Die wich­tigs­ten Ur­tei­le zum Er­brecht

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Ko­pi­en von Tes­ta­men­ten kön­nen wirk­sam sein Ei­ne Frau konn­te nach dem Tod ih­res Man­nes nur ei­ne Fo­to­ko­pie des ge­mein­schaft­li­chen Tes­ta­ments vor­le­gen. Der vom Er­be aus­ge­schlos­se­ne Sohn re­bel­lier­te, auch mit der Be­grün­dung, dass die Un­ter­schrift sei­nes Va­ters ge­fälscht sei. Nach ei­ner ei­des­statt­li­chen Er­klä­rung und der Ex­per­ti­se ei­nes Sach­ver­stän­di­gen, der die Un­ter­schrift prüf­te, wur­de die Ko­pie vom Nach­lass­ge­richt an­er­kannt. OLG Karlsruhe – Be­schluss vom 8.10.2015 – 11 Wx 78/14

Ein ge­mein­schaft­li­ches Tes­ta­ment kann nicht von der Ehe­frau an­ge­foch­ten wer­den Ein Ehe­paar setz­te zwei zeit­lich ver­setz­te und in­halt­lich un­ter­schied­li­che Tes­ta­men­te auf. Nach dem Tod des Man­nes focht sei­ne Frau, die Mit­ver­fas­se­rin der Tes­ta­men­te war, bei­de an und be­an­trag­te beim Nach­lass­ge­richt ei­nen ab­ge­än­der­ten Erb­schein. Ab­ge­lehnt. Be­grün­dung: Ein ge­mein­schaft­li­ches Tes­ta­ment kön­ne nicht vom Ehe­gat­ten, son­dern al­len­falls von z. B. ver­se­hent­lich über­gan­ge­nen Pflicht­teils­be­rech­tig­ten an­ge­foch­ten wer­den. OLG Mün­chen – Be­schluss vom 10.2.2015 – 31 Wx 427/14

Je­mand, der den größ­ten Teil ei­nes Ver­mö­gens erbt, ist nicht au­to­ma­tisch der Al­lein­er­be Ei­ne Frau ver­erb­te ih­rer Nich­te ih­re Woh­nung. Da­ne­ben hat­te die Frau noch wei­te­re Ver­mö­gens­wer­te wie Bank­gut­ha­ben, die ge­rin­ger wa­ren als der Woh­nungs­wert. Die Nich­te be­an­trag­te ei­nen Erb­schein, der sie als Al­lein­er­bin aus­zeich­ne­te. Dem wi­der­sprach der Bru­der der Erb­las­se­rin. Die Nich­te ha­be le­dig­lich die Woh­nung ge­erbt. Das OLG stimm­te zu: Ei­ne im Tes­ta­ment be­zeich­ne­te Er­bin müs­se nicht au­to­ma­tisch al­lei­ni­ge Er­bin sein. OLG Schles­wig – Be­schluss vom 7.8.2015 – 3 Wx 61/15

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