Wie­der To­te bei Un­ru­hen im Ga­za­strei­fen

Meller Kreisblatt - - POLITIK -

GA­ZA. Zu Be­ginn der vier­ten Wo­che der Pro­tes­te an der Gren­ze zum Ga­za­strei­fen sind ges­tern min­des­tens vier Pa­läs­ti­nen­ser ge­tö­tet wor­den. Er­neut de­mons­trier­ten Tau­sen­de Pa­läs­ti­nen­ser ent­lang der Gren­ze. Ein AFP-Re­por­ter vor Ort be­rich­te­te von Zu­sam­men­stö­ßen zwi­schen is­rae­li­schen Si­cher­heits­kräf­ten und Hun­der­ten De­mons­tran­ten.

Is­rae­li­sche Si­cher­heits­kräf­te hät­ten ei­nen 15-Jäh­ri­gen so­wie ei­nen 24-Jäh­ri­gen und ei­nen 25-Jäh­ri­gen im Nor­den des Ga­za­strei­fens er­schos­sen, teil­ten die Ge­sund­heits­be­hör­den im Ga­za­strei­fen mit. Ein 29-jäh­ri­ger Pa­läs­ti­nen­ser sei im Sü­den des Ge­biets ge­tö­tet wor­den. Seit Be­ginn der Pro­tes­te wur­den da­mit nach An­ga­ben aus Ga­za min­des­tens 38 Pa­läs­ti­nen­ser ge­tö­tet. Hun­der­te wei­te­re wur­den durch Ku­geln oder Trä­nen­gas ver­letzt.

Hun­der­te Ver­letz­te

Seit dem 1. April ver­sorg­te die Or­ga­ni­sa­ti­on Ärz­te oh­ne Gren­zen am Ran­de der Pro­tes­te nach ei­ge­nen An­ga­ben mehr als 500 Men­schen mit Schuss­ver­let­zun­gen. Es han­de­le sich um „un­ge­wöhn­lich schwe­re und erns­te Ver­let­zun­gen“, er­klär­te die Or­ga­ni­sa­ti­on.

Es ist der schlimms­te Ge­walt­aus­bruch seit dem Ga­za-Krieg 2014. An­lass für den „Marsch der Rück­kehr“ist der 70. Jah­res­tag der is­rae­li­schen Staats­grün­dung. Die Pa­läs­ti­nen­ser se­hen die Staats­grün­dung als Ka­ta­stro­phe an, weil 1948 Hun­dert­tau­sen­de von ih­nen flie­hen muss­ten oder ver­trie­ben wur­den. Sie po­chen auf ein „Recht auf Rück­kehr“in das heu­ti­ge is­rae­li­sche Staats­ge­biet. Is­ra­el lehnt dies ab.

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