Street-Por­träts...............................................................................64

Meisterkurs SchwarzWeiß - - Meisterkurs Schwarzweiß -

Er­kun­den Sie Ih­re Stadt mit der Ka­me­ra, und fan­gen Sie auf der Stra­ße ein­ma­li­ge Por­träts ein.

Wenn es ein Gen­re gibt, das ge­ra­de­zu für Schwarz­weiß­auf­nah­men ge­schaf­fen ist, dann dürf­te das die Street-Fo­to­gra­fie sein. Schwarz­weiß lässt Bil­der cha­rak­ter­vol­ler wir­ken, und so­mit ist es das per­fek­te Me­di­um, um span­nen­de Cha­rak­te­re auf der Stra­ße ab­zu­lich­ten. Es ist auch ein gu­ter Ver­ein­fa­cher: Die Ab­we­sen­heit von Far­be macht kun­ter­bun­te Stra­ßen­sze­ne­ri­en viel we­ni­ger ab­len­kend und lenkt die Auf­merk­sam­keit des Be­trach­ters auf die wich­tigs­ten Bild­be­rei­che.

Street-Fo­to­gra­fie ist ak­tu­ell sehr an­ge­sagt. Über­all gibt es Aus­stel­lun­gen da­zu, und ei­ne ganz neue Ka­me­ra­ge­ne­ra­ti­on, die auf Dis­kre­ti­on und Ge­schwin­dig­keit fo­kus­siert ist, er­obert den Markt. Es ist ein­fach ein loh­nens­wer­tes fo­to­gra­fi­sches Gen­re. Und ei­ne tol­le Mög­lich­keit, at­mo­sphä­ri­sche Por­träts zu er­stel­len, die nicht nur et­was über die Per­son aus­sa­gen, son­dern auch über den zeit­li­chen und räum­li­chen Kon­text.

Be­vor Sie los­zie­hen, soll­ten Sie den­noch ei­ni­ge Din­ge pla­nen. Die bei­den Haupt­as­pek­te sind na­tür­lich: Ist es si­cher dort? Und ist das Fo­to­gra­fie­ren über­haupt er­laubt? Üb­li­cher­wei­se dür­fen Sie auf öf­fent­li­chen Stra­ßen und Plät­zen fo­to­gra­fie­ren, ob­wohl Sie da­bei nicht un­be­dingt ein Sta­tiv be­nut­zen soll­ten. Von Pri­vat­grund­stü­cken kann man

Sie ver­trei­ben, falls Sie kei­ne Er­laub­nis des Ei­gen­tü­mers vor­wei­sen kön­nen. Üb­ri­gens sind vie­le ver­meint­lich öf­fent­li­che Plät­ze wie man­che Parks und Ein­kaufs­zen­tren in Pri­vat­be­sitz. Auch Men­schen dür­fen Sie in der Öf­fent­lich­keit (mit ei­ni­gen Aus­nah­men) grun­dätz­lich fo­to­gra­fie­ren. Gibt Ih­nen je­mand zu ver­ste­hen, dass er nicht ab­ge­lich­tet wer­den will, soll­ten Sie das na­tür­lich re­spek­tie­ren. Blei­ben Sie zu­rück­hal­tend und freund­lich, und re­cher­chie­ren Sie vor­ab auf Web­sites wie recht­am­bild.de. Es ist wich­tig, dass Sie Ih­re Rech­te ken­nen und nö­ti­gen­falls gut ar­gu­men­tie­ren kön­nen und nicht in recht­li­che Fal­len tap­pen. Bei ei­ner Kon­fron­ta­ti­on hilft Freund­lich­keit im­mer wei­ter. Er­klä­ren Sie Ih­rem Ge­gen­über, war­um Sie dort sind und was Sie ma­chen, und über­rei­chen Sie ge­ge­be­nen­falls Ih­re Vi­si­ten­kar­te. Ach­ten Sie dar­auf, was Sie al­les da­bei ha­ben und was

Sie bes­ser da­heim las­sen soll­ten. Sie müs­sen

in der La­ge sein, schnell zu ar­bei­ten und auf Ih­re Um­ge­bung re­agie­ren zu kön­nen. Schwe­res Ge­päck ist da­bei nur hin­der­lich. Neh­men Sie nur das Nö­tigs­te mit. So sind Sie nicht nur schnel­ler, son­dern auch un­auf­fäl­li­ger un­ter­wegs. Wir ha­ben nur ein ein­zi­ges Zoom (Sig­ma 24-105mm) für un­ser Shoo­ting in Bris­tol mit­ge­nom­men.

Ma­chen Sie sich klar, wel­che

Art von Street­fo­to Sie ma­chen wol­len: un­ge­stell­te Schnapp­schüs­se (so­ge­nann­te ‚Can­dids‘), bei de­nen Ihr Mo­tiv nicht merkt, dass es ab­ge­lich­tet wird, oder ge­stell­te Por­träts. Das kommt dar­auf an, was Sie be­vor­zu­gen und was Sie er­rei­chen wol­len.

Ken­nen Sie Ih­re Rech­te: In vie­len Fäl­len dür­fen Sie Men­schen an öf­fent­li­chen Plät­zen fo­to­gra­fie­ren, zu­min­dest, wenn sie eher Bei­werk als Haupt­mo­tiv sind oder nicht ein­deu­tig er­kenn­bar sind (Pan­ora­ma­f­rei­heit).

Ei­ne Ka­me­ra mit ei­nem be­weg­li­chen Dis­play er­laubt dis­kre­te Auf­nah­men aus Hüft­hö­he.

Graf­fi­ti und Street Art sind gu­te Hin­ter­grün­de, um span­nen­de De­tails hin­zu­zu­fü­gen.

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