Ich kämp­fe für mein Glück

Ein Ze­cken­biss wirft Sa­bi­ne pit­schu­la-Brau­er, 49, aus der Bahn. Sie er­krankt sehr schwer an Bor­re­lio­se, muss ih­ren Job kün­di­gen. Aber sie ist ent­schlos­sen, nicht auf­zu­ge­ben

Meins - - Leben - VON VE­RE­NA SCHITNIG

Gibt dir das Le­ben ei­ne Zi­tro­ne, frag nach Salz und Te­qui­la“– so könn­te das Le­bens­mot­to von Sa­bi­ne Pit­schu­la-Brau­er lau­ten. Je­den Mor­gen sitzt sie ru­hig auf dem Fuß­bo­den ih­rer Woh­nung im hes­si­schen Fried­richs­dorf, at­met tief ein und zählt in Ge­dan­ken bis zehn, dann at­met sie wie­der lang­sam aus. Es ist ein Ri­tu­al, das ihr hilft, in sich hin­ein­zu­spü­ren. „Ich neh­me mei­nen Kör­per be­wusst wahr und ach­te dar­auf, was an die­sem Tag auf ihn zu­kommt.“Für Sa­bi­ne ist heu­te ein gu­ter Tag. Fast mü­he­los schafft sie es in den ers­ten Stock ih­res Wohn­hau­ses – das ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Für ei­nen Mo­ment ist sie rich­tig glück­lich, fast wie da­mals – vor ih­rem Ze­cken­biss. groß­zieht, ist er­folg­reich im Be­ruf und macht ge­ra­de ei­ne Wei­ter­bil­dung zur Me­dia­to­rin am Fa­mi­li­en­ge­richt Frank­furt. Ih­re freie Zeit ge­nießt sie am liebs­ten beim Spa­zie­ren­ge­hen oder Pil­ze­sam­meln im Wald. Über Ze­cken macht sie sich kei­ne Ge­dan­ken – auch im Mai 2005 nicht, als sie ei­nes die­ser Tier­chen aus ih­rer Knie­keh­le ent­fernt. „Der Biss war nur leicht ge­rö­tet“, sagt sie. Zwei Wo­chen spä­ter be­kommt sie ho­hes Fie­ber und star­ke Kopf­schmer­zen. Die Dia­gno­se der Ärz­te: Bor­re­lio­se. Über

Den KOpf frei Krie­gen Beim Spa­zie­ren in der Na­tur tankt Sa­bi­ne auf und schmie­det Plä­ne

Vor zwölf Jah­ren ist Sa­bi­nes Le­ben noch in Ord­nung. Die Ju­ris­tin, die ih­ren Sohn Ro­bin, 15, al­lein

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