Lie­be MEINS-Le­se­rin­nen!

Meins - - Mein Leben -

Vor Jah­ren saß ich in ei­ner Talk­show zum The­ma Or­gan­spen­de. Dort traf ich den schwer kran­ken Ke­vin, da­mals 17, der auf­grund ei­ner ver­schlepp­ten Grip­pe ein Kunst­herz in ei­ner Ta­sche mit sich tra­gen muss­te. Das The­ma ließ mich nicht mehr los – ich woll­te mehr wissen, ich woll­te auf­klä­ren! Seit Jah­ren en­ga­gie­re ich mich jetzt im Bun­des­ver­band der Or­gan­trans­plan­tier­ten und be­geg­ne im Rah­men un­se­rer jähr­li­chen Or­gan­spen­de­ta­ge vie­len Men­schen, die Ängs­te ha­ben. Be­son­ders, im Fall der Ent­nah­me doch nicht rich­tig tot zu sein. Da kann ich Sie be­ru­hi­gen: Es sind im­mer zwei bis drei Ärz­te da­bei, um al­les zu über­wa­chen. Was vie­le auch nicht wissen: Ich kann mei­ne Or­ga­ne nur Gleich­alt­ri­gen spen­den, und ich be­stim­me al­lein, was ich spen­den möch­te. Mei­nen Or­gan­spen­de­aus­weis ha­be ich schon seit 1979. Mei­ne Ent­schei­dung, Spen­de­rin zu wer­den, ist ganz prag­ma­tisch: Ich kann mir vor­stel­len, wie mein Kör­per nach ei­ner Wo­che un­ter der Er­de aus­sieht. Da ist es ein wun­der­ba­rer Ge­dan­ke, mei­ne Or­ga­ne zu spen­den, da­mit ein an­de­rer

Ma­ry Roos ist seit 1979 als Or­gan­spen­de­rin re­gis­triert

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