Uns zwingt nichts in die Knie!

Ja, manch­mal mu­cken sie auf. Aber mit die­sen Tricks zur Selbst­hei­lung blei­ben un­se­re Knie auch mit 50 plus topfit!

Meins - - Gesundheit Meine - VON AN­NE KLI­EN

Sie müs­sen ei­ni­ges aus­hal­ten in un­se­rem All­tag: Über 1000-mal beu­gen wir un­se­re Knie im Schnitt zwi­schen Auf­ste­hen und Schla­fen­ge­hen. Kein Wun­der, wenn sie da schließ­lich knir­schen, kna­cken und schmer­zen. Der­art an­ge­schla­gen kön­nen sie uns den All­tag ganz schön schwer ma­chen. Aber da­mit müs­sen wir uns nicht ab­fin­den. Denn un­ser Kör­per re­ge­ne­riert, re­pa­riert und er­neu­ert sich stän­dig – er ist mit un­glaub­li­chen Selbst­hei­lungs­kräf­ten aus­ge­stat­tet! Und die las­sen sich auch mit 50 plus wie­der ak­ti­vie­ren. Mit der rich­ti­gen Er­näh­rung, sanf­ter Be­we­gung und ge­ziel­ten Im­pul­sen von au­ßen kön­nen wir Knie­schmer­zen vor­beu­gen, sie lin­dern oder so­gar ganz stop­pen.

War­um Hir­se­brei und Ra­deln un­se­ren Knor­pel füt­tern

Dass Ent­zün­dun­gen den Knor­pel an­grei­fen, las­sen wir nicht zu! Schwei­ne­schmalz, Wurst, Fleisch und Ei­ern zei­gen wir des­halb mög­lichst oft die kal­te Schul­ter. Sie ent­hal­ten Ara­chi­don­säu­re – ei­ne Fett­säu­re, die Ent­zün­dun­gen und da­durch Ge­lenk­schmer­zen för­dert. Lie­ber set­zen wir auf ent­zün­dungs­hem­men­de Le­bens­mit­tel: gu­te Fett­säu­ren aus Lachs oder Lein­öl, au­ßer­dem Ing­wer, Bee­ren und das Ge­würz Kur­ku­ma. Zu­grei­fen dür­fen wir auch bei Lauch­ge­mü­se, Knob­lauch und Zwie­beln. Die knor­pel­schüt­zen­de Wir­kung der dar­in ent­hal­te­nen Di­sul­fi­de ist wis­sen­schaft­lich be­legt. Und zum Früh­stück gibt’s ab so­fort Hir­se­brei, der ist reich an ge­we­be­stär­ken­dem Si­li­zi­um und hilft Knor­pel und Kno­chen da­bei, sich zu re­ge­ne­rie­ren. Ge­nau­so wich­tig: Be­we­gung. Denn erst durch die ab­wech­seln­de Be- und Ent­las­tung

wird die Ge­lenk­schmie­re gleich­mä­ßig ver­teilt und der Knor­pel gut mit Nähr­stof­fen ver­sorgt. Ide­al sind Wal­ken, Rad­fah­ren, Schwim­men und phy­sio­the­ra­peu­ti­sches Kraft­trai­ning. Vor und nach dem Sport Ar­ni­ka-Sal­be ein­mas­sie­ren. Ih­re In­halts­stof­fe, die Ses­qui­ter­pen­lac­to­ne, lin­dern Schwel­lun­gen und Ent­zün­dun­gen – und ver­bes­sern so die Be­weg­lich­keit.

Wie Po­wer-Boos­ter den in­ne­ren Arzt un­ter­stüt­zen

Ab­nut­zung und Ent­zün­dun­gen bie­ten wir auch mit un­se­rem ei­ge­nen Blut Pa­ro­li: Das Blut­plas­ma ist reich an hei­lungs­för­dern­den Stof­fen. Bei der Ei­gen­blut­the­ra­pie spritzt es uns der Arzt di­rekt ins be­trof­fe­ne Ge­lenk. Nö­tig sind sechs bis acht Sprit­zen (je ca. 100 Eu­ro, Pri­vat­leis­tung) über sechs Wo­chen. Bei aku­tem Schmerz durch die Rei­bung im Ge­lenk hat sich Hyaluronsäure als Er­satz-Ge­lenk­flüs­sig­keit eta­bliert. Neue, be­son­ders ef­fek­ti­ve Dop­pel­kam­mer­sprit­zen in­ji­zie­ren so­gar zu­erst die Hyaluronsäure, die Ent­zün­dun­gen hemmt und dann zu­sätz­lich ein Hyalu­ron-Gel, das sich schüt­zend ums Ge­lenk legt. Be­han­delt wird al­le drei bis sechs Mo­na­te, ab dem drit­ten Jahr ein­mal jähr­lich (ca. 180 Eu­ro, Pri­vat­leis­tung).

Ver­jün­gungs­kur für an­ge­schla­ge­nen Knor­pel

Was weg ist, ist weg? Nix da! In­zwi­schen gibt es zwei High­tech-Me­tho­den, mit de­ren Hil­fe sich ge­schä­dig­te Be­rei­che na­he­zu kom­plett re­pa­rie­ren las­sen: Bei der Knor­pel­zell-Trans­plan­ta­ti­on ent­nimmt der Chir­urg ein we­nig ge­sun­den Knor­pel. Im La­bor wer­den dar­aus fri­sche Knor­pel­zel­len ge­züch­tet, die nach sechs Wo­chen ins Knie ein­ge­setzt wer­den. Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten. Die so­ge­nann­te Mi­kro­f­rak­tu­rie­rung hin­ge­gen müs­sen wir pri­vat zah­len. Da­bei bohrt der Arzt dort, wo der Knor­pel ver­schlis­sen ist, klei­ne Lö­cher in den frei­lie­gen­den Kno­chen. Un­ser Kör­per pro­du­ziert dann Nar­ben­ge­we­be, das zum Knor­pe­ler­satz taugt (ca. 1000 Eu­ro). •

HAl­Be KnieBeu­ge Auf­recht ste­hen. Aus­fall­schritt mit rechts ma­chen, lang­sam in die Knie ge­hen, bis das linke Knie fast den Bo­den be­rührt. 5-mal, wech­seln.

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