Wenn doch al­les nicht hilft …

… bleibt noch die OP. DOCH DIE IST HEU­TE Oft mi­ni­mal­in­va­siv und er­hält das Ge­lenk

Meins - - Meine Gesundheit -

Selbst kur­ze We­ge ma­chen Mü­he. An Schlaf ist nicht mehr zu den­ken. Sind von Phy­sio­the­ra­pie bis zu Pil­len al­le kon­ser­va­ti­ven Me­tho­den als Ge­len­kret­ter er­schöpft, hilft oft nur noch das Skal­pell. Die gu­ten News: Der Trend geht zu Mi­ni-OPs und Ge­len­ker­hal­tung. Nur wenn es da­für zu spät ist, kommt ein Kunst­ge­lenk in­fra­ge.

Bio-Lif­ting für den Knor­pel

Ja, der Zahn der Zeit nagt an den Ge­lenkk­nor­peln. Zum Glück kön­nen Ärz­te heu­te dank High­tech-Ver­fah­ren ei­ne fast kom­plet­te Wie­der­her­stel­lung der ge­schä­dig­ten Zo­ne er­rei­chen! Me­tho­de 1: Knor­pel­zell-Trans­plan­ta­ti­on. Der Chir­urg ent­nimmt an an­de­rer Stel­le ein Stück ge­sun­den Knor­pel. Dar­aus wer­den im La­bor wei­te­re Zel­len ge­züch­tet, die nach sechs Wo­chen wie­der ins Knie ein­ge­setzt wer­den. Meist zahlt die Kas­se. Me­tho­de 2: Mi­kro­f­rak­tu­rie­rung. Dort, wo der Knor­pel ver­schlis­sen ist, wer­den in den frei lie­gen­den Kno­chen Lö­cher an­ge­bohrt. Das regt den Kör­per da­zu an, Nar­ben­ge­we­be als Knor­pe­ler­satz zu bil­den. Preis: ca. 1000 Eu­ro, Pri­vat­leis­tung.

ge­len­ker­satz? al­les Rou­ti­ne!

Be­vor Chir­ur­gen bei fort­ge­schrit­te­nem Ver­schleiß zum Er­satz­teil­la­ger grei­fen, er­folgt häu­fig zu­erst ei­ne Ar­thro­sko­pie. Da­bei führt der Arzt über ei­nen klei­nen Haut­schnitt ei­nen Schlauch mit in­te­grier­ter Mi­ni­ka­me­ra ein. So er­ken­nen die Spe­zia­lis­ten das Pro­blem und kön­nen De­fek­te an Knie, Hüf­te und Co. gleich be­han­deln – z.B. Knor­pel­fa­sern ent­fer­nen oder Ge­lenk­flä­chen glät­ten. Erst wenn nichts mehr geht, brau­chen wir künst­li­chen Er­satz. Der Ein­bau ei­ner Knie-Pro­the­se (Knie-teP) gilt mitt­ler­wei­le als Rou­ti­ne-OP. Ist nur ei­ne Sei­te des Knies ver­schlis­sen, wird ei­ne Teil­pro­the­se ein­ge­setzt. Sind meh­re­re An­tei­le des Ge­lenks ab­ge­nutzt oder de­for­miert, er­setzt der Arzt das gan­ze Ge­lenk durch ei­ne Voll­pro­the­se.

Die hüft-teP läuft so ab: Der Chir­urg ver­an­kert ei­ne Schaft­pro­the­se im Ober­schen­kel­kno­chen und fi­xiert die da­zu­ge­hö­ri­ge Pfan­ne im Be­cken. Bei wei­chen Kno­chen ze­men­tiert er das Ge­lenk zu­sätz­lich ein.

Für die schul­ter-teP ste­hen zwei Mo­del­le zur Ver­fü­gung: Die He­mi­pro­the­se er­setzt nur ei­nen Teil, die To­tal-En­do­pro­the­se das

voll­stän­di­ge Ge­lenk. •

MehR Licht! Das (Son­nen-) Vit­amin D schützt uns vor Ar­thro­se

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