Darm mit Charme 50+

Wir es­sen uns ge­sund & fit

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Als Dr. Quinn war sie Kul­t­ärz­tin. Fürs Le­ben hat­te sie nicht im­mer das rich­ti­ge Re­zept, aber ei­ne wir­kungs­vol­le The­ra­pie: „Man muss mit of­fe­nem Her­zen durchs Le­ben ge­hen“, sagt die hoff­nungs­lo­se Op­ti­mis­tin, wie sie sich selbst nennt. Funk­tio­niert! Seit ei­nem Jahr hat Ja­ne ei­ne neue Lie­be, den Pro­du­zen­ten Da­vid Gre­en, 68. Mit MEINS sprach sie über Al­ter, Schön­heit und was wirk­lich zählt im Le­ben.

MeinS: Mit 66 Jah­ren, da fängt das le­ben an … Sie sind ge­ra­de 66 ge­wor­den. wie kom­men Sie mit dem Äl­ter­wer­den klar? Ja­ne Sey­mour: Bes­tens! Das ist doch nur ei­ne Zahl. Schön­heit ist et­was, das von in­nen kommt. Un­ser Cha­rak­ter und un­ser Selbst­be­wusst­sein prä­gen uns, nicht ei­ne blo­ße Zahl. MeinS: Das stimmt.

Ja­ne Sey­mour: Das Le­ben ist toll, und wir al­le soll­ten je­den Tag so le­ben, als ob er un­ser letz­ter wä­re. Denn falls es kein Mor­gen mehr gibt, muss man nichts be­dau­ern. MeinS: Sie las­sen sich al­so vom al­ter nichts vor­schrei­ben. Ja­ne Sey­mour: Vie­le Leu­te sa­gen, dass äl­te­re Frau­en kei­ne lan­gen Haa­re

mehr tra­gen soll­ten, aber ich ha­be ei­gent­lich noch nie ge­tan, was al­le an­de­ren sa­gen (lacht). MeinS: al­so sind und wa­ren Sie im­mer mit ih­rem aus­se­hen zu­frie­den?

Ja­ne Sey­mour: Ach, ich hat­te län­ge­re Bei­ne be­stellt, die sind aber nie an­ge­kom­men. Mei­ne Au­gen sind auch ko­misch. Ei­nes ist grau, das an­de­re grün. Ich ha­be ein schie­fes Lä­cheln, und mei­ne Na­se sieht aus wie ei­ne Sprung­schan­ze – si­cher­lich wür­de ich so kei­nen Schön­heits­wett­be­werb ge­win­nen. Aber: Ich bin mit mei­nem Aus­se­hen sehr zu­frie­den. MeinS: was hal­ten Sie von Schön­heits­ope­ra­tio­nen?

Ja­ne Sey­mour: Ich mag mei­ne Fal­ten und bin stolz auf sie. Sie drü­cken mei­nen Cha­rak­ter aus. Als Schau­spie­le­rin ist mir ein aus­drucks­star­kes Ge­sicht sehr wich­tig. MeinS: Das mit den Schön­heits­ope­ra­tio­nen hat sich zu ei­nem ganz schö­nen wahn ent­wi­ckelt …

Ja­ne Sey­mour: Das stimmt! Ich fin­de es in­ter­es­sant, dass 16-Jäh­ri­ge schon an sol­che OPs den­ken! Frü­her ha­ben Frau­en in den Vier­zi­gern dar­über nach­ge­dacht, dass sie äl­ter wer­den und dass sie et­was da­ge­gen tun soll­ten. Heu­te ent­schei­den Te­e­nies, dass sie mit ih­rem Aus­se­hen nicht zu­frie­den sind. Ver­rück­te Welt! MeinS: Vie­le Schau­spie­le­rin­nen glau­ben, dass ih­re kar­rie­re ab 40 här­ter

ist. Bei ih­nen war es an­ders­rum. ih­re Kar­rie­re fing ge­ra­de­zu zu blü­hen an … Ja­ne sey­mour: Rich­tig. Da ging es los mit „Dr. Quinn“. Da­nach war ich nicht mehr zu brem­sen (lacht). Meins: na ja, aber sie hat­ten ja auch schon die ganz gro­ßen rol­len da­vor. zum Bei­spiel in „Ja­mes Bond“. auch jetzt sind sie wie­der mit ei­nem Bond­film am start, „Be­co­m­ing Bond“– über 007 Ge­or­ge la­zen­by.

Ja­ne sey­mour: Das In­ter­es­san­te dar­an ist: Wenn ich an­de­re Bond-Girls tref­fe, ha­ben wir das Ge­fühl, et­was Ge­mein­sa­mes zu tei­len. Und wir tau­schen un­se­re Sto­rys über Bond aus. „Hat dein Bond das ge­macht?“, „Mei­ner hat dies ge­macht.“Das sind so lus­ti­ge Ge­sprä­che, als ob wir noch Schü­le­rin­nen in der High­school wä­ren (lacht). Meins: Wie schaf­fen sie es, ih­re tol­le fi­gur zu hal­ten? Ja­ne sey­mour: (Lacht.) Vie­le Leu­te fra­gen mich das, und ich sa­ge im­mer, durch mei­ne Ma­le­rei. Wenn man von oben bis un­ten mit Far­be be­kle­ckert ist, kommt man gar nicht auf die Idee, sich Es­sen in den Mund zu schie­ben. Meins: ist das Ma­len ih­re lieb­lings­be­schäf­ti­gung? Ja­ne sey­mour: Oh ja! Wenn ich ma­le, ver­tie­fe ich mich so dar­in, dass ich nichts mehr um mich her­um wahr­neh­me. Ich lie­be es. Meins: sie ent­wer­fen ja auch her­zen, die nicht ganz ge­schlos­sen sind. Wie ka­men sie auf die­se idee? Ja­ne sey­mour: Mei­ne Mut­ter hat im­mer ge­sagt, je­der Mensch soll mit of­fe­nem Her­zen durchs Le­ben ge­hen. Wenn es hart wer­den soll­te und man ei­ne schwe­re Zeit durch­macht, muss man raus­ge­hen und an­de­ren Men­schen hel­fen. Es gibt vie­le Leu­te, de­nen es im­mer noch schlech­ter geht als ei­nem selbst. Mal ehr­lich, un­ser In­stinkt rät uns ja, nach ei­nem ge­bro­che­nen Her­zen dicht­zu­ma­chen und uns ein­zui­geln. Doch das ist der fal­sche Weg. Man muss Platz für an­de­re las­sen. Meins: das ist schön ge­sagt. Ja­ne sey­mour: Ja. Ich se­he das Le­ben wie ei­ne gro­ße Wel­le. Sie formt sich und steigt zu ei­ner tol­len Hö­he auf, dann bricht sie und ver­läuft sich. Für vie­le Leu­te ist es zu En­de, wenn der Bruch kommt – sei es in der Lie­be, sei es in der Ar­beit. Sie zie­hen sich zu­rück. Doch Wel­len bil­den sich stän­dig neu. Wir müs­sen nur auf­ste­hen, um sie zu se­hen. Meins: Was ha­ben sie von ih­rem Va­ter ge­lernt? Ja­ne sey­mour: Du kannst nur eins tun: dein Bes­tes ge­ben. Oder an­ders ge­sagt: Wenn du dein Bes­tes gibst, hast du da­nach auch das Ge­fühl, dass du gut bist.

Meins: und wie er­ho­len sie sich am bes­ten? Ja­ne sey­mour: Am Abend ge­nie­ße ich gern ein Gläs­chen Wein mit schö­ner Mu­sik da­zu. •

Du kannst nur eins tun: im­mer dein Bes­tes ge­ben

Ich mag mei­ne Fal­ten und bin stolz auf sie!

MEI­NE KAR IER E? DIE GING R ERST MIT ÜBER 40 LOS!

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