Son­nen­gruß mit Mee­res­rau­schen

Zwei Freun­din­nen rol­len ih­re Mat­ten für Fas­zi­en-Trai­ning und sanf­tes Yo­ga auf Fu­er­teven­tura aus. Die per­fek­te Er­gän­zung da­zu: lan­ge Strand­spa­zier­gän­ge

Meins - - Reise-Extra -

Reckt eu­re Hän­de gen Son­ne und ba­det in Licht“, sagt Trai­ne­rin Ka­trin. „Fühlt ihr bei der Vor­beu­ge, wie eu­er Rü­cken wei­cher wird?“Wir spü­ren in uns hin­ein – und füh­len uns erst mal ein­fach nur wohl. Denn wir ste­hen bar­fuß auf ei­nem Sport­deck mit Son­nen­dach und bli­cken auf das End­los-Blau des At­lan­tiks. Ei­ne leich­te Bri­se weht vom Meer her­über und strei­chelt un­se­re Haut. Gleich nach der Yo­ga­stun­de war­tet das Früh­stücks­buf­fet auf uns. Cap­puc­ci­no, Crois­sants, ein grü­ner Smoot­hie und fri­sche Früch­te.

Raus aus dem All­tag

Uns aus Job, Haus­halt, Fa­mi­lie aus­zu­klin­ken und et­was für un­se­ren Kör­per zu tun hat­ten mei­ne Freun­din An­ge­la und ich uns schon län­ger vor­ge­nom­men. Ab Mit­te 40 muss man ja stän­dig ge­gen die Schwer­kraft an­kämp­fen. „Sie ha­ben zu viel auf den Schul­tern, da­her kom­men ih­re Ver­här­tun­gen im Rü­cken“, hat­te mei­ne Ärz­tin au­ßer­dem ge­sagt. Yo­ga hilft mir, das wuss­te ich. Aber bit­te nicht in ei­nem ol­len Stu­dio, son­dern drau­ßen. In sam­ti­ger Som­mer­luft son­nen­grüßt es sich doch gleich viel bes­ser! Des­halb ha­ben wir uns den „Al­dia­na Fu­er­teven­tura“aus­ge­sucht, ei­ne Club­an­la­ge mit ent­spann­tem Fit­ness-Pro­gramm. Auf den Ka­na­ren ist es das gan­ze Jahr über an­ge­nehm warm, auch im Win­ter.

Sport oder Strand?

Wir stu­die­ren den Kurs­plan und ent­schei­den uns für Fas­zi­en-Trai­ning bei Gu­drun. „Un­se­re Mus­kel­strän­ge sind von ei­ner dün­nen Bin­de­ge­webs­schicht um­ge­ben, den Fas­zi­en“, er­klärt Gu­drun uns. „Wenn wir sie lo­ckern, wer­den un­se­re Mus­keln leis­tungs­fä­hi­ger.“Klingt gut. Straf­fe­re Mus­keln, in­dem man auf ei­ner fes­ten, leich­ten Rol­le (Black­roll) her­um­rollt? Da sind wir da­bei! Die Mu­sik ist sanft, das Meer rauscht lei­se – hach, kann Sport schön sein. Ich spü­re, dass ich mich hier auf et­was Neu­es ein­las­sen kann, mein Kör­per fle­xi­bler, auf­rech­ter wird. An­ge­la geht es ähn­lich.

Ab in die Bran­dung

Jetzt ha­ben wir uns das Bad im Meer aber wirk­lich ver­dient. Das Was­ser ist frisch, nicht so warm wie im Mit­tel­meer. Aber es leuch­tet, als wol­le es der Ka­ri­bik Kon­kur­renz ma­chen. Und die­se Bran­dung! Herr­lich, wie sie un­se­ren Kör­per um­spru­delt. Das ist ja wie ei­ne kos­ten­lo­se Tha­l­as­soAn­wen­dung. Um uns auf­zu­wär­men, spa­zie­ren wir ein­fach los. Ki­lo­me­ter­lang zieht sich der Jan­día Pla­ya bis nach Mor­ro Ja­ble. Wir lau­fen und re­den, wäh­rend die Bran­dung um un­se­re Wa­den spru­delt. Im­mer wei­ter, im­mer mehr. Ir­gend­wann dre­hen wir uns um und stau­nen, wie weit wir ge­kom­men sind. „War das jetzt auch Sport?“, fragt An­ge­la. „Klar“, ant­wor­te ich, „das ist Beach Wal­king.“Ge­fällt uns gut, die­se Kom­bi. Ma­chen wir mor­gen wie­der.

LAU­FEN UND PLAU­DERN Der Strand von Jan­día ist so lang, dass wir end­lich al­les be­quat­schen kön­nen IM­MER FLE­XI­BEL BLEI­BEN Au­to­rin Bet­ti­na Lau­de (l.) mit Freun­din An­ge­la beim Deh­nen

SCHAF­FEN WIR

DAS? Ein­mal um den Leuchtturm bis nach Mor­ro Ja­ble: Das ist un­se­re Wal­king-Tour

BE­LOH­NUNG Fisch und klei­ne ka­na­ri­sche Kar­tof­feln ge­hen im­mer

AUS­LAUF Auf der Pro­me­na­de könn­te man auch jog­gen. Wol­len wir aber nicht

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