Stu­dio­tech­ni­ken für Zu­hau­se

Meisterkurs SchwarzWeiß - - Die Wichtigsten Grundlagen -

Mit ei­nem ein­fa­chen Heim­stu­dio-Auf­bau kön­nen Sie Ih­ren Por­trät­auf­nah­men ganz ein­fach ei­nen pro­fes­sio­nel­len Look ver­lei­hen. „Das The­ma Stu­dio­be­leuch­tung kann für An­fän­ger schnell un­nö­tig kom­pli­zert wer­den.“

Die In­ves­ti­ti­on in ei­ne Heim­stu­dio-Aus­rüs­tung ist nicht ge­ra­de bil­lig, aber ei­ne loh­nen­de Aus­ga­be, wenn Sie Ih­re Por­träts auf ein hö­he­res Ni­veau he­ben wol­len. ­Die Wir­kung ent­fes­sel­ter Blit­ze ist nicht zu un­ter­schät­zen. Weil Sie die Po­si­ti­on und die Licht­stär­ke Ih­rer Blit­ze steu­ern kön­nen, ent­ste­hen so be­ein­dru­cken­de, pro­fes­sio­nell wir­ken­de Por­träts in Ih­rem Wohn­zim­mer.

Ein­stei­ger-Sets ent­hal­ten meist zwei Blit­ze und ein paar Licht­for­mer – in der Re­gel Soft­bo­xen oder Schir­me, die das Licht wei­cher ma­chen, ganz ähn­lich wie Wol­ken am Him­mel es mit dem Son­nen­licht ma­chen. Die Lichtstreu­ung ist bei ei­nem Schirm meist et­was brei­ter als bei ei­ner Soft­box, so­dass sich Schir­me gut für die Aus­leuch­tung grö­ße­rer Be­rei­che eig­nen, wäh­rend Soft­bo­xen dann bes­ser ge­eig­net sind, wenn Sie das Licht auf ei­nen be­grenz­ten Be­reich rich­ten möch­ten. Ne­ben Soft­bo­xen und Schir­men gibt es auch kreis­run­de Re­flek­to­ren, die ei­nen stär­ker ge­rich­te­ten Licht­strahl mit ei­nem Win­kel von et­wa 90 Grad er­zeu­gen.

Füh­rungs­licht

Stu­dio­be­leuch­tung kann für An­fän­ger schnell kom­pli­ziert wer­den. Be­gin­nen Sie mit ei­ner ein­zel­nen Licht­quel­le, Ih­rem Füh­rungs­licht. Durch Ver­än­dern des Win­kels, der Hö­he und der Po­si­ti­on kön­nen Sie be­reits un­ter­schied­li­che Looks er­rei­chen.

Ge­ra­de aus­ge­rich­tet ist das Licht flach und hellt Schat­ten im Ge­sicht auf. Von oben her­ab er­zeugt es Schat­ten un­ter dem Kinn und be­tont die Wan­gen­kno­chen. Von der Seite her liegt ei­ne Ge­sichts­hälf­te im Schat­ten, und von hin­ten er­zeu­gen Sie ein Kan­ten­licht um das Mo­del her­um. Wenn Sie das Füh­rungs­licht im Griff ha­ben, kön­nen Sie ei­nen zwei­ten Blitz ins Spiel brin­gen. Bei Por­träts gibt es da­für zwei grund­le­gen­de Va­ri­an­ten: Sie kön­nen ihn ent­we­der auf das Mo­del aus­rich­ten – um zum Bei­spiel bei ge­rin­ge­rer Leis­tung Schat­ten des Füh­rungs­lichts auf­zu­hel­len oder das Mo­del von hin­ten be­leuch­ten – oder Sie be­leuch­ten mit dem zwei­ten Blitz den Hintergrund. So kön­nen Sie den Kon­trast von Ih­rem Mo­del zum Hintergrund ge­zielt steu­ern.

Schö­nes Licht

Je grö­ßer die Licht­quel­le ist, des­to wei­cher und schmei­chel­haf­ter wirkt sie für Ihr Mo­tiv. Es mag selt­sam klin­gen, aber je nä­her die Licht­quel­le am Mo­del ist, des­to wei­cher das Licht – weil die Grö­ße der Licht­quel­le im Ver­hält­nis zum Mo­tiv grö­ßer wird.

Ei­ne wei­te­re Op­ti­on, um Blitz­licht vor­teil­haf­ter wir­ken zu las­sen, be­steht in der Fea­the­ring-Me­tho­de. Da­bei rich­ten Sie das Licht nicht di­rekt auf das Mo­del aus, son­dern qua­si leicht am Mo­del vor­bei, so­dass nur das wei­che Rand­licht der Soft­box auf das Mo­del (oder Teil­be­rei­che) fällt. Die Licht­ver­tei­lung auf dem Mo­del wird auf die­se Wei­se ebe­ner, und es wirkt fast wie von Licht um­hüllt.

Mit ei­nem klei­nenStu­dio-Set-up kön­nen Sie Ih­re Licht­set­zung ganzge­zielt steu­ern.

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