Pier­ce Bros­nan

Pier­ce Bros­nan, 63, ist auch im ech­ten Le­ben char­mant, wit­zig und at­trak­tiv! Und seit 23 Jah­ren hap­py mit sei­ner Kee­ly. Wir Glücks­pil­ze tra­fen ihn!

Meins - - Inhalt - VON R. KASUCH

Ein Mann mit der Li­zenz zum Ver­zau­bern

Ob­wohl der Hol­ly­woo­ds­tar längst be­wie­sen hat, dass er auch ro­man­ti­sche Lieb­ha­ber und le­bens­mü­de Me­lan­cho­li­ker spie­len kann und selbst im Glit­zer­an­zug („Mam­ma Mia“) ei­ne gu­te Fi­gur macht, bleibt er im­mer der le­gen­dä­re Bond. Tat­säch­lich hat ihm 007 ei­ni­ges mit ins Le­ben ge­ge­ben, wie er uns ge­steht. Au­ßer­dem er­zählt er, was ihm Ruhm und Äl­ter­wer­den be­deu­ten und was wirk­lich zählt im Le­ben.

mEINS: Egal, wel­che rol­len Sie spie­len, Sie wir­ken voll­kom­men re­la­xed.

Pier­ce Bros­nan: Na ja, wenn ich das jetzt noch nicht könn­te (lacht). Ich bin mein Le­ben lang Schau­spie­ler und ha­be mit Ja­mes Bond be­reits vier­mal die Welt ge­ret­tet (lacht). Da­bei ha­be ich ge­nug Er­fah­rung ge­sam­melt, um mich wohl in mei­ner Haut zu füh­len. Das ist das bes­te Ge­schenk, das je­mand be­kom­men kann. Oh­ne Bond wür­de es vie­les nicht ge­ben.

mEINS: apro­pos Ja­mes Bond, steckt er noch in Ih­nen? Pier­ce Bros­nan: Ich wer­de für im­mer ein Bond sein. Wir sind ei­ne klei­ne Grup­pe von Män­nern, die die­se Rol­le spie­len durf­ten. Kürz­lich sag­te mal je­mand, dass es mehr Män­ner ge­schafft ha­ben, auf dem Mond zu ge­hen, als Bond zu spie­len. In­ter­es­sant, nicht? mEINS: Was ha­ben Sie mit ihm ge­mein­sam? Pier­ce Bros­nan: Tol­le An­zü­ge, ein schö­nes Au­to, ein paar ex­qui­si­te Uh­ren (grinst). mEINS: Sie sind im­mer ele­gant … Pier­ce Bros­nan: Ich lie­be schö­ne Klei­dung. Viel­leicht ha­be ich mich von frü­he­ren Zei­ten be­ein­flus­sen las­sen, von den Schau­spie­lern der al­ten Gar­de. Ich ha­be vie­le Fil­me aus der Zeit ge­se­hen, da will man so cool wie die Hel­den von da­mals sein (lacht). mEINS: Wie ha­ben Sie es ei­gent­lich da­mals in Hol­ly­wood ge­schafft?

Pier­ce Bros­nan: Ich be­en­de­te 1976 die Schau­spiel­schu­le, lieh mir 1981 2000 eng­li­sche Pfund – da­mals ex­trem viel Geld –, kauf­te für 50 Pfund ein Flug­ti­cket, mach­te mir ein Sand­wich, pack­te es ein und mach­te mich auf den Weg nach Ame­ri­ka. Das war ein Rie­sen-Sprung und ein fet­tes Ri­si­ko – aber es hat sich aus­ge­zahlt. mEINS: Klapp­te es mit der ar­beit auf an­hieb? Pier­ce Bros­nan: Schon ei­ne Wo­che spä­ter be­kam ich die Rol­le in der TVSe­rie „Re­ming­ton Stee­le“, bei der ich bis 1987 mit­spiel­te. Als ich da­mals merk­te, dass ich da­mit mei­nen Le­bens­un­ter­halt ver­die­nen kann, konn­te ich mein Glück kaum fas­sen. mEINS: Gab’s auch ei­nen Plan B? Pier­ce hät­te, Bros­nan: wä­re Fall­sich So­zi­al­ar­bei­te­res nicht ge­klappt oder So­zi­al­päd­ago­ge ge­wor­den. mEINS: Was wür­den Sie ei­nem jun­gen Kol­le­gen ra­ten, der Hol­ly­wood er­obern will? Pier­ce Bros­nan: Es gibt Zei­ten, da glaubt nie­mand an dich. Al­so musst du an dich selbst glau­ben. mEINS: Wie ge­hen Sie mit dem ruhm um? Pier­ce Bros­nan: (Über­legt.) Ruhm ist wie ein Stück Schaum­ge­bäck: Es schmeckt wun­der­bar, man isst und isst und wird nicht satt da­von. mEINS: al­so ge­fällt er Ih­nen? Pier­ce Bros­nan: Klar! Das Geld ist gut, man kann viel Spaß da­mit ha­ben. Die Leu­te win­ken dir auf der Stra­ße zu.

Glau­ben Sie nicht, dass man mir die Rol­len nach­wirft

Man be­kommt die bes­ten Ti­sche im Re­stau­rant und tol­le Ge­schen­ke

(lacht). Aber ver­wech­seln Sie Ruhm nicht mit dem Star­se­in, das be­deu­tet mir nicht viel. Wenn mich je­mand als gu­ten Schau­spie­ler be­zeich­net, be­deu­tet mir das bei Wei­tem mehr. Meins: hört sich ja toll an … pier­ce Bros­nan: (Lacht.) Glau­ben sie nicht, dass mir die Rol­len nach­ge­schmis­sen wer­den. Ich muss um je­de kämp­fen. Und das kann ei­nem ganz schö­ne Kopf­schmer­zen be­rei­ten. Meins: und wo er­ho­len sie sich von die­sen kopf­schmer­zen? pier­ce Bros­nan: Mei­ne Fa­mi­lie ist mei­ne Er­ho­lung. Ich bin den größ­ten Teil mei­nes Le­bens ver­hei­ra­tet, und das ist ge­nau das, was ich mir im­mer ge­wünscht ha­be. Mei­ne Kin­der und Fa­mi­lie be­deu­ten mir al­les. Meins: Wie ge­hen sie mit dem Äl­ter­wer­den um?

pier­ce Bros­nan: Mei­ne Vier­zi­ger wa­ren cool und ru­hig, mei­ne Fünf­zi­ger nur ru­hig. Und auf ein­mal wird al­les tur­bu­len­ter (lacht). Als ich 60 wur­de, hat­te das ge­wal­ti­ge Aus­wir­kun­gen auf mein Herz und mei­ne See­le. Plötz­lich be­fasst man sich mit sei­ner Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft. Man merkt, dass man ei­nen ziem­lich lan­gen Weg zu­rück­ge­legt hat (lacht). Meins: Was tun sie, um fit zu blei­ben? pier­ce Bros­nan: Ich ver­su­che, ge­sund zu le­ben. Ich ma­che Yo­ga, fah­re Rad, stem­me Ge­wich­te und schwim­me. Meins: Was ist ihr Mot­to? pier­ce Bros­nan: Mein größ­tes Ziel ist es, täg­lich glück­lich auf­zu­wa­chen. Glück­lich zu sein. Am En­de der Wo­che soll­te je­der mit sich selbst glück­lich sein. Glück­lich ver­liebt, glück­lich mit sei­ner Ar­beit, glück­lich mit sei­nem ­Le­ben,­glück­lich­mit­sich­selbst.­•

in Bes­Ter ge­sell­sChafT be­fin­det sich Pier­ce Bros­nan beim Film­fest in De­au­vil­le fa­Mi­li­en­Ban­de Pier­ce mit sei­nen Söh­nen Dy­lan, Se­an und Pa­ris (v. l.) Lein­wan­dHeld

se­ri­en­sTar Als Re­ming­ton Stee­le mit Ste­pha­nie Zim­ba­list und Do­ris Ro­berts (r.) ge­sTaT­Ten: Bond! „Der Mor­gen stirbt nie“(1997) ist sein zwei­ter 007-Strei­fen

FoRe­veR in Lo­ve TrauM­frau ge­fun­den: Seit 23 Jah­ren ist der smar­te Ire ver­liebt in sei­ne Kee­ly, 53

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