Teu­re Wiesn

Geld Wir­te he­ben Prei­se kräf­tig an

Memminger Zeitung - - Bayern - (dpa)

Mün­chen Kurz vor dem Auf­takt des Münch­ner Ok­to­ber­fests be­stä­tigt ei­ne volks­wirt­schaft­li­che Ana­ly­se das Ge­fühl vie­ler Be­su­cher: Die all­jähr­li­chen Preis­stei­ge­run­gen auf der Wiesn lie­gen weit über der all­ge­mei­nen Teue­rung. Wie Volks­wirt Thomas Stro­bel von der ita­lie­ni­schen Bank Uni­credit er­mit­telt hat, stei­gen die Prei­se auf dem Ok­to­ber­fest dies­mal um 3,1 Pro­zent – deut­lich über der Ent­wick­lung der sons­ti­gen Ver­brau­cher­prei­se. Der In­dex wird ge­bil­det aus den Prei­sen für zwei Maß Bier, ein hal­bes Hendl und ei­ne Fahr­kar­te der Münch­ner Ver­kehrs­ge­sell­schaft. 2016 lag die Wiesn-In­fla­ti­on noch hö­her bei 3,5 Pro­zent, wie die deut­sche Uni­credit-Toch­ter Hy­po­ver­eins­bank mit­teil­te.

Im Ge­gen­satz zu den üb­li­chen Preis­stei­ge­run­gen sei ein an­de­rer Trend je­doch un­ter­bro­chen wor­den: Es wird we­ni­ger ge­trun­ken. Der Pro-Kopf-Bier­kon­sum stieg laut Uni­credit-Ana­ly­se über drei Jahr­zehn­te von 1985 bis 2016 kon­ti­nu­ier­lich von rund 0,9 Li­tern auf ei­nen Spit­zen­wert von 1,3 Li­tern. 2016 aber wa­ren es durch­schnitt­lich nur noch 1,18 Li­ter pro Mann be­zie­hungs­wei­se Frau. „Es wird in­ter­es­sant sein zu se­hen, ob die deut­li­chen Preis­stei­ge­run­gen even­tu­ell ei­nen nach­hal­ti­gen Ef­fekt auf den Bier­ab­satz auf dem Ok­to­ber­fest ha­ben“, sag­te Strobl.

Fo­to: dpa

Kaum zu glau­ben, aber wahr: Auf der Wiesn wird we­ni­ger ge­trun­ken.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.