Un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen zahlt die Kran­ken­kas­se für die Hil­fe

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Kön­nen sich un­se­re Lie­ben vor­über­ge­hend nicht selbst ver­sor­gen – und kön­nen wir sie nicht un­ter­stüt­zen –, ha­ben sie An­spruch auf häus­li­che Kran­ken­pfle­ge bzw. Haus­halts­hil­fe.

Häus­li­che Kran­ken­pfle­ge

Klappt auf­grund ei­ner schwe­ren Er­kran­kung (z. B. Schlag­an­fall oder OP) die täg­li­che Kör­per­pfle­ge, der Gang zur Toi­let­te oder das An- und Aus­zie­hen

(die Grund­pfle­ge) nicht, muss die Kran­ken­kas­se Un­ter­stüt­zung fi­n­an

zie­ren. Der An­spruch be­steht für ma­xi­mal vier Wo­chen je Krank­heits­fall. Kann die Kran­ken­kas­se die häus­li­che Kran­ken­pfle­ge nicht selbst stel­len, er­stat­tet sie die Kos­ten für ei­ne selbst be­schaff­te Kraft. Der Be­trag ist ge­de­ckelt. Der Ver­si­cher­te muss für die­se Hil­fe­leis­tung die ge­setz­li­che Zu­zah­lung leis­ten. Sie be­trägt zehn Pro­zent der Kos­ten plus zehn Eu­ro je Ver­ord­nung für die ers­ten 28 Ta­ge der In­an­spruch­nah­me pro Ka­len­der­jahr.

Haus­halts­hil­fe

Geht es eher um all­täg­li­che Un­ter­stüt­zung wie Ein­kau­fen, Ko­chen, Wä­sche­wa­schen und Put­zen, kön­nen un­se­re Lie­ben ei­ne Haus­halts­hil­fe

be­an­tra­gen. Es gel­ten die glei­chen Vor­aus­set­zun­gen wie für die Grund­pfle­ge. Der An­spruch be­steht längs­tens vier Wo­chen. Un­ter­stüt­zung gibt’s von der Kran­ken­kas­se: Sie hilft oft bei der Ver­mitt­lung. Es gibt aber auch Kran­ken­kas­sen, die nur Bei­trä­ge für selbst or­ga­ni­sier­te Hil­fen leis­ten. Die Zu­zah­lung be­trägt zehn Pro­zent der Kos­ten pro Tag, je­doch min­des­tens fünf und höchs­tens zehn Eu­ro.

Für bei­de Va­ri­an­ten gilt:

Es wird ein An­trag be­nö­tigt. Den gibt’s als Vor­druck bei der Kran­ken­kas­se. Wich­tig: un­be­dingt ei­ne ärzt­li­che

Be­schei­ni­gung über die Ein­schrän­kun­gen bei­le­gen. Sonst kön­nen die an­tei­li­gen Kos­ten nicht er­stat­tet wer­den.

Was pas­siert nach den vier Wo­chen?

Ha­ben un­se­re Lie­ben ei­nen Pfle­ge­grad und wer­den zu Hau­se be­treut, steht ih­nen ein Be­trag von 125 Eu­ro pro Mo­nat zu. Mit die­ser Be­treu­ungs

leis­tung lässt sich ei­ne Haus­halts­hil­fe fi­nan­zie­ren. Wich­tig: Die Kos­ten wer­den er­stat­tet, der Be­dürf­ti­ge muss al­so in Vor­leis­tung ge­hen. Am bes­ten in­for­mie­ren wir uns vor­her bei der Pfle­ge­kas­se.

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