter al­les Stö­ren­de ver­schwin­det und wir den Ein­druck un­end­li­cher Wei­te ha­ben. Da­bei ist un­se­re wei­ße Win­ter­welt genau be­trach­tet ei­ne op­ti­sche Täu­schung: Schnee ist ei­gent­lich durch­sich­tig. Aber weil ein Teil des wei­ßen Son­nen­lichts von den Eis­kris­tal­len re­flek­tiert wird, se­hen wir Weiß.

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