Fal­scher Weg

Meppener Tagespost - - POLITIK - Von Det­lef Dre­wes ak­tu­el­les@noz.de

ster­reich ge­gen Deutsch­land – die Wie­ner So­zi­al­de­mo­kra­ten in­stru­men­ta­li­sie­ren al­le denk­ba­ren Res­sen­ti­ments, um bei der Na­tio­nal­rats­wahl am Sonn­tag noch punk­ten zu kön­nen. Mit der Kla­ge ge­gen die Pkw-Maut des mäch­ti­gen Nach­barn dürf­te die Al­pen­re­pu­blik nicht lan­ge al­lei­ne blei­ben. Zu of­fen­sicht­lich hat das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um die Ge­set­ze so lan­ge zu­recht­ge­bo­gen, bis dar­aus un­term Strich ei­ne Be­nach­tei­li­gung der EU-Aus­län­der stand – bei gleich­zei­ti­ger Scho­nung deut­scher Au­to­fah­rer. Wenn der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof dies durch­ge­hen lässt und die Kla­ge ab­weist, wird in den Haupt­städ­ten der le­ga­le Na­tio­na­lis­mus zu­rück­keh­ren. Von der Di­enst­leis­tungs­frei­heit bis zu all­täg­li­chen Hür­den auf dem Bin­nen­markt, mit de­nen die Mit­glied­staa­ten ih­re Märk­te schüt­zen, dürf­ten die Re­gie­run­gen neue Hemm­nis­se er­sin­nen, um die Bür­ger von ne­ben­an aus­zu­sper­ren. Dass aus­ge­rech­net Deutsch­land das Tor zu die­ser Art von un­so­li­da­ri­scher Po­li­tik öff­net, wiegt schwer. Wenn Do­brindt schon ei­ne Pkw-Maut für an­ge­bracht hält, hät­te er die Kfz-Steu­er ab­schaf­fen und ei­ne Stra­ßen­be­nut­zungs­ge­bühr für al­le ein­füh­ren müs­sen. Die­ser Weg wä­re auch öko­lo­gisch rich­tig ge­we­sen, weil er Viel­fah­rer be­las­tet und je­ne be­lohnt hät­te, die auf um­welt­freund­li­che­re Ver­kehrs­mit­tel aus­wei­chen. Doch da­zu fehl­te der CSU der Mut.

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