Traum er­füllt

„Auch als Sing­le darf man sich Träu­me er­fül­len!“, fin­det Fo­to-Re­dak­teu­rin Ines Lau­fer. Und hat auf La Di­gue ihr (be­zahl­ba­res!) Pa­ra­dies ge­fun­den

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Au­to­rin (und Sing­le) Ines Lau­fer tauch­te auf den Sey­chel­len ab

Mit High­speed tanzt der Ka­ta­ma­ran über die Wel­len des In­di­schen Oze­ans. Ich ste­he an Deck und las­se mir vom Fahrt­wind die Haa­re zer­zau­sen. Ei­ne gu­te St­un­de dau­ert die Über­fahrt von Mahé, der größ­ten Sey­chel­len-In­sel, zur klei­nen Schwes­ter La Di­gue. Als das Boot den Ha­fen des Städt­chens La Pas­se er­reicht, hüpft mein Herz vor Freu­de, denn zehn Ta­ge im Pa­ra­dies lie­gen vor mir.

Die klei­ne In­sel emp­fängt mich wie ei­ne freund­li­che Mam­ma. Die 29 Grad war­me Luft strei­chelt mei­ne Haut. Die leuch­ten­den Far­ben von Blü­ten, Meer und Dschun­gel mei­ne See­le. Es gibt hier nur ei­ne Hand­voll Au­tos, an­sons­ten Fahr­rä­der – ei­ne ein­zi­ge san­di­ge Stra­ße führt mit­ten durch das In­sel­chen. Sie wirkt wie die Yel­low Brick Road aus „Der Zau­be­rer von Oz“. Wenn man auf ihr ent­lang­läuft oder ra­delt, wer­den Träu­me wahr …

Ich fah­re mit ei­nem Ta­xi in mein Ho­tel – hin­ter den vor­ge­la­ger­ten In­sel­chen geht die Son­ne un­ter und taucht Meer und Him­mel in flam­men­des Rot. Ach, ich bin jetzt schon hoff­nungs­los ver­liebt in die­ses Fleck­chen Er­de. Apro­pos ver­liebt: La Di­gue ist ei­nes der be­lieb­tes­ten Flit­ter­wo­chen-Zie­le über­haupt. Und ich wer­de er­le­ben, wie reiz­voll es ist, hier ein­fach mal al­lein zu sein. Mein klei­nes, fei­nes „Ho­tel Pa­ta­tran Vil­la­ge“liegt oben im Nor­den. Di­rekt am mär­chen­haf­ten Strand An­se Pa­ta­tes. Die hin­rei­ßen­de Ho­tel-Che­fin Lin­dy be­grüßt mich herz­lich, als wür­den wir uns seit Jah­ren ken­nen. „Bon­soir, wie geht es?“Wun­der­bar geht es mir. Erst recht, als ich mein Zim­mer be­zie­he. Der Blick? Zum Nie­der­kni­en. Vor mir leuch­tet der Pool, da­hin­ter schim­mern die Gra­nit­fel­sen – und

tür­kis­blau das Meer. We­nig spä­ter sit­ze ich im ge­müt­li­chen Ho­tel­re­stau­rant, es­se le­cke­res kreo­li­sches Cur­ry, lau­sche den Wel­len. Und be­grei­fe: Voll­kom­me­nes Glück kann man auch al­lein ge­nie­ßen.

Am nächs­ten Tag schwin­ge ich mich aufs Rad, das ich für 6 Eu­ro im Ho­tel lei­he. Fast je­der ist auf der 3 km brei­ten und 5 km lan­gen In­sel auf zwei Rä­dern un­ter­wegs. Ent­schleu­ni­gung pur. Ich rad­le zur An­se Sour­ce d’Ar­gent – mehr­fach zum schöns­ten Strand der Welt ge­kürt. Au­ßer ein paar zwit­schern­den Vö­geln, dem Mee­res­rau­schen und dem Sur­ren der Rä­der hört man nichts. Als ich den Strand be­tre­te, ist es, als wür­de ich auf ein Film­set stap­fen. Al­les sieht aus wie von Hol­ly­wood fo­to­gen hin­ge­wür­felt! Die tür­kis schim­mern­de La­gu­ne wird von rie­si­gen Gra­nit­fel­sen ge­säumt, der Sand leuch­tet schnee­weiß, die Ru­he um­fließt mich wie ei­ne Well­nes­sBe­hand­lung. Aus ei­ner Ko­kos­nuss schlür­fend las­se ich al­les auf mich wir­ken. Die Yel­low Brick Road hat mei­nen Traum wahr wer­den las­sen …

In den nächs­ten Ta­gen las­se ich mich trei­ben – von ei­nem Traum­strand zum nächs­ten, bumm­le durch La Pas­se. Oder ver­brin­ge ei­nen gan­zen Tag mit sü­ßem Nichts­tun. Ha­be ich da­bei je­man­den nä­her ken­nen­ge­lernt? Ja, mich selbst. Das fin­de ich wun­der­bar und be­schlie­ße: Es wird wei­te­re Rei­sen ge­ben – al­lein ins Pa­ra­dies. •

Al­lein ins PaR adies? Na klaR !

Ko­Kos­nuss mIt schuss Herr­lich, wenn man die le­cke­ren Rum­cock­tails aus Ko­kos­nüs­sen schlür­fen kann!

Bett am Beach Et­was Schat­ten, herr­lich weich … Un­ter dem Dach der ge­müt­li­chen Ca­ba­na kann Ines es gut aus­hal­ten …

REIN INS NaSS Nach ei­ner aus­gie­bi­gen Ra­del-Tour heißt es ab­tau­chen. Lau­schig, der klei­ne Pool im Gar­ten. Ach, hier könn­te ich für im­mer blei­ben …

EI­gE­NES REICH Auf der Ter­ras­se die lau­en Aben­de ver­brin­gen. Mehr geht nicht

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