Ge­eig­ne­te Mo­ti­ve fin­den

Meisterkurs SchwarzWeiß - - Die Wichtigsten Grundlagen -

Die Wahl des Mo­tivs, gu­tes Licht und die rich­ti­ge Auf­nah­me­tech­nik tra­gen zu tol­len Er­geb­nis­sen bei. „Sie kön­nen auch die Schat­ten zum Mo­tiv ma­chen, um surreale Kunst­wer­ke zu er­schaf­fen.“

Der Schlüs­sel zu ge­lun­ge­nen Schwarz­weiß­bil­dern liegt in der Kom­bi­na­ti­on aus ei­nem ge­eig­ne­ten Mo­tiv, dem pas­sen­den Licht und ei­ni­gen ein­fa­chen Auf­nah­me­tech­ni­ken. Be­gin­nen wir zu­nächst mit der Mo­tiv­su­che.

Im ers­ten Schritt müs­sen Sie ler­nen, idea­le Licht­ver­hält­nis­se zu er­ken­nen. Für die Bild­wir­kung ist der Kon­trast zwi­schen Licht und Schat­ten ent­schei­dend. Hel­les Son­nen­licht er­zeugt sat­te Schat­ten, die star­ke Li­ni­en und gra­fi­sche Ele­men­te in

Ih­ren Schwarz­weiß­bil­dern dar­stel­len kön­nen. Um das Bes­te aus den Schat­ten zu ma­chen, soll­ten Sie mit der Son­ne di­rekt hin­ter Ih­rem Mo­tiv fo­to­gra­fie­ren, so­dass die Schat­ten den Vor­der­grund aus­fül­len. Na­tür­lich kön­nen Sie auch die Schat­ten selbst zum Mo­tiv ma­chen. Auf die­se Wei­se kön­nen Sie abs­trak­te und surreale Kunst­wer­ke er­schaf­fen.

Struk­tu­ren & Tonwerte

Nicht nur star­ke gra­fi­sche Ele­men­te, son­dern auch sub­ti­le­re Struk­tu­ren und Tonwerte ver­lei­hen Ih­rem Bild Tie­fe und sor­gen im Ide­al­fall für zu­sätz­li­che Hin­gu­cker. Star­kes Streif­licht an ei­nem son­ni­gen Tag be­tont Struk­tu­ren, dif­fu­ses Licht bei Be­wöl­kung hin­ge­gen lässt sub­ti­le­re Tonwerte bes­ser zur Gel­tung kom­men.

Weil Sie hier auf Far­ben ver­zich­ten, kön­nen Schwarz­weiß­bil­der zu­nächst fla­cher und we­ni­ger in­ter­es­sant wir­ken als die Sze­ne­rie vor Ih­nen. Die Ver­wen­dung des Schwarz­weiß­bild­stils er­mög­licht Ih­nen ei­nen gu­ten ers­ten Ein­druck der Bild­wir­kung. Die meis­ten Schwarz­weiß­bil­der pro­fi­tie­ren zu­dem von ei­ner Kon­tras­t­an­he­bung. Dies kön­nen Sie so­wohl di­rekt in der Ka­me­ra vor­neh­men, in­dem

Sie die Kon­tras­tein­stel­lun­gen des je­wei­li­gen Bild­stils ent­spre­chend an­pas­sen, oder spä­ter in der Soft­ware Ih­rer Wahl. Aber den­ken Sie dar­an: Selbst die bes­ten Fä­hig­kei­ten in der Nach­be­ar­bei­tung sind nie­mals ein ad­äqua­ter Er­satz für ei­ne gu­te Ka­me­ra­tech­nik, für ei­ne span­nen­de Kom­po­si­ti­on und für das Ein­fan­gen der rich­ti­gen Lichtstimmung.

PRO­FI-TIPP NUT­ZEN SIE

DAS HIS­TO­GRAMM

Bei der Ver­wen­dung des Schwarz­weiß­bild­stils ba­siert das His­to­gramm auf dem JPEG. Ob­wohl es zur Beur­tei­lung der Ge­samt­be­lich­tung hilf­reich ist, kön­nen Sie beim His­to­gramm des RAWs auch die Wer­te für die Farb­be­rei­che

ab­le­sen.

Oben Star­kes Streif­licht lässt Struk­tu­ren her­vor­tre­ten und er­zeugt sat­te Schat­ten.

Oben Wenn Sie die Schat­ten selbst zu Ih­rem Mo­tiv ma­chen, kön­nen da­bei kla­re, in­ter­es­san­te und sehr gra­fisch wir­ken­de mo­no­chro­me Re­sul­ta­te ent­ste­hen.

Oben rechts Su­chen Sie nach Mo­ti­ven mit kon­trast­rei­chen Struk­tu­ren (wie bei die­ser Wand, den Blät­tern und den Wol­ken), um ein Ge­fühl von Tie­fe und Span­nung zu er­zeu­gen.

Rechts In Schwarz­weiß­auf­nah­men lenkt oft das dun­kels­te Ele­ment die Auf­merk­sam­keit auf sich. Hier bil­det der Fi­scher ei­nen viel stär­ke­ren Fo­kus­punkt als der hel­le Leucht­turm.

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