Staats­an­wäl­te ge­hen wei­te­ren Er­mitt­lungs­hin­wei­sen zu St­ein­hoff nach

Wei­ter­hin Un­ge­wiss­heit über das Aus­maß des Bi­lanz­skan­dals

Meller Kreisblatt - - WIRTSCHAFT -

HAN­NO­VER. Bei dem von ei­nem Bi­lanz­skan­dal er­schüt­ter­ten Mö­bel­haus-Kon­zern St­ein­hoff ma­chen ers­te Er­mitt­lungs­hin­wei­se der Staats­an­walt­schaft Ol­den­burg wei­te­re Re­cher­chen not­wen­dig. Sie er­ge­ben sich aus der Aus­wer­tung der Un­ter­la­gen und elek­tro­ni­schen Be­weis­mit­tel, die bei Durch­su­chun­gen be­schlag­nahmt wur­den. „Die Aus­wer­tun­gen ha­ben das Er­for­der­nis wei­te­rer Er­mitt­lun­gen ge­zeigt, de­nen nun­mehr nach­ge­gan­gen wird“, er­klär­te die Spre­che­rin Ni­co­le Na­der­mann.

Ei­ne Son­der­ein­heit der

Zen­tra­len Kri­mi­nal­in­spek­ti­on Ol­den­burg ar­bei­te wei­ter dar­an, die Aus­wer­tungs­er­geb­nis­se zu­sam­men­zu­stel­len. Na­der­mann: „Er­schwert wer­den die Er­mitt­lun­gen da­durch,

dass die um­fang­rei­chen Un­ter­la­gen zu ei­nem er­heb­li­chen Teil in der eng­li­schen Spra­che ab­ge­fasst sind.“Wann die Er­mitt­lun­gen ab­ge­schlos­sen sei­en, sei der­zeit nicht ab­zu­se­hen.

Die an­hal­ten­de Un­ge­wiss­heit über das wah­re Aus­maß des Skan­dals hat in­ner­halb kur­zer Zeit den Ak­ti­en­kurs des Kon­zerns mit Wur­zeln im nie­der­säch­si­schen Wes­ter­ste­de mas­siv ab­stür­zen las­sen. Er steckt seit En­de 2017 in der Kri­se. Da­mals be­gan­nen die Er­mitt­lun­gen we­gen Bi­lan­z­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten, und St­ein­hoff-Chef Mar­kus Joos­te muss­te ge­hen.

Der Kon­zern ist in Deutsch­land vor al­lem durch sei­ne Be­tei­li­gung an der Bil­lig-Mö­bel­haus­ket­te Po­co be­kannt.

Fo­to: dpa

Die Er­mitt­lun­gen im Fall St­ein­hoff dau­ern an.

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