Ma­ri­an­ne Koch:

Ma­ri­an­ne Koch, 85, ist Welt­star, Ärz­tin, Wer­be-Iko­ne, Mo­de­ra­to­rin – und ei­ne ganz tol­le Frau! Da­von durf­te sich un­se­re Au­to­rin Angi Brink­mann über­zeu­gen …

Meins - - Inhalt -

„Ich le­be je­den Tag be­wusst“

Wel­che Schön­heit ein Mensch aus­strah­len kann – in der Wär­me sei­nes Blicks, in der To­na­li­tät sei­ner sam­ti­gen Stim­me – das se­hen wir an Dr. Ma­ri­an­ne Koch. 85 Jah­re ist die­se groß­ar­ti­ge Frau im Som­mer ge­wor­den, und hät­te ich die Schau­spie­le­rin nicht schon als Kind als Hol­ly­wood-Star im Fern­se­hen er­lebt, wür­de sie ihr das Al­ter nicht glau­ben! Da­bei könn­te Ma­ri­an­ne Kochs Le­bens­lauf fünf Le­ben fül­len! Ein Ge­spräch übers Bü­cher­schrei­ben, kal­te Du­schen und die Lust am Le­ben.

MEINS: Sie wa­ren ei­ne welt­be­rühm­te Schau­spie­le­rin, ha­ben mit le­gen­dä­ren Film­part­nern wie Gre­go­ry Peck und Cl­int East­wood ge­spielt. Se­hen Sie sich die Fil­me manch­mal noch an?

Ma­ri­an­ne Koch: Nie. Mei­ne Film­zeit ist ein Teil mei­ner Bio­gra­fie, und si­cher war es ei­ne in­ter­es­san­te Zeit, in der ich viel von der Welt ge­se­hen und auch mit tol­len Leu­ten ge­ar­bei­tet ha­be. An die­se Zeit ha­be ich aber emo­tio­nal nur ei­ne ziem­lich va­ge Er­in­ne­rung be­hal­ten. Was da­nach kam, war viel wich­ti­ger.

MEINS: Was hat Sie be­wo­gen, dem Film­busi­ness den Rü­cken zu keh­ren? Als Sie Ihr Me­di­zinex­amen mach­ten, wa­ren Sie sen­sa­tio­nel­le 42 Jah­re alt … Ma­ri­an­ne Koch: Sie spie­len jetzt auf die grund­sätz­li­che Än­de- rung in mei­nem Le­ben an. Ich ha­be im Al­ter von 17 Jah­ren mit dem Me­di­zin­stu­di­um be­gon­nen und woll­te nie et­was an­de­res als Ärz­tin wer­den. So wuss­te ich auch wäh­rend mei­ner gan­zen Film­zeit, dass ich ei­nes Ta­ges wie­der zur Me­di­zin zu­rück­ge­hen wür­de. Das ha­be ich dann nach 20 Jah­ren end­lich auch ge­tan.

MEINS: Seit 2001 wird im Baye­ri­schen Rund­funk Ih­re Sen­dung „Ge­sund­heits­ge­spräch“aus­ge­strahlt – und das je­den Sams­tag live …

Ma­ri­an­ne Koch: Die Sen­dung kann we­gen der An­ru­fer nur live sein. Das er­höht zwar die in­ne­re An­span­nung, aber mir ist das viel lie­ber als ei­ne Sen­dung, an der man hin­ter­her schnei­den kann. Es ist wie frü­her in mei­ner Pra­xis: ein di­rek­ter Kon­takt mit den Leu­ten.

MEINS: Nach Ru­he­stand müs­sen wir Sie wohl nicht fra­gen? Ma­ri­an­ne Koch: Nein, müs­sen Sie nicht. Ich re­cher­chie­re die Sen­dun­gen selbst, ma­che die The­men­lis­ten, le­se je­de Men­ge me­di­zi­ni­sche Fach­zeit­schrif­ten und Ar­ti­kel in de­ren On­li­ne-Ar­chi­ven. Ge­ra­de ist auch mein neu­es Buch, „Das Vor­sor­ge-Buch“, er­schie­nen, mit vie­len Rat­schlä­gen, wie man Kör­per und See­le ge­sund er­hält. Al­so: Es wird mir nicht lang­wei­lig.

MEINS: Sie re­cher­chie­ren on­li­ne. Nut­zen Sie das In­ter­net auch pri­vat?

Ma­ri­an­ne Koch: Nein, nie. Mir ist ein Buch noch im­mer sehr viel lie­ber. Aber ich schät­ze es als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel und schrei­be gern E-Mails.

MEINS: Sie se­hen mit 85 fan­tas­tisch aus. Was tun Sie für sich?

Ma­ri­an­ne Koch: Dan­ke schön! Ich be­we­ge mich viel. Trepp­auf, trepp­ab und auf lan­gen Spa­zier­gän­gen mit mei­nem Hund. Mor­gens heiß und kalt du­schen – min­des­tens ei­ne Mi­nu­te eis­kalt – das ist gut fürs Im­mun­sys­tem. Ich war au­ßer­dem im­mer sport­lich: Ski­fah­ren, Ten­nis, Schwim­men. Da­von pro­fi­tie­ren die Mus­keln heu­te.

MEINS: Sie ach­ten si­cher auch sehr auf Ih­re Er­näh­rung …

Ma­ri­an­ne Koch: Ich ha­be Glück: Ich lie­be die ge­sun­de Mit­tel­meer-Kü­che. Und ich hal­te ab­so­lut nichts von

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