Dies ist ei­ne Schan­de

Memminger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Die bun­te Ko­ali­ti­on der Wohn­preis­trei­ber“(Politik ex­tra) vom 12. Sep­tem­ber: In­fol­ge des De­ba­kels um die Hy­po Al­pe Adria muss­te der Frei­staat Bay­ern der Lan­des­bank fi­nan­zi­ell mas­siv un­ter die Ar­me grei­fen. Die­se Sub­ven­tio­nen wur­den von der Eu­ro­päi­schen Uni­on nur un­ter der Auf­la­ge ge­dul­det, dass sich die Lan­des­bank von ih­rer Woh­nungs­toch­ter­ge­sell­schaft GBW trennt bzw. die­se ei­nen Groß­teil ih­res Im­mo­bi­li­en­be­stan­des ver­äu­ßert. Nach­dem der baye­ri­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Mar­kus Sö­der sich wei­ger­te, für den Frei­staat mit­zu­bie­ten, wur­den 32 000 Woh­nun­gen an Pa­tri­zia ver­kauft. Und dies ging. Es ka­men noch wei­te­re tau­sen­de von Woh­nun­gen un­ter den Ham­mer und wur­den pri­va­ti­siert.

An­fang der 1990er Jah­re gab es noch rund drei Mil­lio­nen So­zi­al­woh­nun­gen, 2013 nach Re­gie­rungs­an­ga­ben nur noch 1,5 Mil­lio­nen Woh­nun­gen. Seit­dem ist die Zahl noch ein­mal um mehr als 150 000 ge­sun­ken. Schuld sind die Bun­des­re­gie­rung und die Län­der, die Woh­nun­gen ver­kauft hat­ten. Dies ist ei­ne Schan­de. Horst Jung, Fried­berg

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