So schützt uns das Lym­ph­sys­tem vor Er­käl­tun­gen

Es ist das am meis­ten un­ter­schätz­te Or­gan un­se­res Kör­pers

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M ehr als ei­ne Wo­che schon plag­te He­le­ne Rudolph sich mit ei­ner Grip­pe her­um. Die Na­se war dick und der Hals so ent­zün­det, dass sie sich all­mäh­lich Sor­gen mach­te – be­son­ders, nach­dem sie auch noch zwei di­cke Kno­ten un­ter ih­rem Kie­fer­kno­chen ent­deck­te. Zum Glück konn­te ihr Haus­arzt sie schnell be­ru­hi­gen. „Das sind die Lymph­kno­ten“, er­klär­te er ihr.

Die Schwel­lun­gen sind oft harm­los

„Und die sind Teil der Kör­per­ab­wehr. Bei be­son­ders hart­nä­cki­gen In­fek­tio­nen müs­sen sie so­zu­sa­gen Über­stun­den ein­le­gen, um al­le Er­re­ger un­schäd­lich zu ma­chen. In ein paar Ta­gen ist der Spuk vor­bei,“sag­te der Arzt. Und so war es auch. Als die Er­käl­tung ab­ge­klun­gen war, gin­gen auch die bei­den Schwel­lun­gen zu­rück – wie in 90 Pro­zent al­ler Fäl­le. Da­her soll­te auch nie­mand in Pa­nik ge­ra­ten, wenn sich am Kör­per die rund­li­chen, et­wa ei­nen Zen­ti­me­ter gro­ßen Schwel­lun­gen be­merk­bar ma­chen. Denn in der Re­gel sind sie harm­los und nur ein Alarm­zei­chen: Ach­tung, In­fek­ti­on im Kör­per!

An­zei­chen für ei­ne Er­kran­kung

Meist han­delt es sich da­bei nur um ei­ne ört­lich be­grenz­te In­fek­ti­on, et­wa ei­ne Wun­de oder Er­käl­tung. Aus die­sem Grund sind auch nur die in der Nä­he lie­gen­den Lymph­kno­ten be­trof­fen. Zei­gen sich die Lymph­kno­ten al­ler­dings am gan­zen Kör­per ver­grö­ßert, deu­tet dies auf ei­ne grund­le­gen­de Störung hin (z. B. Pfeif­fer­sches Drü­sen­fie­ber). Das gilt eben­so, wenn die Schwel­lun­gen län­ger als ei­ne Wo­che an­hal­ten oder die Haut dar­um röt­lich oder blau ver­färbt ist.

Das Herz­stück des Im­mun­sys­tems

Doch auch oh­ne aku­te Sym­pto­me ist es wich­tig, das Lym­ph­sys­tem „im Fluss“zu hal­ten. Denn es hat gro­ßen Ein­fluss auf un­se­re Selbst­hei­lungs­kräf­te. Heil­prak­ti­ker se­hen dar­in so­gar den Schlüs­sel zur Ge­ne­sung. Und auch die For­schung in­ter­es­siert sich im­mer mehr da­für: Der­zeit wer­den Zu­sam­men­hän­ge zwi­schen Lym­ph­stö­run­gen und chro­ni­schen Krank­hei­ten wie Ar­thro­se, Reiz­darm oder Rheu­ma un­ter­sucht. Denn Stau­un­gen des Sys­tems – die sich z.B. in di­cken Bei­nen äu­ßern – füh­ren da­zu, dass Schad­stof­fe und Kei­me nicht schnell ge­nug ab­trans­por­tiert wer­den. Das er­höht die An­fäl­lig­keit für Ent­zün­dun­gen im Kör­per. Um vor­zu­beu­gen ist da­her al­les gut, was die Lym­phe in „Schwung“bringt. Wich­tig ist viel Be­we­gung – vor al­lem schwim­men, da der Was­ser­druck den Kör­per sanft mas­siert. Zu­sätz­lich kön­nen ho­möo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel (z. B. Lymph­di­aral Ba­sis­trop­fen SL, Apo­the­ke) das Lym­ph­sys­tem ef­fek­tiv bei sei­ner Ar­beit un­ter­stüt­zen.

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