Ryan Reynolds: „Seit ich Pa­pa bin, muss ich stän­dig heu­len“

Er sieht gut aus, hat ei­nen tol­len Hu­mor. Aber was uns noch mehr fas­zi­niert: Ryan Reynolds, 40, ist ein Mann mit ganz viel Ge­fühl …

Meins - - Inhalt - VON RACHEL KASUCH

Beim An­blick die­ser ver­schmitz­ten brau­nen Au­gen wer­de ich schwach! Puh, was für ein smar­ter Typ, den­ke ich, als Ryan Reynolds, 40, auf mich zu­kommt und mir fest die Hand drückt. Zu­sam­men mit sei­ner Frau, der Schau­spie­le­rin Bla­ke Li­vely, 29, und den sü­ßen Töch­tern Ja­mes, 2, und Ines, vier Mo­na­te, ge­ben sie ei­ne per­fek­te Bil­der­buch-Fa­mi­lie ab. Der Hol­ly­wood-Star er­zählt uns im MEINS-In­ter­view, was er über sei­ne Kar­rie­re denkt und wie sei­ne Kin­der ihn ver­än­dert ha­ben. MEINS: Ich gra­tu­lie­re zur zwei­ten Toch­ter. Ha­ben Sie sich im­mer Mäd­chen ge­wünscht? Ryan Reynolds: Un­be­dingt! Mein Va­ter war sehr streng, trotz­dem ha­ben mei­ne drei äl­te­ren Brü­der und ich

un­ser Haus völ­lig auf den Kopf ge­stellt. Das bleibt mir hof­fent­lich er­spart! MEINS: Was ist Ihr Lie­bes-Re­zept? Ryan Reynolds: Ich glau­be, wir ha­ben al­le Hö­hen und Tie­fen in un­se­ren Be­zie­hun­gen. Doch die Tie­fen ge­mein­sam durch­zu­ste­hen macht uns als Part­ner nur stär­ker. MEINS: Wür­den Sie sa­gen, dass Ruhm süch­tig macht? Ryan Reynolds: Ganz im Ge­gen­teil. Und zu Hau­se muss ich trotz­dem spü­len und den Müll raus­brin­gen (lacht). MEINS: Wie ha­ben Ih­re El­tern re­agiert, als Sie sag­ten, dass Sie Schau­spie­ler wer­den wol­len?

Ryan Reynolds: Mein Va­ter ist Po­li­zist wie mein Bru­der. Si­cher hat­te er auch von mir er­war­tet, die­sen Weg ein­zu­schla­gen. Ich war 17 Jah­re, als ich ver­kün­de­te, dass ich Schau­spie­ler wer­den woll­te. Mein Va­ter schau­te mich an, als er­zähl­te ich ihm, dass ich mich

spon­tan ei­ner Ge­schlechts­um­wand­lung un­ter­zie­hen woll­te (lacht). MEINS: Und jetzt? Ryan Reynolds: Na ja, jetzt hat er ver­stan­den, dass es ein ech­ter Job, ei­ne gu­te Kar­rie­re und har­te Ar­beit ist. MEINS: Was ist für Sie das Bes­te, das Sie aus der Schau­spie­le­rei ge­lernt ha­ben?

Ryan Reynolds: Ein­füh­lungs­ver­mö­gen – ganz klar. Ich bin als Schau­spie­ler stän­dig da­mit kon­fron­tiert, wie ein an­de­rer Mensch fühlt, was er denkt, wie er dar­auf­hin han­delt – und das über­trägt sich na­tür­lich auch auf mein pri­va­tes Le­ben. MEINS: Wenn Sie die Welt ret­ten könn­ten, was wür­den Sie ma­chen? Ryan Reynolds: Ich wür­de Ener­gie­quel­len er­fin­den. Er­neu­er­ba­re Ener­gie­quel­len. Das wä­re et­was, was das Le­ben der Men­schen auf der gan­zen Welt ver­än­dern wür­de.

Ich fin­de, der Duft ei­nes Men­schen ist wich­ti­ger als sei­ne Klei­dung

meinS: was ist ih­nen als mann wich­ti­ger: Duft oder Klei­dung? Ryan Reynolds: Ich fin­de, der Ge­ruch ei­nes Men­schen macht mehr aus als Klei­dung. Wie je­mand duf­tet, bleibt län­ger in Er­in­ne­rung als ein Hemd, das er ge­tra­gen hat. Für mich ist ein Par­füm et­was sehr Per­sön­li­ches. Wenn ich ei­nes ge­schenkt be­kom­me, weiß ich, die­se Per­son hält viel von mir. meinS: aber ein gu­ter an­zug ist ih­nen si­cher­lich auch wich­tig, oder?

Ryan Reynolds: Für mich ist es wich­tig, ei­nen maß­ge­schnei­der­ten An­zug zu ha­ben. Er soll­te ge­nau so ge­schnei­dert sein, dass er dem Kör­per an­ge­passt ist. Den Vor­teil, den wir Män­ner ha­ben, ist, dass wir den glei­chen An­zug im­mer wie­der tra­gen kön­nen, nur mit an­de­ren Hem­den und Kra­wat­ten. meinS: Wie hal­ten Sie sich fit? Ryan Reynolds: Wenn ich mei­nen Kör­per nicht be­we­ge, wer­de ich de­pres­siv. Manch­mal reicht auch schon, ein­fach nur ein biss­chen spa­zie­ren zu ge­hen. Doch manch­mal brau­che ich ein Ziel, wie zum Bei­spiel für ei­nen Ma­ra­thon zu trai­nie­ren.

meinS: wenn Sie ei­nes ta­ges an der him­mels­pfor­te an­klop­fen, was könn­te auf ih­rer ne­ga­tiv­lis­te ste­hen?

Ryan Reynolds: Als Zehn­jäh­ri­ger war ich ein rich­ti­ger Fle­gel. An Hal­lo­ween steck­te ich Knall­kör­per in die Brief­käs­ten un­se­rer Nach­barn. Vor mir war nichts si­cher. Ich ha­be wirk­lich al­les an­ge­stellt, was mög­lich war. Mei­ne ar­men El­tern … Ich hat­te rich­tig Angst, dass ich al­les zu­rück­be­kom­me, als Ja­mes vor zwei Jah­ren zur Welt kam. Al­so wenn es wirk­lich so weit kom­men soll­te und ich am jüngs­ten Tag für mei­ne „Ver­bre­chen“be­straft wer­de, glau­be ich, ist die Lis­te mei­ner Straf­ta­ten ziem­lich lang (lacht). meinS: wie hat die ge­burt ih­rer Kin­der Sie ver­än­dert? Ryan Reynolds: Seit­dem un­se­re äl­te­re Toch­ter Ja­mes im De­zem­ber 2014 zur Welt kam, bin ich vol­ler Emo­tio­nen. Ich wer­de von ih­nen so über­wäl­tigt, dass mir die Trä­nen kom­men. Seit­dem tra­ge ich im­mer Ta­schen­tü­cher bei mir (lacht). meinS: was ist ihr mot­to? Ryan Reynolds: Nimm das Le­ben nicht so schwer, denn le­bend kommst du eh nicht raus. •

SMART Ryan Reynolds ist stets gut ge­klei­det, legt Wert auf maß­ge­schnei­der­te An­zü­ge

SüSSE FA­MI­LIE Der Schau­spie­ler mit Ehe­frau Bla­ke Li­vely und den Töch­tern Ja­mes und Ines (r.)

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