LSD – Ly­serg­säu­re­diet­hyl­amid

Meller Kreisblatt - - WOCHENENDE! -

Das von Al­bert Hof­mann ent­deck­te LSD ist ei­nes der stärks­ten Hal­lu­zi­no­ge­ne. Die Dro­ge wird nor­ma­ler­wei­se als Ta­blet­te („Mi­kro“) ver­kauft, oder auf Pa­pier­stü­cke auf­ge­brach­te „ti­ckets“wer­den ge­lutscht oder ge­schluckt. Auch der Kon­sum auf Wür­fel­zu­cker und in Flüs­sig­keit ge­löst ist mög­lich. Die Ver­kaufs­prei­se pro Ein­heit lie­gen zwi­schen acht und 15 Eu­ro.

Weil der Kon­sum von LSD nicht ab­hän­gig macht, ist die Sub­stanz für den Dro­gen­han­del eher un­be­deu­tend. Nach der Ein­nah­me setzt die Wir­kung in­ner­halb von zehn Mi­nu­ten bis zu drei St­un­den ein, der Rausch hält et­wa acht bis zwölf St­un­den an. Die Dro­ge äh­nelt dem kör­per­ei­ge­nen Bo­ten­stoff Se­ro­to­nin und ak­ti­viert im Ge­hirn be­stimm­te Re­zep­to­ren. Ei­ne eu­pho­ri­sche Stim­mung so­wie akus­ti­sche und op­ti­sche Sin­nes­täu­schun­gen kön­nen ent­ste­hen. Auch das Ge­fühl für die Zeit und die ei­ge­ne Iden­ti­tät wer­den dras­tisch ver­än­dert. Puls, Blut­druck und Kör­per­tem­pe­ra­tur stei­gen, die Pu­pil­len wei­ten sich, ein tro­cke­ner Mund und Mus­kel­zu­cken kön­nen fol­gen. In sel­te­nen Fäl­len kommt es zu „Hor­ror­trips“, be­ste­hen­de Ängs­te und De­pres­sio­nen füh­ren dann zu Wahn­vor­stel­lun­gen. Eben­so kön­nen noch lan­ge nach der Ein­nah­me oh­ne je­de Vor­war­nung so­ge­nann­te Flash­backs auf­tre­ten, das Wie­der­er­le­ben des LSDT­rips. Au­ßer­dem be­steht in sel­te­nen Fäl­len bei ent­spre­chen­der Ver­an­la­gung die Mög­lich­keit der Ma­ni­fes­ta­ti­on ei­ner re­la­tiv lang an­hal­ten­den Psy­cho­se.

Seit 1967 gilt LSD in der Bun­des­re­pu­blik als „nicht ver­kehrs­fä­hi­ges Be­täu­bungs­mit­tel“.

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