Jetzt läuft’s wie ge­schmiert mit un­se­ren Ge­len­ken

Hopp­la, ruft un­ser Be­we­gungs­ap­pa­rat da schmerz­haft nach Auf­merk­sam­keit? Woran es liegt – und wie wir dem Schmerz Adi­os sa­gen!

Meins - - Gesundheit -

Nur noch kurz den Schrank auf­räu­men, da­nach fix et­was am Com­pu­ter er­le­di­gen und dann aber los zum Ki­no­abend. Doch autsch – plötz­lich zwickt und zwackt es in Rü­cken, Hüf­te oder Knie? Ge­ra­de nach lan­gem Sit­zen ma­chen sich mit zu­neh­men­dem Al­ter im­mer öf­ter die Ge­len­ke be­merk­bar.

Wo hakt es denn?

In un­se­rem Kör­per set­zen 656 Mus­keln an rund 200 Kno­chen an und be­we­gen über 100 Ge­len­ke. Das klappt meis­tens rei­bungs­los. Doch schon ei­ne ein­zi­ge fal­sche Be­we­gung kann da­zu füh­ren, dass sich un­se­re Mus­keln und Ge­len­ke schmerz­haft be­merk­bar ma­chen. Eben­so Über­las­tun­gen, wenn wir uns wie­der zu viel zu­mu­ten, oder Fehl­hal­tun­gen, die wir uns an­ge­wöhnt ha­ben. Be­son­ders oft trifft es den Rü­cken­be­reich, den Schul­ter­gür­tel so­wie Hüft- und Knie­ge­len­ke. Schuld am Schmerz ist aber nur sel­ten ein blo­ckier­tes Ge­lenk, ob­wohl wir das häu­fig ver­mu­ten.

Be­schwer­den durch ­VERKRAMPf­tE­MUS­KELN.­

Tat­säch­lich tun uns meis­tens die Mus­keln weh. Sie span­nen sich an, um ein Ge­lenk zu schüt­zen oder um ge­reiz­te Ge­lenk­flä­chen aus­ein­an­der­zu­hal­ten und zu scho­nen. Je schwä­cher et­wa un­se­re Rü­cken­mus­keln, um­so an­stren­gen­der ist es für sie, un­se­re Wir­bel­säu­le zu sta­bi­li­sie­ren. Ent­spre­chend schnell sind sie bei un­ge­wohn­ten Be­we­gun­gen über­las­tet und ver­kramp­fen.

GE­FAN­GEN­IM­TEUFELSKREIS.­

Im un­güns­ti­gen Fall be­ginnt jetzt ein Teufelskreis aus „Schmerz – Ver­span­nung – Schmerz“. Denn als Ant­wort auf den Schmerz er­höht sich un­se­re Mus­kel­span­nung im be­trof­fe­nen Be­reich wei­ter – Ver­span­nun­gen sind die Fol­ge. Dau­ern sie län­ger an, ent­steht ein zwei­ter Teufelskreis aus „Schmerz – Ent­zün­dung – Schmerz“, denn stän­di­ger Mus­kel­schmerz kann Ent­zün­dun­gen aus­lö­sen. Ei­gent­lich ver­sucht un­ser Kör­per so, die schmer­zen­de Stel­le zu re­pa­rie­ren. Doch der Mus­kel re­agiert da­durch noch emp­find­li­cher, das ver­stärkt den Schmerz.

WIE­NA­TüR­LI­CHE­MIT­TEL­HEL­FEN!

Je frü­her wir die­se Ent­wick­lung un­ter­bre­chen, um­so bes­ser. Schließ­lich wol­len wir ja nicht lang­fris­tig schlapp­ma­chen. Glück­li­cher­wei­se hält die Na­tur da­für ei­ni­ge wirk­sa­me Mit­tel be­reit: Pflan­zen­öle, die wir ge­zielt im be­trof­fe­nen Be­reich ein­mas­sie­ren kön­nen. Be­son­ders be­währt ha­ben sich hier Pfef­fer­min­z­öl, Eu­ka­lyp­tus­öl und Ros­ma­rin­öl. Wie sie wir­ken? Pfef­fer­min­z­öl ak­ti­viert Käl­te­füh­ler auf un­se­rer Haut, der Käl­te­reiz blo­ckiert die Wei­ter­lei­tung des Schmer­zes. Ros­ma­rin­öl ist für sei­ne durch­blu­tungs­för­dern­de und da­mit ent­span­nen­de Wir­kung be­kannt. Die In­halts­stof­fe des Eu­ka­lyp­tus­öls hem­men Ent­zün­dun­gen.

Ge­mein­sa­me Sa­che ge­gen DEN­SCHMERZ.­Die

Wir­kun­gen die­ser drei äthe­ri­schen Pflan­zen­öle er­gän­zen sich per­fekt. Be­son­ders ef­fek­tiv hel­fen sie, wenn wir sie kom­bi­nie­ren und ge­mein­sam an­wen­den – et­wa als Sal­be (z. B. in „Do­lo­plant“, re­zept­frei in der Apo­the­ke). Wis­sen­schaft­lich ist be­legt, dass Wirk­stof­fe aus Ölen über die Haut be­son­ders tief ins Ge­we­be ge­lan­gen. Sie wir­ken al­so ge­nau dort, wo der Schmerz ent­steht. Und das Bes­te: Wir kön­nen sie be­den­ken­los auch lang­fris­tig an­wen­den. Na bit­te, wer sagt’s denn: wei­ter geht’s!

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