Jetzt ist die bes­te Zeit mei­nes Le­bens

Mit 70 Jah­ren und nach vier Hoch­zei­ten hat Dorthe Kol­lo jetzt so viel Po­wer und Le­bens­freu­de wie nie

Meins - - Leben Mein - VoN Lau­ra KoBLI­SCHEK

Was für ein po­si­ti­ver Mensch! Dorthe Kol­lo, die mit 21 Jah­ren den Hit lan­de­te „Wärst Du doch in Düs­sel­dorf ge­blie­ben“, fei­er­te ge­ra­de ih­ren 70. Geburtstag. Und wirkt so strah­lend und fröh­lich wie ein jun­ges Mäd­chen. MEINS be­sucht die ge­bür­ti­ge Dä­nin auf Mallor­ca, wo sie mit Ehe­mann Num­mer vier, Hei­ner Dett­mer, ein Som­mer­haus hat. Und spricht mit der Sän­ge­rin über ih­re Lie­be zum Le­ben und war­um es so lan­ge ge­dau­ert hat, den Rich­ti­gen zu fin­den … MEINS: Sie ha­ben ge­ra­de Ih­ren 70. Geburtstag ge­fei­ert und ge­hen sehr entspannt mit dem Al­ter um … Dorthe Kol­lo: Frü­her dach­te ich, mit 70 sei man alt. Aber in der Zwi­schen­zeit ha­be ich so vie­le fan­tas­ti­sche Frauen in die­sem Al­ter ken­nen­ge­lernt – die wa­ren al­le topfit. Ich füh­le mich auch nicht wie 70. MEINS: Wo­her neh­men Sie die­se GRoSSE LIE­BE Seit zehn Jah­ren sind der Ree­der Hei­ner Dett­mer und Dorthe ver­hei­ra­tet

ju­gend­li­che Ener­gie?

Dorthe Kol­lo: Ich bin im­mer sehr neugierig auf das Le­ben ge­we­sen – und bin es im­mer noch. Ich ha­be vie­le In­ter­es­sen, die mich jung hal­ten: Golf spie­len, wan­dern, ein Spa­zier­gang mit dem Hund, gu­te Freun­de, zwei wun­der­schö­ne Töchter, gu­tes Es­sen und gu­ter Wein. Ich bin topfit, aber ich tue auch sehr viel da­für. Mas­sa­ge, kos­me­ti­sche Be­hand­lun­gen, Sport, Ki­no mit Freun­din­nen. Ich ge­nie­ße mein Le­ben und ver­fol­ge im­mer die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen in der Welt, um mit­dis­ku­tie­ren zu kön­nen. MEINS: Trau­ern Sie Ih­rer Ju­gend und Ih­ren Er­fol­gen nach? Dorthe Kol­lo: Im Ge­gen­teil! Ich freue mich sehr, dass ich so viel Glück im Le­ben hat­te und gro­ße Hits lan­den konn­te. Es ist fan­tas­tisch, über die­se gan­zen Er­leb­nis­se nach­zu­den­ken. Auch dass ich mit 20 Jah­ren ei­nen

Bau­ern­hof und ein ei­ge­nes Flug­zeug hat­te. Ich war Pi­lo­tin. Das wa­ren tol­le Pha­sen. Aber man muss zum rich­ti­gen Zeit­punkt sa­gen kön­nen: „So, das war es jetzt!“MEINS: In wel­cher Pha­se sind Sie jetzt? Dorthe Kol­lo: Ich bin jetzt in der al­ler­bes­ten Pha­se (lacht herz­lich). MEINS: Was ha­ben Sie sich aus Ih­rer Ju­gend bis heu­te be­wahrt? Dorthe Kol­lo: Mei­nen Hu­mor, mei­nen En­thu­si­as­mus und die Neu­gier­de. MEINS: Was hat Sie im Le­ben am meis­ten ge­prägt?

Dorthe Kol­lo: Mei­ne El­tern. Sie ha­ben mir bei­ge­bracht, dass ich mit bei­den Bei­nen auf dem Bo­den der Rea­li­tät blei­ben muss und nicht den­ken darf, dass ich auf­grund mei­ner Kar­rie­re et­was Be­son­de­res bin. MEINS: Gibt es Din­ge, die Sie be­reu­en?

Ich bin im­mer noch sehr neugierig aufs Le­ben

Dorthe Kol­lo: Ich ha­be ei­nen Film­pro­du­zen­ten ge­hei­ra­tet, der ver­rückt nach mir war. Ich ha­be fünf Jah­re mit ihm in Ame­ri­ka ge­lebt. Ich war im Netz die­ser Ehe ge­fan­gen und kam nur schwer her­aus. MEINS: War­um hat es so lan­ge ge­dau­ert, bis Sie den Rich­ti­gen ge­fun­den ha­ben?

Dorthe Kol­lo: Manch­mal hat es ja auch et­was mit Glück zu tun, zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort zu sein, um den rich­ti­gen Mann zu fin­den. Ei­gent­lich woll­te ich da­mals mit Män­nern über­haupt nichts mehr zu tun ha­ben. Und dann stand Hei­ner plötz­lich vor mir. Er ist ein Han­se­at der al­ten Schu­le. Es hat mir ge­fal­len, wie er mir die Tü­ren auf­hielt, den Stuhl be­reit­hielt. Er hat­te nicht nur gu­te Ma­nie­ren, auch ei­nen guten Ge­schmack. MEINS: Ist es das, was Ih­nen bei an­de­ren Män­nern im­mer fehl­te? Dorthe Kol­lo: Im Grun­de ge­nom­men schon. Das, was ich heu­te ha­be, ist ei­ne rich­ti­ge Ehe. Ge­mein­sam schla­fen ge­hen, auf­ste­hen, früh­stü­cken, Zeit mit­ein­an­der ver­brin­gen. MEINS: Was macht Ih­re Lie­be so be­son­ders? Dorthe Kol­lo: Hei­ner über­rascht mich im­mer wie­der mit klei­nen Din­gen im All­tag. Denn ei­ne Ehe darf nie selbst­ver­ständ­lich wer­den. Und wir ge­ben uns im­mer zum Ein­schla­fen und nach dem Auf­wa­chen ei­nen Kuss. Und das

nach 17 Jah­ren. Ehr­lich ge­sagt hät­te ich es im Le­ben nicht für mög­lich ge­hal­ten, dass ich mit ei­nem Mann 17 Jah­re zu­sam­men bin, 10 da­von ver­hei­ra­tet. Mei­ne längs­te Ehe. MEINS: Wel­chen Rat­schlag wür­den Sie der jun­gen Dorthe ge­ben? Dorthe Kol­lo: Setz dir ein Ziel, das dir WIRK­LICH ge­fällt und das dir WIRK­LICH Spaß macht. MEINS: Was macht Ihr Le­ben so le­bens­wert? Dorthe Kol­lo: Ich ha­be zwei wun­der­ba­re Töchter, ei­nen tol­len Mann und ei­nen tol­len Hund (lacht). MEINS: Sie be­kom­men vie­le Kom­pli­men­te. Was sagt Ihr Mann da­zu?

Dorthe Kol­lo: Das nimmt er ganz lo­cker, nach dem Mot­to: „Schaut her, ich ha­be ei­ne hüb­sche Frau. Und sie ist auch noch Dä­nin!“(Lacht.) Dä­nin­nen sind ein­fach et­was Be­son­de­res. Sie sind frei, of­fen, gut­mü­tig, lus­tig, sie lachen gern. MEINS: Was fin­den Sie auf Mallor­ca, was Sie in Dä­ne­mark oder Bre­men nicht fin­den? Dorthe Kol­lo: Das Licht. Es ist ein ganz be­son­de­res Licht hier auf der In­sel. Es gibt hier fan­tas­ti­sche Golf­plät­ze, wun­der­schö­ne Na­tur, tol­le Re­stau­rants und Märk­te. MEINS: Was ist Ihr Le­bens­mot­to? Dorthe Kol­lo: Im­mer das Bes­te aus je­der Si­tua­ti­on zu ma­chen und je­den Tag voll und ganz zu ge­nie­ßen. •

Aus al­lem das Bes­te ma­chen ist mein Mot­to

ENER­GIE­BüN­DEL Zu ih­rem Geburtstag hat Dorthe Kol­lo ein neu­es Al­bum her­aus­ge­bracht: „Das Bes­te von Dorthe“

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