Die Kunst der Er­in­ne­rung

Meins - - Mein Leben -

Am En­de des Jah­res häu­fen sich die Rück­bli­cke, nicht nur in den Me­di­en. Auch ganz per­sön­lich zie­hen wir Bi­lanz. Was ha­ben wir ge­schafft, was woll­ten wir schaf­fen? Zu­rück­zu­bli­cken ist das be­wuss­te Her­bei­ru­fen von Er­in­ne­rung, im Ge­gen­satz zu den As­so­zia­tio­nen, die zum Bei­spiel ein Duft aus­lö­sen kann. Bei­des ist aber im­mer Noch-ma­ler­le­beN in an­de­rer Form – und zwangs­läu­fig mit Emo­ti­on ver­bun­den. Es tut uns gut, wenn wir auf freu­di­ge Er­leb­nis­se und gro­ße Ge­füh­le schau­en. Uns Er­fol­ge klar­ma­chen. Und: Es hilft uns, Din­ge ab­zu­ha­ken und los­zu­las­sen, die viel­leicht nicht gut oder gar nicht ge­lau­fen sind, um Neu­es in An­griff zu neh­men. Schlecht ist, wenn wir an der Ver­gan­gen­heit kle­ben blei­ben und sie uns hin­dert, un­ser Po­ten­zi­al zu ent­fal­ten. Weil wir in der Er­in­ne­rung ver­klä­ren und uns Pa­ra­dies­gärt­chen schaf­fen, die wir nicht wirk­lich ver­las­sen wol­len.

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