Ei­ne Welt oh­ne Far­ben

Meisterkurs SchwarzWeiß - - Die Wichtigsten Grundlagen -

Sie spa­ren viel Zeit, wenn die Er­geb­nis­se be­reits in der Ka­me­ra stim­men. Ih­re ers­te Auf­ga­be ist es al­so, sich an ei­ne Welt oh­ne Far­ben zu ge­wöh­nen.

„Rich­ten Sie die Auf­merk­sam­keit hier­bei stär­ker auf die Tonwerte, an­statt auf die Far­ben.“

Wir sind so sehr dar­an ge­wöhnt, die Welt in Far­be zu se­hen, dass die Vi­sua­li­sie­rung in Schwarz­weiß oft schwer­fällt. Set­zen Sie zu Be­ginn ein­fach den Bild­stil der Ka­me­ra auf Schwarz­weiß. Auf die­se Wei­se kön­nen Sie so­fort se­hen, ob die Auf­nah­men in Schwarz­weiß funk­tio­nie­ren und wie Far­ben auf die Um­wand­lung an­spre­chen. Noch ein­fa­cher geht das mit Li­ve­view oder ei­nem elek­tro­ni­schen Su­cher. Ge­fällt Ih­nen das, was Sie se­hen, nicht, su­chen Sie nach ei­nem an­de­ren Mo­tiv und ver­su­chen Ihr Glück er­neut. Wenn Sie im RAW-For­mat fo­to­gra­fie­ren, se­hen Sie am Rech­ner na­tür­lich noch die Far­ben.

Ge­eig­ne­te Mo­ti­ve

Sie kön­nen mit Ih­ren mo­no­chro­men Ex­pe­ri­men­ten di­rekt in Ih­rer Stadt be­gin­nen. Hier gibt es zahl­rei­che Mo­ti­ve – von den ver­schie­de­nen For­men und Struk­tu­ren der Ge­bäu­de über gra­fi­sche De­tails bis zu weit­läu­fi­ge­ren Stra­ßen­auf­nah­men.

Das wich­tigs­te Ziel hier­bei ist es, ein Ge­fühl für Schwarz­weiß zu ent­wi­ckeln und so Mo­ti­ve und Sze­ne­ri­en auf­zu­spü­ren, die oh­ne Far­ben funk­tio­nie­ren. Auch wenn es kei­ne star­ren Re­geln hin­sicht­lich der Mo­ti­ve gibt, gibt es be­stimm­te Ele­men­te und Ob­jek­te, die sich ein­fach per­fekt da­für eig­nen.

Rich­ten Sie die Auf­merk­sam­keit hier­bei stär­ker auf die Tonwerte statt auf die Far­ben. Ih­nen will par­tout kein pas­sen­des Mo­tiv ein­fal­len? Gar kein Pro­blem: Auf die­ser Seite fin­den Sie ei­ne Rei­he von Mo­ti­v­ide­en, die sich ide­al für Schwarz­weiß­auf­nah­men eig­nen.

Gra­fi­sche For­men und Kon­tras­te

Ein­fa­che gra­fi­sche For­men sind fast im­mer tol­le Mo­ti­ve für Schwarz­weiß­bil­der. Su­chen Sie nach kon­trast­rei­chen Mo­ti­ven mit satt-schwar­zen Be­rei­chen und sehr hel­len Ele­men­ten, um ei­ne op­ti­ma­le Wir­kung zu er­zie­len.

De­tails und Struk­tur

Die­se Ele­men­te sor­gen für sub­ti­le Bild­wir­kun­gen: Wei­ches, dif­fu­ses Licht im Schat­ten oder bei Be­wöl­kung ent­hüllt die meis­ten De­tails, wäh­rend har­tes Licht Struk­tu­ren stär­ker be­tont.

Ein­fa­che und star­ke Kom­po­si­tio­nen

Weil es hier kei­ne Far­ben gibt, die die Bild­wir­kung un­ter­stüt­zen kön­nen, wir­ken mo­no­chro­me Bil­der oft bes­ser, wenn Sie ein­fa­che kom­po­si­to­ri­sche Ele­men­te wie Füh­rungs­li­ni­en oder ein Vor­der­grund­ob­jekt ein­be­zie­hen. Hal­ten Sie Aus­schau nach Mo­ti­ven mit kla­rem Fo­kus­punkt, und be­den­ken Sie, dass die Wir­kung auf dem Kon­trast und nicht auf Far­ben be­ruht.

Ma­kro­mo­ti­ve sind häu­fig vol­ler De­tails und Struk­tu­ren.

PROFITIPP

Wenn Sie im RAW-For­mat ar­bei­ten, wird der Bild­stil nicht per­ma­nent

auf Ih­re Auf­nah­me an­ge­wen­det. Am Rech­ner kön­nen Sie noch ent­schei­den, ob Sie den Bild­stil be­hal­ten oder lie­ber ein Farb­bild

er­zeu­gen möch­ten.

Mo­der­ne Ge­bäu­de sind idea­le Mo­ti­ve für mo­no­chro­me

Auf­nah­men.

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