Was be­deu­tet uns Schnee?

Lust auf Ski­fah­ren, Last mit dem Schnee­schip­pen, in sü­ßen Er­in­ne­run­gen schwel­gen: Er lässt nie­man­den kalt und macht uns meis­tens rich­tig glück­lich

Meins - - Inhalt -

… mit 50, 60, 70

Mit den eRs­ten Flo­cken Rie­selt das Glück ins HeRz

Wenn wir die ers­ten Frost­näch­te ha­ben und mor­gens Rau­reif wie zar­ter Pu­der­zu­cker auf Dä­chern und Ra­sen liegt und in der Son­ne glit­zert – ein­fach be­zau­bernd! Was ich aber be­son­ders lie­be, wenn es kalt wird und friert, ist das Licht. Ein hel­les, aber auch ir­gend­wie schüch­ter­nes Licht, in dem schon die Ah­nung von Weih­nach­ten leuch­tet. Und dann freue

ich mich auf den ers­ten Schnee. Wenn die al­ler­ers­ten Flo­cken des Jah­res fal­len, rie­seln klei­ne Glücks-Kicks in mein Herz, und ich spü­re ei­ne gig­geln­de Fröh­lich­keit in mir – egal, was sonst in mei­nem Le­ben ge­ra­de pas­siert. Dann könn­te ich mit dem Schnee tan­zen – be­son­ders wenn es ein rich­ti­ges

Ge­stö­ber ist. Als ich klein war, woll­te ich im­mer Schnee­flo­cken mit dem Mund fan­gen. Wenn mich kei­ner sieht, ver­su­che ich das heu­te auch manch­mal. Lei­der bleibt der Schnee ja nie lan­ge lie­gen, und wenn, ist er schnell grau und ver­matscht. Wir le­ben in der Stadt. Aber so­bald ich kann, fah­re ich hin­aus aufs Land. Da liegt die Welt dann wirk­lich wie in Wat­te ge­packt, und es herrscht ei­ne himm­li­sche Stil­le. Als sie klei­ner wa­ren, ha­be ich mei­ne Kin­der manch­mal frü­her aus der Schu­le ge­holt, wenn so viel Schnee lag, dass man ro­deln konn­te. Wir ha­ben die Schlit­ten ein­ge­packt und sind zu mei­nen El­tern ins Dorf ge­fah­ren. Und nach dem Ro­deln gab es Ka­kao und Äp­fel im Schlaf­rock vorm Ka­min. Das war un­se­re ge­stoh­le­ne Zeit, an die wir uns al­le gern er­in­nern. Mit den Kin­dern ha­be ich auch Ski­lau­fen ge­lernt – mit Mit­te 40! Erst ha­be ich mich nicht so ganz ge­traut. Aber es ist ein­fach herr­lich, so durch die wei­ße Win­ter­welt zu glei­ten. Und bis jetzt – toi, toi, toi – ha­be ich mir nichts ge­bro­chen! Für die­ses Jahr wün­sche ich mir mal wie­der wei­ße Weih­nach­ten, das macht das Fest so schön ro­man­tisch. Su­san­na, 52

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