Pe­try geht mit „Blau­er Wen­de“an den Start

Öf­fent­li­che Ver­an­stal­tun­gen ab No­vem­ber

Meppener Tagespost - - POLITIK -

dpa/AFP BER­LIN. Die ehe­ma­li­ge AfD-Vor­sit­zen­de Frau­ke Pe­try lässt den Ge­rüch­ten über ei­ne Par­tei­grün­dung jetzt Fak­ten fol­gen. In ei­nem In­ter­view mit dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND) kün­dig­te Pe­try die Grün­dung von „Die Blaue Par­tei“an. Be­glei­tend da­zu wol­len Pe­try und ih­re Mit­strei­ter ein Bür­ger­fo­rum „Blaue Wen­de“ins Le­ben ru­fen, „in dem man sich mit und oh­ne Par­tei­buch un­ab­hän­gig von der Far­be en­ga­gie­ren kann“. Das neue Par­tei­pro­jekt soll ab No­vem­ber auch öf­fent­lich in Gang kom­men. „Wir wer­den in den kom­men­den Mo­na­ten das Bür­ger­fo­rum vor­stel­len.“

Pe­try hat­te ei­nen Tag nach der Wahl an­ge­kün­digt, sie wol­le der AfD-Bun­des­tags­frak­ti­on nicht an­ge­hö­ren. Kurz dar­auf trat sie aus der Par­tei aus. Mit ih­rer neu­en Par­tei will sie ent­täusch­te kon­ser­va­ti­ve Wäh­ler ge­win­nen, de­nen die AfD zu weit rechts steht.

Nach An­ga­ben des Bun­des­wahl­lei­ters war „Die Blaue Par­tei“am 17. Sep­tem­ber ge­grün­det wor­den – ei­ne Wo­che vor der Bun­des­tags­wahl. Pe­try, die in der AfD lan­ge ge­gen den wach­sen­den Ein­fluss des rechts­na­tio­na­len Flü­gels ge­kämpft hat­te, sag­te dem RND, der AfD-Par­tei­tag in Köln im ver­gan­ge­nen April sei für sie ei­ne Zä­sur ge­we­sen, „weil dort öf­fent­lich sicht­bar wur­de, dass die Par­tei dem Nar­ren­saum freie Hand gab“.

Pe­try nimmt be­reits die nächs­ten Wahl in den Blick: „Wir wer­den 2019 bei der Land­tags­wahl in Sach­sen und spä­tes­tens 2021 bei der Bun­des­tags­wahl se­hen, wel­cher Po­li­tik die Wäh­ler ih­re Stim­me ge­ben.“

Ka­ri­ka­tur: Ma­rio Lars

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