Ein HeRz und ei­ne See­le

Meins - - Mein Leben -

Eli­sa­beth Lin­de­mann und Ute Gosch aus Rel­lin­gen sind en­ge Freun­din­nen, seit sie vor 30 Jah­ren mit ih­rem Volks­hoch­schul­kurs auf En­g­land­rei­se wa­ren. „Es hat so­fort ge­passt.“Auch wenn sie un­ter­schied­li­che We­ge ge­hen. An­fang der 90er lässt sich Ute zur psy­cho­lo­gi­schen Be­ra­te­rin und Heil­prak­ti­ke­rin aus­bil­den, Eli­sa­beth bleibt Haus­frau und Mut­ter. „In­zwi­schen bin ich in Ren­te, aber die Lust auf Neu­es spü­re ich noch im­mer“, sagt Ute. Eli­sa­beth lacht: „Ich fin­de das klas­se. Von Ute ha­be ich ge­lernt, mal mehr an mich zu den­ken.“

Die bei­den spre­chen sich täg­lich und se­hen sich ein- bis zwei­mal die Wo­che.

„Wir ha­ben im­mer Spaß, aber uns ver­bin­det mehr“, sagt Eli­sa­beth. „Vi­el­leicht kann man so­gar von See­len­ver­wandt­schaft spre­chen. Wenn wir uns brau­chen, lau­fen wir uns oft zu­fäl­lig über den Weg“, er­gänzt Ute. Als Eli­sa­beth un­glück­lich stürz­te und sich ei­nen Kno­chen un­ter­ halb des Au­ges brach, war Ute so­fort zur Stel­le. „In sol­chen Mo­men­ten weiß ich un­se­re Freund­schaft be­son­ders zu schät­zen. Wir kön­nen uns hun­dert­pro­zen­tig auf­ein­an­der ver­las­sen.“Gera­de wenn es ums Äl­ter­wer­den geht, möch­te man ja nicht al­les mit dem Mann be­spre­chen, sind sie sich ei­nig. „Wir ha­ben kei­ne Ge­heim­nis­se vor un­se­ren Män­nern, aber ei­ni­ge Din­ge be­spricht man lie­ber mit der Freun­din“, sagt Eli­sa­beth. Und wenn die bei­den aus­nahms­wei­se mal nicht ei­ner Mei­nung sind? „Dann kab­belt man sich und spricht dar­über. Wir sind uns viel zu wich­tig, als dass wir über klei­ne Strei­te­rei­en nicht hin­weg­se­hen wür­den“, so Ute.

ist ja mein­sig Ute, 66, (l.) und Eli­sa­beth, 70, ver­ste­hen sich auch mo­disch

1987 in Lon­don Auf ei­ner Stu­di­en­rei­se freun­den sich die bei­den an

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