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Meppener Tagespost - - EINBLICKE -

„Es kann los­ge­hen mit der drit­ten Gro­ßen Ko­ali­ti­on mit An­ge­la Mer­kel an der Spit­ze. Und die Op­po­si­ti­ons­par­tei­en sind er­staun­lich mil­de. Na­tür­lich gibt es Kri­tik an In­hal­ten wie am Per­so­nal. Den Grü­nen fehlt die Kli­ma­po­li­tik, die FDP fin­det, beim The­ma Steu­ern müss­te es et­was mehr sein, die Link­s­par­tei hät­te es ger­ne so­zia­ler, die AfD we­ni­ger so­zi­al. Ap­plaus von den Nicht-Re­gie­rungs­par­tei­en wä­re über­ra­schend ge­we­sen. Dann kommt die­se plötz­li­che Gü­te: 100 Ta­ge Schon­frist wol­len die Grü­nen ge­wäh­ren, nach 100 Ta­gen die ers­te Bi­lanz kün­digt auch die FDP an. Die AfD be­fin­det, sie ha­be Jens Spahn er­fun­den.“ „Nie­mand kann mit ei­nem Ko­ali­ti­ons­ver­trag al­le Pro­ble­me lö­sen, da­für rei­chen noch nicht ein­mal die 50 Mil­li­ar­den Eu­ro, die jetzt die Re­gie­rung ver­tei­len kann. Aber die Vor­ha­ben in der Pfle­ge, bei der Ren­te, in der Fa­mi­li­en-, Di­gi­tal- oder Bil­dungs­po­li­tik sind lo­bens­wert am­bi­tio­niert. Soll­ten die 177 Sei­ten des Ko­ali­ti­ons­ver­tra­ges Wirk­lich­keit wer­den, wä­re Deutsch­land tat­säch­lich ge­rech­ter und zu­kunfts­fä­hi­ger.“ „Im Grun­de ist Fran­zis­kus ei­ne tra­gi­sche Fi­gur. Er will ei­ne an­de­re, ei­ne neue Kir­che. Aber er kann da­für nicht die al­ten Macht­mit­tel ein­set­zen. Er spricht von Syn­oda­li­tät und Kol­le­gia­li­tät als zwei un­er­le­dig­ten Pro­gramm­wor­ten des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils. Aber er kann ih­nen – wenn es ihm ernst da­mit ist – nicht mit dem hoch­ge­züch­te­ten und über al­le Rea­li­tät stra­pa­zier­ten Herr­schafts­an­spruch des 19. Jahr­hun­derts Gel­tung ver­schaf­fen.“ „Eu­ro­pa ist mit zwei Ri­si­ken kon­fron­tiert: Ei­ne Schwä­chung der Wirt­schaft in Deutsch­land hät­te Aus­wir­kun­gen auf die gan­ze EU. Zu­dem könn­te ein Rück­gang der Stahl­im­por­te aus Chi­na in die USA zu ei­ner Ver­la­ge­rung nach Eu­ro­pa füh­ren. Das wür­de zu ei­nem Preis­sturz füh­ren, der die Stahl­pro­du­zen­ten auf dem Kon­ti­nent in Ge­fahr bräch­te. Die­se bei­den Punk­te er­klä­ren, war­um die Eu­ro­pä­er die Ent­schei­dung von Trump nicht ein­fach hin­neh­men kön­nen. Al­ler­dings sind die Ver­gel­tungs­mög­lich­kei­ten be­schränkt.“

Die Zei­tung zieht ei­ne Bi­lanz nach fünf Jah­ren Fran­zis­kus als Papst:

Die Zei­tung schreibt zum Ko­ali­ti­ons­ver­trag:

Das Straß­bur­ger Blatt be­tont zu den US-Straf­zöl­len:

Das Münch­ner Blatt meint:

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