Pe­try voll­zieht Par­tei­aus­tritt

Auch Pret­zell kehrt AfD den Rü­cken

Meller Kreisblatt - - POLITIK -

DÜS­SEL­DORF/ BER­LIN/ER­FURT. Nach dem Aus­tritt der bis­he­ri­gen AfD-Vor­sit­zen­den Frau­ke Pe­try ver­lässt auch ihr Ehe­mann Mar­cus Pret­zell, der bis­her nord­rhein-west­fä­li­scher AfD-Chef war, die Par­tei. Der Par­tei­aus­tritt Pret­zells wer­de am Mon­tag wirk­sam, er­klär­te die AfD-Frak­ti­on im Düs­sel­dor­fer Land­tag auf ih­rer In­ter­net­sei­te. Pret­zell selbst be­stä­tig­te dies dem „Köl­ner Stadt-An­zei­ger“und der „Bild“-Zei­tung.

Pe­try hat die AfD nach ei­nem Be­richt der Ta­ges­zei­tung „Die Welt“mit Wir­kung zum 29. Sep­tem­ber ver­las­sen. Die Zei­tung be­rief sich auf ei­nen Spre­cher der Po­li­ti­ke­rin. Pe­try hat­te am Tag nach der Bun­des­tags­wahl er­klärt, sie wer­de der AfD-Frak­ti­on im Bun­des­tag nicht an­ge­hö­ren. Laut „Bild“ver­lässt auch der par­la­men­ta­ri­sche Ge­schäfts­füh­rer der säch­si­schen AfD-Frak­ti­on, Uwe Wur­lit­zer, die Par­tei. Der NRW-Frak­ti­ons­vi­ze Alex­an­der

Lang­guth kehrt der AfD eben­falls den Rü­cken.

Der­weil hat der Land­tag in Thü­rin­gen ge­gen die Stim­men von CDU und AfD die Ein­rich­tung ei­nes Ent­schä­di­gungs­fonds für Hin­ter­blie­be­ne der NSU-Op­fer be­schlos­sen. Da­mit wol­len Lin­ke, SPD und Grü­ne die fi­nan­zi­el­len Fol­gen lin­dern, die die Fa­mi­li­en der NSU-Op­fer er­lit­ten ha­ben. Au­ßer­dem wur­de ge­gen die Stim­men von CDU und AfD be­schlos­sen, ei­nen Er­in­ne­rungs­ort für die NSUOp­fer zu er­rich­ten. Der CDU-Ab­ge­ord­ne­te Jörg Kell­ner hat­te der Re­gie­rung vor­ge­wor­fen, mit ei­nem Fonds der Ent­schei­dung von Ge­rich­ten vor­zu­grei­fen.

Fo­to: dpa

Frau­ke Pe­try

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