Ver­sor­gungs­lü­cken schlie­ßen – die­se Mög­lich­kei­ten gibt es

Meins - - Fragen Sie Einfach Meins -

Dass Ren­te al­lein bei vie­len nicht zum Le­ben reicht, ist heu­te fast schon nor­mal. Ver­zwei­feln müs­sen wir des­we­gen aber nicht. Kom­men wir mit den Leis­tun­gen der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nicht aus, um un­se­ren Le­bens­un­ter­halt zu de­cken, ha­ben wir Mög­lich­kei­ten, ein fi­nan­zi­el­les Pols­ter auf­zu­bau­en und Ver­sor­gungs­lü­cken zu schlie­ßen.

Ab­schlä­ge aus­glei­chen

Wer vor Er­rei­chen der Re­gel­al­ters­gren­ze in Ren­te ge­hen will, muss mit teils ho­hen Ab­schlä­gen rech­nen. Die las­sen sich durch Ein­mal­zah­lun­gen re­du­zie­ren. Seit Ja­nu­ar ist es im Zu­ge der Fle­xi-Ren­te ab 50 mög­lich, frei­wil­li­ge Zah­lun­gen zu leis­ten. Wie hoch der Aus­gleichs­be­trag ist, muss in­di­vi­du­ell be­rech­net wer­den. Klar­heit bringt ei­ne be­son­de­re Aus­kunft der Ren­ten­ver­si­che­rung.

Im al­ten Job wei­ter­ar­bei­ten

Ein­fa­che For­mel: Wer län­ger ar­bei­tet, er­höht sei­ne Ren­te. Kla­re Sa­che. Für je­den Mo­nat, den wir über die Re­gel­al­ters­gren­ze hin­aus ar­bei­ten, fällt un­se­re Al­ters­ren­te um 0,5 Pro­zent hö­her aus.

Ne­ben­job ma­chen

Vi­el­leicht mal was ganz Neu­es ma­chen – 450 Eu­ro für ei­nen klei­nen Job, der uns leicht von der Hand geht oder den wir ein­fach mal aus­pro­bie­ren woll­ten.

Pfle­gen bringt Geld

Pfle­gen wir ei­nen An­ge­hö­ri­gen und sind nicht mehr als 30 St­un­den pro Wo­che be­rufs­tä­tig, ha­ben wir ei­nen ge­setz­li­chen An­spruch auf Zah­lung von Ren­ten­bei­trä­gen. Da­mit er­höht sich un­se­re spä­te­re Al­ters­ren­te. Um in den Ge­nuss zu kom­men, müs­sen be­stimm­te Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein: Der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge hat min­des­tens Pfle­ge­grad 2, und wir wen­den min­des­tens zehn St­un­den pro Wo­che für die Pfle­ge auf, die wie­der­um auf min­des­tens zwei Ta­ge ver­teilt sein müs­sen.

Teil- statt Voll­ren­te

Auf ei­ne vor­zei­ti­ge Ren­te ha­ben wir An­spruch, wenn wir min­des­tens 63 Jah­re alt sind und 35 Ver­si­che­rungs­jah­re nach­wei­sen kön­nen. Wer ei­nen Be­hin­de­rungs­grad von min­des­tens 50 Pro­zent hat, kann schon vor dem 63. Le­bens­jahr in Ren­te. Ent­schei­den wir uns für ei­ne Teil­ren­te, ver­die­nen wir we­ni­ger, aber wir be­kom­men ja zu­sätz­lich ei­ne (Teil-) Ren­te. Und da wir wei­ter­hin Bei­trä­ge zah­len, kön­nen wir noch was für un­se­re spä­te­re Voll­ren­te tun.

Tschüss, al­te Ver­si­che­run­gen

Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen oder auch Ri­si­ko­le­bens­ver­si­che­run­gen sind im Ren­ten­al­ter nicht mehr so wich­tig. Weg da­mit! So kön­nen wir ei­ne Men­ge Geld spa­ren. Wich­tig: Wer­den wir eh­ren­amt­lich tä­tig, soll­ten wir dar­auf ach­ten, dass wir un­fall­ver­si­chert sind. En­ga­gie­ren wir uns bei ein­ge­tra­ge­nen Ver­ei­nen, ist das in der Re­gel der Fall.

Miet­frei­heit

Ha­ben wir das Ziel mit ei­ner ei­ge­nen Woh­nung oder ei­nem Häu­schen er­reicht, kön­nen wir auch mit ei­ner ge­rin­ge­ren Ren­te gut klar­kom­men. Ein Haus ist ei­ne Al­ters­si­cher­heit, auch wenn wir nicht drin woh­nen. Lei­der fal­len, selbst wenn es ab­be­zahlt ist, deut­lich hö­he­re Kos­ten durch Re­no­vie­rung und In­stand­hal­tung an als in ei­ner Miet­wo­hung. Über­le­gen wir al­so, ob wir auf lan­ge Sicht nicht bes­ser fah­ren, wenn wir die Im­mo­bi­lie ver­kau­fen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.