Ge­ne­ra­ti­on Wow!

Und nicht nur zur Weih­nachts­zeit … Die­se la­dys kämp­fen das gan­ze Jahr für ei­ne bes­se­re Welt. Und set­zen sich auf ganz un­ter­schied­li­che Wei­se für das Glück an­de­rer ein

Meins - - Inhalt - VON JA­NA PE­TRY

Son­ja Ziet­low, 48 Lie­be auf vier Pfo­ten

Im TV ist die Mo­de­ra­to­rin für ih­re spit­ze Zun­ge be­kannt, pri­vat da­ge­gen ist sie voll Em­pa­thie. Seit Jah­ren en­ga­giert sie sich für die Ret­tung von Stra­ßen­hun­den auf Mallor­ca und sucht für ver­wahr­los­te Vier­bei­ner ein wohl­be­hü­te­tes neu­es Zu­hau­se in Deutsch­land. Von klein auf ha­ben Hun­de es ihr an­ge­tan: „Egal, wie viel Geld du be­sitzt: Ein hund macht dich reich! Er trös­tet und ver­steht dich.“

Na­na Mouskou­ri, 82 die Ein­fühl­sa­me Ei­gent­lich ist die Sän­ge­rin („Wei­ße Ro­sen aus At­hen“) für ih­re Stim­me be­kannt, saß aber auch schon im EU-Par­la­ment für ih­re Hei­mat Grie­chen­land. Am lau­tes­ten schlägt das Herz der UNICEF-Bot­schaf­te­rin je­doch für die Schwächs­ten: „Ich ver­su­che, die Din­ge im­mer aus den Au­gen ei­nes Kin­des zu se­hen.“

Ma­ri­el­la Ah­rens, 47 hier bin ich da­heim!

Im Al­ter ein­sam sein? Da­vor ha­ben vie­le Angst. Des­halb hat die Schau­spie­le­rin 2005 den Ver­ein „le­bens­herbst“ge­grün­det und schenkt Se­nio­ren ein Zu­hau­se. Die zwei­fa­che Mut­ter ist bei den Groß­el­tern auf­ge­wach­sen, fühlt sich der äl­tes­ten Ge­ne­ra­ti­on tief ver­bun­den. „das wich­tigs­te ist, dass wir sie im heim nicht ver­ges­sen“, be­schreibt sie die Idee da­hin­ter.

An­ke En­gel­ke, 50 Je­de hil­fe zählt! Das Bild trifft di­rekt ins Herz – und drückt aus, wo der Come­dy­star mit dem Me­di­ka­men­ten­hilfs­werk „Ac­tion Me­de­or“an­setzt: vor Ort in Afri­ka, Latein­ame­ri­ka, Asi­en. „Wer da nicht heult, hat was miss­ver­stan­den!“Dan­ke, An­ke! Ulrike Fol­kerts, 55 al­ler­hand zu tun

Ih­re Ma­ma hat der „Tat­ort“-Kom­mis­sa­rin ver­mit­telt, sich für an­de­re stark­zu­ma­chen. Das setzt sie heu­te auf vie­len We­gen um, en­ga­giert sich für Men­schen mit Down-Syn­drom, so­zi­al schwa­che Kin­der oder das Ver­bot von land­mi­nen. „Es lohnt sich im­mer, für Ge­rech­tig­keit zu kämp­fen. für sich selbst und für an­de­re!“Da­für gab’s auch das Bun­des­ver­dienst­kreuz. Bra­vo!

Ge­si­ne Cu­krow­ski, 48 Er­satz-Ma­ma

Das TV-Ge­sicht hat im­mer ein of­fe­nes Ohr, wenn das Ber­li­ner Not­fall­te­le­fon von „Fin­del­ba­by“klin­gelt, rennt selbst in die nächs­te Frau­en­kli­nik, um zu hel­fen. Das Pro­jekt un­ter­stützt Frau­en, die sich den Auf­ga­ben des Mut­ter­da­seins nicht ge­wach­sen füh­len. Ge­si­ne weiß, was es heißt, Ma­ma zu sein: Sie hat selbst ei­ne Toch­ter (li­na, 15) und zwei Pfle­ge­kin­der. Denn nach dem Tod der Schau­spiel­kol­le­gen Ul­rich Mü­he († 2007) und Su­san­ne lothar († 2012) nah­men sie und ihr Mann Micha­el erst So­phie, 23 (Fo­to), spä­ter Ja­cob, 18, auf. So sieht Patch­work-lie­be aus!

Christl Bre­mer, 72 Gib nicht auf!

Das le­bens­werk der ehe­ma­li­gen FDP-Po­li­ti­ke­rin (l.) grün­det auf ih­rem ei­ge­nen Schick­sal: Vor 55 Jah­ren stel­len Ärz­te ei­nen Tu­mor fest, Hil­fe gibt es da­mals kaum. „Krebs trifft im­mer mit­ten ins Le­ben“, weiß die Ham­bur­ge­rin. Sie möch­te Be­trof­fe­nen und An­ge­hö­ri­gen die Un­ter­stüt­zung ge­ben, die sie nicht hat­te, und rief 1989 die Stif­tung „phö­nikks“ins le­ben.

IhR Le­ben zu veR­bes­sern waR gaR nicht so ein­fach!

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